12neuwagen de12gebrauchtwagen de

Unsere Partnerseiten:

Testbericht

12. Juli 2010

Wir wollen keine neuen Kunden, wir wollen unsere alten wiederhaben." Das ist der Taufspruch, den Victor Muller, Chef von Spyker und seit dem 26. Februar 2010 oberster Lenker von Saab, dem neuen 9-5 mit auf den Weg gibt. Denn das alte Modell hatte nach 13 Produktionsjahren viele potenzielle Saab-Käufer vertrieben, vornehmlich zu Audi. Um zu überleben, muss Saab sie so schnell wie möglich zurückgewinnen.

Saab 9-5 überragt die Konkurrenz in der Länge um rund zehn Zentimeter Der Saab 9-5 versucht dies zunächst mit schierer Größe, denn ihre Konkurrenz überragt die Oberklasse-Limousine in der Länge um rund zehn Zentimeter, so als suche sie den Anschluss an die Luxusklasse. Vor allem die Fondpassagiere dürfen sich darüber freuen, denn die Beinfreiheit in Reihe zwei ist ausgezeichnet, und die gut ausgeformte Rückbank nimmt langen Strecken jede Mühsal. Aber auch Fahrer und Beifahrer sitzen alles andere als beengt, selbst wenn sie eine nordeuropäische Statur aufweisen. Weil Saab gern als besonders sportlich wahrgenommen werden möchte, sind die Sitze straff gepolstert. Gemeinsam mit dem ebenfalls etwas unnachgiebig ausgelegten Standard-Fahrwerk lässt der Komfort daher zu wünschen übrig. Unbefriedigend ist auch die um die Mittellage gefühllose Lenkung, die nicht zum Saab-Anspruch passt. Glücklicherweise kann man gegen 1.490 Euro Abhilfe schaffen. Drive Sense heißen die Zauberworte und sind die Bezeichnung für das adaptive Fahrwerk, das nicht nur einstellbare Dämpfer umfasst, sondern auch Hardware-Änderungen an beiden Achsen. Mit dem Drive Sense federt der 9-5 plötzlich viel geschmeidiger - selbst in Stellung Sport - und lenkt wesentlich zielgenauer. Diese Option sollte man also mitbestellen; sie wird für alle Motor-Varianten angeboten. Der Saab 9-5 mit Basisdiesel kostet 35.900 Euro Zur ersten Ausfahrt stand der 160 PS starke Basisdiesel für 35.900 Euro mit optionaler Sechsstufen-Automatik (2.200 Euro) zur Verfügung, dem mit nur 139 g CO2/km die Rolle der Öko-Variante zukommt. Freudlos tritt er mit 350 Nm Drehmoment trotz rund 1,7 Tonnen Leergewicht jedoch nicht auf. Er schiebt den großen Wagen munter voran und knurrt unter Last angriffslustig vor sich hin, das Geräuschniveau bleibt aber im Oberklasse-Rahmen. Hier hinein passen auch die weich schaltende Automatik und die gelungene Verarbeitung. Ehemalige Saab-Fahrer sollten also gelegentlich beim Händler vorbeischauen, denn es lohnt sich wieder - aber das gilt natürlich nicht nur für Fans der Marke aus Trollhättan.

Weiterlesen

Quelle: auto-motor-und-sport, 2010-07-12

Getestete Modelle
Ähnliche Testberichte
auto-motor-und-sport
4.0 von 5

auto-motor-und-sport, 2014-12-08

Saab 9-5 2.3t Kombi Kauftipp: Sportkombi von SaabSaab 9-5 2.3t Kombi Kauftipp: Sportkombi von Saab
Der schwedische Lifestyle-Kombi 9-5 überzeugt weniger durch Laderaum, doch er kombiniert zwe...Ganzen Testbericht lesen
auto-reporter.net

auto-reporter.net, 2014-01-13

Saab 9-5 mutiert zum E-Mobil Shenbao DSaab 9-5 mutiert zum E-Mobil Shenbao D
Der chinesische Auto-Hersteller BAIC hat jetzt ein Elektrofahrzeug vorgestellt, das auf dem Saab 9-5 basiert und im ...Ganzen Testbericht lesen
Autoplenum

Autoplenum, 2011-06-09

Saab 9-5 Kombi und 9-4X - Die Schweden spielen die Preisk...Saab 9-5 Kombi und 9-4X - Die Schweden spielen die Preiskarte
Die Schweden spielen die Preiskarte Saab 9-5 Kombi und 9-4X Ganzen Testbericht lesen
automobilmagazin

automobilmagazin, 2011-05-11

Saab 9-5 2.0 Turbo XWD Aero Test: Saab 9-5 2.0 Turbo XWD Aero Test:
Saab 9-5 2.0 Turbo XWD Aero Test: Ganzen Testbericht lesen
auto-news
4.0 von 5

auto-news, 2011-03-02

Saab 9-5 2.8T V6 Aero XWD im Test: Schicker HoffnungsträgerSaab 9-5 2.8T V6 Aero XWD im Test: Schicker Hoffnungsträger
Schafft Saab mit dem neuen 9-5 die Wende?Ganzen Testbericht lesen