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Testbericht

1. Juli 2015
Wie gut, dass die Schlüssel unserer Testwagen zumeist einen kleinen Anhänger tragen, auf dem das jeweilige Kennzeichen steht. In diesem Vergleich käme es ansonsten zu leichter Verwirrung, denn die Funkschlüssel von Dacia Sandero und Smart Forfour sehen auf den ersten Blick identisch aus. Sind sich die beiden Kleinwagen also ähnlicher, als es ihr Preis vermuten lässt? Immerhin trennen sie knapp 3.800 Euro im Grundpreis.

Smart Forfour und Dacia Sandero leisten 90PS
Technisch gesehen sind der Rumäne und der Deutsche verwandt, beide tragen Renault-Technik in sich. Während der Sandero auf dem Clio basiert, teilt sich der Smart Forfour viele Komponenten mit dem Twingo. Zwei Namen – gleicher Inhalt. Beim Motor bedienen sich die beiden Testkandidaten sogar aus dem gleichen Regal. Hinter der Bezeichnung TCe 90 beim Dacia Sandero und 0.9 beim Smart verbirgt sich ein aufgeladener Dreizylinder mit 90PS. Gleichstand also bei den Fahrleistungen? Nicht ganz.Zwar erreichen beide ihr maximales Drehmoment von 135 Newtonmetern bei 2.500 Umdrehungen pro Minute, der Dacia ruft seine Höchstleistung aber schon minimal früher, bei 5.250/min, ab. Sowohl beim Sprintduell von 0 auf 100km/h als auch bei Zwischenbeschleunigung und Höchstgeschwindigkeit hat er damit leicht die Nase vorn. Doch Messwerte sind nicht alles und decken sich nicht immer mit dem persönlichen Fahreindruck.

Sicher unterwegs in beiden Autos
So bleibt auch der Sandero in puncto Handling und Leistungsentfaltung einen Tick hinter dem Smart Forfour zurück. Der wirkt agiler und lenkt im Test spontaner ein, obwohl die leichtgängige Lenkung mehr Rückmeldung geben könnte. Nicht unbeteiligt am Fahrspaß im Smart ist sicherlich der begeisternd kleine Wendekreis von nicht einmal neun Metern. Sicher unterwegs sind sie beide. Das ESP ist nicht abschaltbar, greift herb und im Zweifel eher zu stark ein. Durch sein unpräzises Einlenkverhalten und das weiche Fahrwerk, das deutlich mehr Seitenneigung zulässt, verliert der Sandero im Kapitel Fahrsicherheit dennoch einen Punkt auf den Smart Forfour. Knapper ist das Ergebnis beim Testverbrauch. Unterschiedliches Gewicht und eigenständige Motorsteuerung machen 0,1 l/100 km zugunsten des Smart aus.

Smart Forfour bietet nur 185 Liter Stauraum
Da nun aber Kleinwagen nicht in erster Linie absoluten Fahrspaß, sondern auch einen praktischen Nutzen erfüllen sollen, lohnt ein Blick auf das Fahrzeugkonzept. Hier unterscheiden sich die beiden in so ziemlich allem, was den Ingenieuren einfallen konnte. Der Dacia Sandero setzt auf klassischen Frontmotor sowie -antrieb und bietet viel Raum. Bis zu fünf Passagiere finden in dem Viertürer Platz, der Kofferraum lässt sich von 320 Litern Ladevolumen auf bis zu 1.200 Liter erweitern.Beim Smart Forfour dagegen muss sich der Gepäckraum den Platz im Heck mit dem Motor teilen, so bleiben nur 185 Liter Stauraum übrig. Toll: die niedrige Ladekante. Der größere Trumpf aber sind die kompakten Außenmaße. So misst der Smart keine dreieinhalb Meter in der Länge – über einen halben Meter weniger als der Dacia. Schmaler ist er zudem und gewinnt damit Sympathien bei der Parkplatzsuche. Allerdings bleibt im Fond nur Platz für zwei schmale und dünn gepolsterte Einzelsitze. Erwachsene sitzen im Smart Forfour zwar mit genügend Kopffreiheit, auf weiten Strecken aber nur mäßig bequem. Angenehmer ist da schon das Verladen von sperrigem Gepäck. Die Türen öffnen weit, die Sitzflächen und -lehnen lassen sich leicht und individuell umlegen. Viele gute Ideen auf wenig Raum – top.

Unterschiedlich und doch ganz ähnlich
Reicht das, um den Preisunterschied auszugleichen? Durchaus, zwar kosten beim Smart Forfour Nebelscheinwerfer, Radio und elektrisch verstellbare Außenspiegel Aufpreis, die beim Dacia in der Lauréate-Ausstattung Serie sind. Umgekehrt gehören beim Forfour schon als Passion Leichtmetallfelgen und Tempomat dazu. Die kosteten beim Sandero bisher extra.Seit April gibt es die neue, umfangreicher ausgestattete Top-Variante Celebration, die jedoch 800 Euro teurer ist. Der Smart Forfour punktet mit zahlreichen Individualisierungsmöglichkeiten, allein den möglichen Farbkombinationen von In- und Exterieur widmet der Katalog einige Seiten.Auch bei Sicherheits- und Komfortausstattung wie Knieairbag, Assistenzsystemen, Klimaautomatik und Sprachsteuerung hat er mehr zu bieten. Allerdings navigiert in beiden die gleiche Navi-Software, und manche Knöpfe kommen einem aus dem jeweils anderen bekannt vor. Wie unterschiedlich und gleichzeitig ähnlich zwei Autos doch sein können – beim Schlüssel fängt es an.
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Testwertung
4.0 von 5

Quelle: auto-motor-und-sport, 2015-07-01

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