12reifen de12neuwagen de12gebrauchtwagen de

Unsere Partnerseiten:

Testbericht

11. Dezember 2007

Mit dem Skoda Octavia und dem Volvo V50 treten zwei Kombis zum Vergleich an. Besonders interessant wird das Duell, da der Octavia die Familienpackung für preisbewusste Lademeister darstellt, während der V50 mehr auf Lifestyle macht. Schon die erste Sitzprobe fördert Unterschiede zutage: Der Volvo strahlt mit seinen klaren Linien, reduzierter Instrumentierung und der frei schwebenden Mittelkonsole die zeitlose Moderne eines Apple iPod aus, wohingegen das kleinteilig-verschachtelte Skoda-Cockpit eher an ein Telefunken-Kofferradio erinnert.

Der 4,57 Meter lange Skoda überrascht hingegen mit einem weitaus größeren Raumvorteil, als es das Plus von fünf Zentimeter Außenlänge vermuten ließe. Vor allem hinten spielt der Golf im Schafspelz bei Einstieg, Kopf- und Beinfreiheit schon in der Mittelklasse, während der V50 seine Kompaktklasse-Abstammung nicht leugnen kann. Erwachsene fühlen sich auf seinen Rücksitzen bei längeren Ausflügen so unwohl wie Fußballprofis auf der Ersatzbank.

Der Skoda schluckt mehr

Ähnliches Bild auch beim Kofferraum-Volumen: Ist das Gepäckabteil im Volvo bereits mit 417 Litern voll, schluckt der Skoda über 160 Liter mehr. Wer die Größe eines Fahrzeuges hingegen nicht nur in Zentimetern, sondern nach Komfortkriterien misst, registriert die geschmeidig ansprechende Federung im Volvo, die auch dank der schmächtigen 15-Zoll-Serienbereifung Gullydeckel und Fahrbahnverwerfungen geschickter nivelliert als der steifbeinige Skoda mit seinen 16-Zöllern.

Auch die Vordersitze sind im Octavia straffer gepolstert und auf Dauer nicht so heimelig-bequem wie beim Volvo, ohne dass sie dadurch mehr Seitenhalt bieten würden. Erkauft wird das von der Straße stärker abgekoppelte Fahrgefühl im V50 allerdings mit ausgeprägten Karosseriebewegungen in schnellen Kurven und einer leichten Stuckerneigung der Vorderachse.

Volvo-Motor fühlt sich schlapper an

Das Wohlbehagen wird jedoch vom unkultivierten 1,9-Liter-TDI mit Pumpe-Düse-Einspritzung getrübt, der je nach Temperatur und Drehzahl entweder nagelt, brummt oder dröhnt. Der hubraumschwächere Selbstzünder im Volvo geht in allen Lebenslagen kultivierter zur Sache und tritt auf der Autobahn akustisch gänzlich in den Hintergrund. Doch trotz nominell vier PS mehr und nahezu Gleichstand beim Drehmoment fühlt sich der 1,6-Liter schlapper an.

Vor allem verlangt der Skoda-Händler mit 24.390 Euro fast 3.700 Euro weniger als sein Volvo-Kollege, obwohl der Octavia Elegance gegenüber dem V50 Momentum (CD-Radio, Klimaautomatik, Tempomat, Regensensor) noch 16-Zoll-Alufelgen, Sitzheizung und hintere Parkpiepser drauflegt.

Weiterlesen

Quelle: auto-motor-und-sport, 2007-12-11

Getestete Modelle
Ähnliche Testberichte
spot-press
4.0 von 5

spot-press, 2017-08-21

Skoda Octavia 1.5 TSI - Mit Zylinderabschaltung Skoda Octavia 1.5 TSI  - Mit Zylinderabschaltung
Mit Zylinderabschaltung Skoda Octavia 1.5 TSI Ganzen Testbericht lesen
spot-press

spot-press, 2017-08-08

Skoda- und Seat-Umweltprämie - Alle ziehen mit Skoda- und Seat-Umweltprämie  - Alle ziehen mit
Alle ziehen mit Skoda- und Seat-Umweltprämie Ganzen Testbericht lesen
press-inform
4.0 von 5

press-inform, 2017-06-08

Skoda Octavia RS 245 - FamiliensportlerSkoda Octavia RS 245 - Familiensportler
Die beiden Buchstaben R und S stehen bei Skoda nicht nur für einen knackige Familiensportler, sondern auch für satten...Ganzen Testbericht lesen
spot-press
4.0 von 5

spot-press, 2017-06-07

Fahrbericht: Skoda Octavia RS 245 - NachgeschärftFahrbericht: Skoda Octavia RS 245  - Nachgeschärft
Nachgeschärft Fahrbericht: Skoda Octavia RS 245 Ganzen Testbericht lesen
press-inform
4.5 von 5

press-inform, 2017-04-11

Skoda Octavia RS 2.0 TSI - Eiliger VaterSkoda Octavia RS 2.0 TSI - Eiliger Vater
In den deutschen Wohnzimmern herrscht wieder seliger Frieden. Skoda zeigt mit dem Octavia RS, dass Familienkombis auc...Ganzen Testbericht lesen