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Testbericht

25. Januar 2008

Der aufgeladene Benzinmotor erlebt zurzeit eine Renaissance. Aber dieses Mal geht es nicht allein um schiere Leistungsausbeute, sondern - ganz zeitgemäß - um günstigeren Kraftstoffverbrauch und geringere Abgasemissionen. Clou der aktuellen Bewegung: Die Aufladung geht mit einer Verkleinerung des Hubraums einher - auf Neudeutsch Downsizing.

Jetzt hat VW eine weitere TSI-Version nachgeschoben, sozusagen eine Spar-Variante mit gleichem Hubraum, aber nur einem kleinen Turbolader und 122 PS Leistung. Audi bietet diesen Direkteinspritzer ebenfalls an, als TFSI mit 125 PS. Das Testfeld der Zweitürer komplettiert der kleinste BMW, der 116i mit konventionellem 1,6-Liter-Saugmotor und 122 PS. Geht das Downsizing-Konzept von VW auch auf, wenn auf den Kompressor und eine Portion Nennleistung verzichtet wird?

Kein Turboloch zu spüren

Aber ja, und zwar in sehr überzeugender Weise. Zwischen 1.500 und 4.000 Kurbelwellenumdrehungen weist die Drehmomentkurve ein Hochplateau mit dem Maximalwert von 200 Newtonmetern aus - das macht nicht nur auf dem Papier was her, sondern prägt auch den Leistungseindruck. Weil zudem selbst im unteren Drehzahlbereich kein Turboloch zu spüren ist und Gaspedalbefehle fast immer spontan in Vortrieb umgesetzt werden, stellt sich rasch Fahrfreude ein.

Im Audi klingt der Motor wegen lauterer Ansauggeräusche kerniger und sportlicher, was wohl durchaus beabsichtigt ist. Auch die Fahrleistungen stellen den beiden Konzernbrüdern ein gutes Zeugnis aus: In Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit ergeben sich nur marginale Unterschiede, bei der Elastizität zieht der Golf auch dank seinem um rund 60 Kilogramm geringeren Gewicht leicht davon.

Und wo bleibt der BMW?

Er hat zwar in der Spitzengeschwindigkeit die Nase ganz knapp vorn, folgt aber in allen anderen Disziplinen deutlich abgeschlagen. Im sechsten Gang braucht er zwölf Sekunden länger als der VW, um von 80 km/h auf Tempo 120 zu ziehen.160 Newtonmeter bei hohen 4.250 Touren lassen schon vermuten, dass die BMW-Maschine sich im Drehzahlkeller ziemlich abmühen muss.

Dass sie aber im Vergleich zu den beiden Turbomotoren so müde wirkt, nur zäh aufs Gas reagiert und unwillig hohe Drehzahlen erklimmt, die man für zügiges Fortkommen dringend braucht, bringt den 1er deutlich ins Hintertreffen. Der Golf gewinnt diesen Vergleich, weil er günstig, sparsam und noch ausgewogener als der straffe A3 ist. Der 116i hingegen verliert.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2008-01-25

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