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Testbericht

13. Juli 2007

"Nein, nein, dieses Auto wird nicht in Serie gebaut." Das ist die offizielle Sprachregelung in Wolfsburg zum wohl aufregendsten Golf aller Zeiten, dem GTI W12-650. Doch nach der ersten kleinen Probefahrt, die auto motor und sport exklusiv absolvieren durfte, drängt sich die Frage auf: Warum eigentlich soll von diesem Mega-Über-Hammer-Golf nicht eines Tages eine Kleinserie aufgelegt werden?

Schon allein deswegen, weil dann niemand in den Genuss käme, dem wundervollen Sound des kompakten Zwölfzylinders zu lauschen. Der Sechsliter-Motor in W-Bauweise mit doppelter Aufladung ist eine Leihgabe aus dem herrschaftlichen Bentley Continental. Im Golf zeigt dieses unkonventionelle Stück feinen Maschinenbaus, was wirklich in ihm steckt.

Der W12 beherrscht alle Tonlagen perfekt

Er beherrscht alle Tonlagen perfekt, vom autoritären, extra-bassigen Leerlaufgrummeln über schrillen Sopran beim blitzartigen Hochdrehen bis zu heiserem, durch die beiden Turbolader kaum gedämpftem Brüllen, wenn es in Richtung Höchstdrehzahl geht.

Eine Glasscheibe trennt den nunmehr zweisitzigen Fahrgastraum des Golf vom mittschiffs werkelnden Motor, der seine gewaltige Kraft - 650 PS und bis zu 750 Newtonmeter - an eine Sechsgang-Automatik weiterreicht. Unter der vorderen Haube finden nun ein 80-Liter-Benzinfass Platz sowie der Wasserkühler und zwei Batterien.

Bei 325 km/h soll im Golf W12 Schluss sein mit der Beschleunigungsorgie. "Dann wird abgeregelt", heißt es bei VW hinter vorgehaltener Hand. Wobei nicht ganz klar ist, ob dies scherzhaft gemeint ist.

Um 16 Zentimeter verbreiterte Kotflügel hinten schaffen Platz für Kingsize-Bereifung, hinten im 295er-Format. Die gewaltigen Lufteinlässe vor den Hinterrädern beliefern den Motor mit Atemluft.

1.670.000 GTI wurden verkauft

So aufgeregt sich der Golf nach außen hin gebärdet, so dezent benimmt er sich bei der Probefahrt: Die Sitzposition passt perfekt, die Bedienung gibt keine Rätsel auf, und die Lenkung arbeitet, wie sie sollte: zielgenau, rückmeldend und leichtgängig. Automatik-Wahlhebel auf "D", und der Golf fährt los, wie ein Golf eben losfährt, abgesehen vom höchst eindrucksvollen Sound. Doch wer das Gaspedal auch nur ein paar Millimeter durchdrückt, hat kaum noch Zweifel daran, dass der rund 1.700 Kilogramm schwere VW in atemberaubenden 3,7 Sekunden auf 100 km/h sprinten kann.

Angesichts der souveränen Vorstellung und der professionellen Machart dieser GTI-Studie kann man einfach nicht glauben, dass es wirklich bei dem Einzelstück bleiben soll.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2007-07-13

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