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Testbericht

29. Juni 2015
Das ist der Superb, auf den es wirklich ankommt. Denn mit der Bestellung einer Superb Limousine gelang es, selbst routinierte Händler in Verwunderung zu versetzen. Deutlich über 90 Prozent aller Superb sind bei uns Kombis, woran sich wohl schon deswegen nichts ändern wird, weil es schon bisher keinen objektiven Grund gab, einen zu kaufen.Den weiterhin nicht gibt, da schon die Limousine maximal 1.760 Liter Gepäck durch die große Klappe in ihr Stufenheck wegsteckt – ein VW Passat schafft als Variant nur 20 Liter mehr. Der Superb Combi packt da noch mal 170 Liter drauf, auf die es die Kunden aber wohl weniger abgesehen haben als auf die doch erheblich größere Eleganz des Kombiwagens.Der kostet 1.000 Euro mehr als die Limousine. Entsprechend beginnt die Preisliste bei 25.590 Euro für den 1.4 TSI mit 125PS. Darüber rangieren der 1400er mit 150PS und Zylinderabschaltung (26.790 Euro) und der 220PS starke Zweiliter-Turbobenziner für 34.990 Euro. Mit dem 1,6-Liter-TDI (120PS) beginnt die Diesel-Palette bei 27.490 Euro, der Zweiliter-TDI kostet mit 150PS dann 29.190 Euro, mit 190PS sind es 33.290 Euro. Für den Zweiliter kostet DSG 2.000 Euro extra, nur den stärksten Diesel gibt es auch mit Allrad, macht dann noch mal 2.000 Euro (nur mit DSG).

Skoda Superb Combi mit reichhaltiger Ausstattung erstaunlich preiswert
Wir stehen nun am potenziellen Bestseller, dem 2.0 TDI mit 150PS in der Style-Ausstattung. Er kostet 34.450 Euro, was teuer klingt, aber wegen der reichhaltigen Ausstattung doch erstaunlich preiswert ist, vergleicht man ihn mit seinen Konkurrenten. Bevor wir nun ergründen, wie wenig das große Heck das Fahrverhalten des Superb ändert, wedeln wir erst mal mit dem Fuß hinter der Heckklappe. Mit dem schlüssellosen Zugangssystem und für 590 Euro extra öffnet sich die Heckklappe elektrisch, also eigentlich. Und nach einigen Versuchen – kurz bevor du dich doof fühlst, da hinten an einem Auto herumzufüßeln - auch tatsächlich. Dahinter erstreckt sich eine Kofferraumprairie, schon unter das automatisch zurückzuckende Abdeckrollo passen 660 Liter (Limousine 625 Liter). An zwei Hebeln ziehen – und die federvorgespannten Rücksitzlehnen werfen sich auf die Sitzfläche, wobei die Ladefläche dann nicht ganz eben ist. Das Abdeckrollo lässt sich unter der Zwischenetage des variablen Ladebodens (220 Euro) lagern. Taschenhaken gibt es noch, dazu die herausnehmbare Leuchte, alles nicht wirklich neu, aber deswegen ja nicht weniger praktisch.Optional lässt sich der Beifahrersitz noch umklappen, um das Ladevolumen zu enormisieren. Sind die Vordersitze elektrisch verstellbar, lässt sich der Beifahrersitz zudem vom Fond aus nach vorn verrücken. Das gibt es schon bei der Limousine, kostet 60 Euro. Doch so richtig mag man nicht verstehen, wie es je passieren könnte, dass der Knieraum da hinten nicht ausreicht. Am verschwenderischen Raumangebot hat sich im Vergleich zur Limousine natürlich auch nichts geändert. Es liegt weit jenseits etwa eines Audi A8, dazu ist der Kombi nun da hinten sieben Zentimeter breiter als der Vorgänger. So kommen nun auch drei Passagiere bequem unter. Und das Raumgefühl profitiert im Vergleich zur Limousine zudem von der geraden Dachlinie.

Mehr Motor als den Zweiliter-TDI braucht es nicht
Vorn dagegen ist es dann erstaunlich unerstaunlich. Schaust du nicht gerade in den Innenspiegel und siehst da hinten am Horizont Licht am Ende des Kofferraums, merkst du fast nicht, dass es der Combi ist. Fast? Ja, aber klären wir zuerst kurz, was wirklich ganz gleich ist. Der Zweiliter-Turbodiesel durchschwächelt eine kleine Phase bis rund 1.500/min, zieht dann homogen, ab 2.000 Touren sogar vehement. Nein, mehr Motor braucht es nicht, auch wegen der hohen Effizienz bei Laufkultur und Verbrauch. Mit 6,5 l/100 km laut Bordcomputer bist du schon vorn mit dabei auf der Autobahn.Auf der Landstraße sortiert er sich dagegen bei den Besonnenen ein, mit sehr sicherem, aber doch unambitionierten Handling, an dem auch die Sport-Kennlinien für Dämpfer, Motor und Lenkung nichts ändern. Der Lenkung selbst fehlt es ein wenig an Präzision und Direktheit, das heißt, es fehlt ihr nur daran, wenn man beides in einem BMW-ähnlichem Maß von einem Superb erwartet. So, nun kommen wir noch zu dem, was anders ist: Das Fahrwerk wirkt straffer, und im Comfort-Modus der Dämpfer lässt der Combi das Nachschwingen auf langen Wellen und Wanken sein, das von Passagiere in der Limousine eine gewisse Seefestigkeit verlangt.Womit wir nun doch noch einen Grund gefunden hätten, warum es sich lohnt, den Combi zu nehmen. Andererseits sind wir uns - zu über 90 Prozent zumindest - sicher, dass Sie das eh getan hätten.
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Testwertung
4.0 von 5

Quelle: auto-motor-und-sport, 2015-06-29

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