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Testbericht

28. Oktober 2009

Alle bunt gekleideten Nostalgiker und sentimentalen Freizeitsportler können beruhigt sein: Der überarbeitete VW Multivan bleibt das optimale Auto für Blumenkinder und Windsurfer, aber - wie schon bei allen Bulli-Generationen zuvor - erst im gestandenen Gebrauchtwagenalter.

Neue Zweiliter-TDI-Motoren sorgen im VW Multivan für Vortrieb In den geschätzten zehn Jahren davor werden vorwiegend Shuttle-Dienste und gut verdienende Eltern Spaß am renovierten Kleinbus haben. Statt des bisherigen Pumpe-Düse-Diesels sorgt nun ein Zweiliter-TDI mit Common-Rail-Einspritzung in verschiedenen Leistungsstufen bis zu 180 PS für Vortrieb, der erstmals mit einem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe kombiniert werden kann. In Verbindung mit der edel ausstaffierten Highline-Version dürfte ein ähnlich gediegener Kompromiss zwischen viel Platz und Fahrkomfort nur schwer zu finden sein. So sieht das neu gestylte Armaturenbrett nicht nur so aus, als käme es direkt aus dem VW Golf , es kann zudem mit zahlreichen aus den Pkw-Modellen bekannten Features aufgerüstet werden. Während sich der Fahrer vom Festplattennavigationsgerät RNS 510 zum nächsten Ziel schicken lässt, dabei vom Totwinkelassistenten unterstützt wird, unterhält das 600 Watt leistende Dynaudio-Soundsystem die Passagiere, die sich in üppig dimensionierten Leder-Alcantara-Sitzen rekeln. Im Gegensatz zu Golf & Co. muss die Audioanlage allerdings etwas lauter aufgedreht werden, um das deutlich vernehmbare Verbrennungsgeräusch zu übertönen. Topversion des VW Multivan soll 7,8 L/100 km verbrauchen Verglichen mit den alten Motoren säuseln die Vierzylinder jedoch geradezu. Dabei hat selbst das stärkste Triebwerk mit Biturbo-Aufladung gut zu tun, um mit seinem beeindruckenden Drehmoment von 400 Newtonmeter den Bulli in Schwung zu bringen. Schließlich muss er im Fall des Testwagens mit Rundum- Sorglos-Ausstattungspaket gegen rund 2,5 Tonnen Leergewicht ankämpfen. Dennoch sollen 100 km/h aus dem Stand in 11,4 Sekunden erreicht werden, was das Doppelkupplungsgetriebe mit gewohnt schnellen Schaltvorgängen unterstützt. VW verspricht, dass gegenüber dem alten, 174 PS starken Fünfzylinder mit Sechsstufenautomatik im Schnitt 1,9 Liter Diesel gespart werden - verbleiben also noch 7,8 L/100 km. Wer sich diesen Wert zum Ziel gesetzt hat, sollte folgende Maßnahmen ergreifen: Die Armlehnen der bequem gepolsterten Sitze herunterklappen, nicht weiter über die Bedeutung des Wortes Kickdown nachdenken, den Tempomat bei Richtgeschwindigkeit aktivieren und sich vom sanft federnden Fahrwerk, das den Aufbau leicht wiegend über Autobahnen gleiten lässt, anstecken lassen. Diese Übung beherrscht allerdings auch der kleinere, ebenfalls mit DSG bestellbare und rund 3.500 Euro günstigere TDI mit 140 PS sehr gut.

Der günstigste VW Multivan ist ab 29.950 Euro zu haben Hinter dem VW Multivan -Kapitän findet unterdessen vielleicht eine kleine Familienkonferenz statt, da die serienmäßigen Einzelsitze in der zweiten Reihen drehbar sind und sich wie die Rückbank verschieben lassen. Leichtes Ausbauen der Bestuhlung wurde von den Konstrukteuren dagegen nicht vorgesehen, dafür wiegen die Sitzmöbel schlicht zu viel. Doch eine Rolf-Benz-Couch lässt sich ja auch nicht von einer einzigen Person ins schicke Großstadt-Loft bugsieren. Dessen Äquivalent auf Rädern heißt Multivan Highline, und zwar nicht nur in Bezug auf die Ausstattung, sondern auch auf den Preis: 55.412 Euro werden für den starken 2.0 TDI mit DSG fällig, wobei man locker weitere 15.000 Euro in Sonderausstattungen investieren kann. Der günstigste Multivan steht mit 84-PS-TDI oder 115-PS-Benziner dagegen schon für 29.950 Euro in der Preisliste. Doch die karge Serienausstattung des Startline genannten Modells lassen sich heutzutage nicht einmal mehr verklärte Blumenkinder oder gestählte Sportler gefallen.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2009-10-28

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