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Testbericht

29. Mai 2007

Schnell irgendwo rein und genauso schnell wieder raus - diesseits der Stadtgrenzen ist das zweifelsohne ein großes Kleinwagen-Vergnügen und ein ganz entscheidender Vorteil gegenüber Kingsize-Autos. Aber das Anforderungsprofil verlangt heute weit mehr von modernen Cityflitzern, wie sie gerne bezeichnet werden.

Sicher sollen sie sein und komfortabel für Kind und Kegel. Ausreichend Platz für die Trophäen des Stadtbummels? Sowieso. Und ein bisschen Stil und Pfiff wäre auch nicht schlecht. Dabei muss es nicht immer das klassische Rezept für Kleinwagen mit Frontmotor, Vorderradantrieb und vier Sitzen sein, wie es Sir Alec Issigonis vor mehr als einem halben Jahrhundert mit dem Ur-Mini entworfen hat.

Bestes Beispiel dafür ist der Smart Fortwo, der schon in der zweiten Generation mit Heckmotor, Zweisitzigkeit und radikaler Kürze auf die Herausforderungen des Stadtverkehrs reagiert. Auch Peugeot erweitert mit dem Schiebetürenauto 1007 die Kleinwagenschule um eine neue Spielart, während sich Toyota Aygo und Fiat Panda dem klassischen Baumuster verpflichtet fühlen.

Einstieg unter 10.000 Euro

Dass das alte Rezept nichts an Reiz eingebüßt hat, beweist vor allem Daihatsu mit dem Trevis für 9.990 Euro, der dem Mini noch dazu wie aus dem Gesicht geschnitten wirkt. Damals wie heute verblüfft das Konzept mit sehr guter Übersichtlichkeit und einem beeindruckenden Raumgefühl. Zwischen den weit in die Ecken gestellten Rädern bietet der Trevis erstaunlich viel Platz. Der Eindruck verstärkt sich zusätzlich durch die steil stehende Windschutzscheibe. Erst wenn ein Beifahrer zusteigt, wird deutlich, was ein Blick ins Datenblatt von vornherein verraten hätte: Mit 1,48 Meter Breite außen beziehungsweise 1,22 Meter innen ist der Trevis der schmalste aller fünf Kandidaten im Test.

Der Einstieg in den Panda ist schon für 9.190 Euro zu haben. Damit ist er 160 Euro günstiger als die Basisversion des Aygo und sogar 300 Euro als die des Smart Fortwo. Mag man über die nüchterne Zweckform des Panda streiten, sie ist - wie es der Name schon sagt - zweckmäßig. Der Fahrer hat von seinem Platz aus alles prima im Blick. Vor allem der Heckbereich ist gut einzusehen, und wer die 1,90-Meter-Marke übertrifft, kann sogar noch die Motorhaube überblicken - zusammen mit der City-Funktion, die die Lenkung beim Rangieren noch einen Tick leichtgängiger macht, ein optimales Paket für die Parkplatz-Jagd.

Smart und Peugeot mit Schwächen

Übertroffen wird er in den Abmessungen nur vom 14.500 Euro teuren Peugeot 1007. 3,73 Meter Länge, 1,69 Meter Breite und 1,62 Meter Höhe stellen die Superlative unter den Probanden dar. Gleichzeitig ist er aber auch das unangefochtene Schwergewicht (1.215 kg) der fünf Knirpse. Abzüge gibt es für die schlechteste Übersichtlichkeit. Außerdem lässt der große Wendekreis Parkversuche früh scheitern.

Variabilität ist ein Thema, das im Smart bauartbedingt eher eine untergeordnete Rolle spielt. Aber in engen Straßen und Gassen glänzt der Zweisitzer mit hervorragender Rundumsicht durch große Scheiben und ausgesprochener Wendigkeit. Gemeinsam mit dem Aygo verfügt der Fortwo über den kleinsten Wendekreis, büßt allerdings ein Stück Agilität durch seine wenig präzise Servolenkung ein. Anlass zu Kritik gibt darüber hinaus das automatisierte Schaltgetriebe.

Und das Fazit des Vergleichs? Gute Großstadteigenschaften legen alle fünf Probanden an den Tag. Den Punkten nach verweist der Fiat Panda den Daihatsu Trevis und den Peugeot 1007 auf die Plätze. Es folgen der Smart Fortwo und mit deutlichem Abstand der Aygo - klein allein reicht eben nicht. Den Allroundqualitäten des Panda kann der Toyota nicht das Wasser reichen.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2007-05-29

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