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Testbericht

25. März 2010

VW Touareg - für alle, die ihn kennen und lieben, ist er so was wie der Bentley des Matsches. Automobilgewordenes Statement dafür, dass man sich in Wolfsburg nicht nur auf Volkswagen, sondern auch auf Wagen für Erfolgreiche versteht. Und wie: Die Aura von Macht und Geld schwappt den bisher 500.000 VW Touareg-Fahrern bereits beim Öffnen der Türen entgegen. Griffiges Leder, glänzende Holzpaneele, exakt gesetzte Metallintarsien sowie chromverzierte Rundinstrumente verbreiten - wenn auch gegen Aufpreis - oberklassigen Charme. Und erst der Automatikwählhebel, der ebenso gut ein zwei mal zwölfzylindriges Powerboat befehligen könnte.

Der neue VW Touareg wiegt rund 200 Kilogramm weniger Das soll nun vorbei sein, geopfert auf dem Altar der Ökonomie? Keine Sorge - der ab April erhältliche neue VW Touareg ist trotz vier Zentimeter Plus bei Länge und Radstand zwar leichter und zwei Zentimeter niedriger, doch vom mageren Sparbrötchen immer noch weiter entfernt als Wolfsburg von Bratislava. Dort wird der SUV nach wie vor gebaut. Solide wie bisher, wenn auch etwas weniger pompös, setzt er auf einen modernen Innenraum im Stil der aktuellen VW-Designsprache. Technisch hat sich ebenfalls einiges getan. Hochfeste Stähle bei der Karosserie, Aluminium beim Fahrwerk und Feinarbeiten an Elektronik, Antriebsstrang und Dämmung trainierten dem VW Touareg rund 200 Kilogramm ab. Das Lenkrad verlor seine Bedienwalzen, Einzeltasten wichen Steuerkreuzen, die Displays gewannen an Größe und Klarheit. Der Sieben-Zoll-Bildschirm zwischen den Rundinstrumenten informiert ebenso hochauflösend wie der Acht-Zoll-Berührungsbildschirm in der Mittelkonsole. Die Hybridversion erhält einen 38-kW-Elektromotor Mit dessen Hilfe läuft die Bedienung trotz Optionsvielfalt klar strukturiert. Komfortabler sitzen kann man auch - dafür sorgen (optional) neue Vordersitze mit pneumatisch einstellbaren Wangen; der Verschiebemechanismus der Rückbank um 16 Zentimeter ist ebenso serienmäßig wie das luftige Raumgefühl und die ordentliche Übersicht. Gleiches gilt für die Achtgangautomatik, die auch beim Hybrid die Kraft verwaltet. Der erste serienmäßige im Konzern und gleich ein Vollhybrid, bestehend aus dem von Audi bekannten, drei Liter großen V6-Benziner mit Kompressoraufladung und 333 PS sowie einem 38-kW-Elektromotor. Dazwischen steckt eine Trennkupplung, die unterschiedliche Betriebszustände ermöglicht - vom rein elektrischen Fahren (bis 50 km/h schnell oder zwei Kilometer weit) über das Unterstützen des Benziners einschließlich Volllast-Boosten bis hin zum so genannten Segeln. VW verspricht einen Normverbrauch von 8,2 L/100 km Geht man bei Geschwindigkeiten bis 160 km/h vom Gas, kuppelt der Benziner ab, um Bewegungsenergie nicht in den Motorwiderständen zu vergeuden, der Generator versorgt dann lediglich die aktuellen Verbraucher. Beim Verzögern greift er - leise hörbar und wegen des synthetischen, ungleichmäßigen Pedalgefühls spürbar - stärker ein und füllt die Nickel-Metallhydrid-Batterie (288 V, 1,3 kWh) auf, die unter dem Kofferraumboden liegt. VW verspricht einen Normverbrauch von 8,2 L/100 km, in der Praxis dürfte das anders aussehen, selbst wenn man die maximale Anhängelast von 3,5 Tonnen nicht auskostet. Die druckvolle Antriebskombination animiert nämlich dazu, gute Spar-Vorsätze über Bord des 2,3-Tonners zu werfen. Zumal die präzise elektrohydraulische Lenkung, die geschmeidige Luftfederung sowie das neutrale Handling den Fahrspaß weiter fördern. Der Touareg ist serienmäßig mit einem Offroad-Programm ausgestattet Und die Party kann sogar abseits des Asphalts weitergehen. Bereits serienmäßig mit einem Torsen-Verteilergetriebe samt Offroad-Programm ausgestattet (alle Modelle), steigert das optionale Terrain-Tech-Paket beim V6 TDI die Geländekompetenz. Die Kraft fließt dann über ein robusteres Differenzial inklusive Untersetzung plus einem bis zu 100 Prozent sperrenden Mitten- sowie Hinterachsdifferenzial. Fünf spezielle Programme helfen dem Touareg auch ohne Dakar-Gewinner am Steuer 45-Grad-Steigungen hinauf. Hinzu kommt die Luftfederung, die für Komfort onroad, aber auch für unternehmungslustige Bodenfreiheit offroad sorgt - schließlich möchte niemand mit seinem Maxi-SUV irgendwo im Nirgendwo stranden. Dort, wo weder Spurhalte- noch Spurwechselassistent nützen und sowohl das adaptive, den Gegenverkehr ausschneidende Xenonlicht als auch die Radarkeule des neuen, geschmeidig arbeitenden Abstandsregeltempomaten ins Leere zielen.

Weniger Motorenvielfalt für den VW Touareg Immerhin stellt sich der Hybrid ebenso wie die anderen V6-Varianten per Start-Stopp-System im Stand selbstständig ab, um Sprit zu sparen. Sparen wird der Touareg nicht nur beim Verbrauch, sondern auch bei der Motorenvielfalt. Fünf- und Zehnzylinder-TDI verschwinden ebenso wie W12. Für den V8 FSI kommt in Europa der Hybrid, Drehmomentfreunden tritt der V8 TDI mit 800 Newtonmetern ins Kreuz. Rund 80 Prozent der deutschen Käufer dürften aber zum kräftigen, sparsamen V6 TDI greifen. Auch hier gilt: Harter Verzicht sieht anders aus.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2010-03-25

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