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Testbericht

4. Juli 2008

Das neue Sportcoupé aus dem Hause Volkswagen ist bereits für 21.750 Euro zu haben. Für diesen Betrag gibt es nicht etwa einen spartanisch ausgestatteten Preislisten-Poser, sondern einen 1,4-Liter-Turbo mit 122 PS, 200 Nm Drehmoment, 17-Zoll-Alufelgen, Sportsitzen und Klimaanlage.

Luftiges Raumgefühl

Um fast zehn Zentimeter flacher, aber mit einer um sechs Zentimeter breiteren Hinterachsspur als im Golf GTI kommt der Neue für fahrdynamische Großtaten gestählt aus dem VW-Designstudio. Trotz seiner gedrungenen Silhouette genießen auch groß gewachsene Passagiere vorn ein luftiges Raumgefühl mit sportlich-tiefer Sitzposition und ausreichend Kopffreiheit. Schade allerdings, dass sich von der kraftvollen Linienführung des Exterieurs bis auf die dreieckigen Tür-Zuziehgriffe wenig in den VW-typischen, sachlichen Innenraum gerettet hat.

Vertraute Gefühle wecken auch die ersten Meter mit dem 200-PS-TSI samt Doppelkupplungsgetriebe DSG (1.750 Euro Aufpreis). Schon ab 1.500/min nimmt der Vierzylinder handzahm und kultiviert Gas an, um sich dann wie im GTI bei rund 3.000/min so richtig ins Zeug zu legen - nur unterbrochen von ultrakurzen DSG-Gangwechseln. Im Scirocco bollert der Vierzylinder aber einen Tick weniger angriffslustig, denn der Neue soll auf keinen Fall in die Prolo-Ecke abdriften.

Spielerisches Fahrverhalten

Also doch nur ein Golf mit weniger Platz? Von wegen. Schon die erste selbstbewusst genommene Kurve zeigt, dass 50 Kilogramm weniger Gewicht bei deutlich breiterer Spur und niedrigerem Schwerpunkt als im GTI Gold in Sachen Querdynamik sind. Befehle der leichtgängigen Lenkung setzt der Scirocco III dankbar um und lässt sich fast spielerisch ums Eck werfen. Bei allem Sportsgeist verzichteten die VW-Entwickler trotzdem auf eine allzu harte Abstimmung des Serienfahrwerks, das selbst Kopfsteinpflaster nicht zur Tortur werden lässt.

Am 29. August rollt der Scirocco dann zunächst mit drei Benzinern (122, 160 und 200 PS) und einem 140 PS starken Diesel zu den Händlern. Der große Diesel mit 170 PS und Common-Rail-Einspritzung kommt erst im nächsten Frühjahr. Ob es unter dem hauseigenen Label Blue Motion auch eine Spritspar-Variante geben wird, steht momentan noch nicht fest. Frühestens 2009 ist zudem mit einem sportlichen R-Modell zu rechnen, das aber nicht vom Sechszylinder des Golf R32 angetrieben wird, sondern stattdessen wie der Audi S3 einen Zweiliter-Vierzylinder mit stärkerer Aufladung bekommt.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2008-07-04

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