12neuwagen de12gebrauchtwagen de

Unsere Partnerseiten:

Testbericht

Christian Bangemann, 4. Februar 2008

Den größten Spaß macht dieser Golf an der Tankstelle. Richtig gelesen: Trotz gestiegener Dieselkosten bereitet der Weg zur Zapfsäule mit dem VW Golf Blue Motion schon fast eine diebische Freude. Wenn man es darauf anlegt, konsumiert die neue Sparversion minimale 4,7 L/100 km, was lediglich 111 g/km Kohlendioxid entspricht. Und selbst das Testmittel, in dem sich allerhand zackig gefahrene Autobahnkilometer wiederfinden, liegt bei erfreulich niedrigen 6,1 L/100 km. Der normale Golf TDI braucht immerhin 0,6 Liter mehr.

 

Neues Sparpaket für 325 Euro

Mit einem Preis von 22.750 Euro (Comfortline) liegt die 105 PS starke Blue Motion-Version über vielen kompakten Diesel der Konkurrenz. Dabei trägt das neue Sparpaket für 325 Euro nur einen kleinen Teil zum Preis bei, ist aber auch nicht gerade üppig geschnürt: 15 Millimeter tiefer gelegte Karosserie und weitgehend geschlossener Kühlergrill zur Verringerung des Luftwiderstands, stärker aufgepumpte Reifen mit geringerem Rollwiderstand, länger übersetzte Gänge (dritter bis fünfter) und eine Anzeige im Zentral-Display, die zum Rauf- oder Runterschalten auffordert - mehr ist nicht drin.

 

 

Hart aufgepumpte Reifen und eine Tieferlegung lassen Komfort-Einbußen erwarten. Sie sind in der Tat spürbar, aber erträglich. Beim Laufgeräusch des Pumpedüse-Diesels muss man schon eher Abstriche machen. Denn der Vierzylinder nagelt und brummt erheblich und bleibt akustisch immer präsent. Um das Drehzahlniveau und damit das Geräusch zu senken, hätte VW den Blue Motion-Golf auch mit Sechsganggetriebe ausstatten können, mit dem sich der normale TDI ordern lässt. Die Sechsgangbox gibt es jedoch nicht, denn dann wäre der Preis noch mal um 350 Euro gestiegen, ohne dass sich beim ECE-Verbrauch etwas zum Besseren geändert hätte.

Sparen ohne herben Verzicht

Im alltäglichen Umgang ist der Blue Motion nämlich ein ganz normaler Golf. Der Fahrer muss eben nicht spezielle Sparprogramme für das Getriebe und die Motorsteuerung aktivieren, wie es noch im seinerzeit ungeliebten Drei-Liter-Lupo der Fall war. Er wird höchstens feststellen, dass die Schaltempfehlungen der Bord-Elektronik überraschend früh kommen. Trotzdem gelingt Sparen bei diesem Golf ohne herben Verzicht. Denn die Komfort-Einbußen kann man leicht verschmerzen, wenn man gelegentlich an den nächsten Tankstellenbesuch denkt.

 

Weiterlesen
Testwertung
4.0 von 5

Quelle: auto-motor-und-sport, 2008-02-04

Getestete Modelle
Ähnliche Testberichte
Autoplenum
4.0 von 5

Autoplenum, 2019-01-19

VW Golf GTI TCR - Rennwagen-GeneVW Golf GTI TCR - Rennwagen-Gene
Mit dem Golf GTI TCR übersetzt Volkswagen seinen TCR-Rennwagen in eine Straßenversion.Ganzen Testbericht lesen
Autoplenum
4.0 von 5

Autoplenum, 2018-11-27

VW Golf McDrive Edition - Fastfood-Stromer für den guten ...VW Golf McDrive Edition - Fastfood-Stromer für den guten Zweck
Fastfood-Stromer für den guten Zweck VW Golf McDrive Edition Ganzen Testbericht lesen
auto-motor-und-sport
4.0 von 5

auto-motor-und-sport, 2018-10-26

Kompaktklasse gegen SUV: 6 Paarungen im KonzeptvergleichKompaktklasse gegen SUV: 6 Paarungen im Konzeptvergleich
Ganzen Testbericht lesen
auto-motor-und-sport
3.5 von 5

auto-motor-und-sport, 2018-10-07

Ford Focus gegen VW Golf: Reicht es endlich für den Sieg?Ford Focus gegen VW Golf: Reicht es endlich für den Sieg?
Ganzen Testbericht lesen
auto-motor-und-sport
4.0 von 5

auto-motor-und-sport, 2018-09-15

Kia Ceed gegen Astra und Golf: Kann sich der Korea-Kompak...Kia Ceed gegen Astra und Golf: Kann sich der Korea-Kompakte behaupten?
Ganzen Testbericht lesen