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Testbericht

12. Mai 2013
Es wäre schlicht nicht angemessen das Interieur des Rolls Royce Ghost nach den von uns gewählten Kriterien für einen Innenraumcheck (Sitzkomfort, Verarbeitung, Raumangebot etc.) zu beschreiben oder zu bewerten. Der Rolls Royce wird für eben jene gebaut, die höchsten Wert auf Perfektion legen, sich nur mit dem Besten zufriedengeben. Leute, die bereit sind, viel Luxus mit viel Geld zu erkaufen. Alle anderen versetzt der Ghost vielleicht nicht unbedingt ins Schwärmen, aber zumindest ins Staunen. Rolls Royce Ghost - Überfluss im Detail Zwei Dinge können bei unserer ersten Begegnung mit dem Rolls Royce Ghost nicht mehr überraschen: die beiden Regenschirme in den vorderen Türen und die entgegengesetzt zur Fahrtrichtung öffnenden Portale zum Fond. Sie schwingen um 89 Grad nach außen und geben eine riesige Einstiegsöffnung frei. Wir tauchen ein und pflanzen unsere Hintern auf das extrem mückensticharme Leder von besonders großen alpenländischen Kühen, legen unsere Füße auf extrem weichen Teppichen ab. Los geht es mit der Endeckungsreise nach ungeahntem Luxus, technischen Rafinessen und optischen Highlights. Überraschung eins: die beiden Fondtüren, die sich von außen noch leicht öffnen ließen, sind von der Rückbank nur schwer wieder zu schließen. Abhilfe schafft ein kleiner Schalter am Rahmen des dritten Seitenfensterns. Drückt man ihn, saugt sich die entsprechende Tür schmatzend ins Schloss. Ein nettes kleines Gimmick, das angesichts der unkonventionellen Türkonstruktion aber durchaus sinnvoll ist. Überraschung 2: Nein, nicht die riesigen Infotainmentbildschirme, die sich über einen iDrive-ähnlichen Controller in der Mittelarmlehne von beiden Fondpassagieren seperat steuern lassen. Nein, auch nicht die pompöse Klimasteuerung. Es sind die Zigarettenanzünder, 2 an der Zahl, direkt nebeneinander angeordnet - eben für jeden einen. Schon irgendwie überflüssig, oder? Egal, ein Leben im Überfluss steckt eben auch im Detail. Detailreiches Handbuch im Infotainmentsystem Platzwechsel. Auch die erste Reihe hat schließlich noch die ein oder andere Überraschung zu bieten. Zum Beispiel, dass sich trotz des superfeinen Leders, den superedlen Klavierlack-Blenden und Chromapplikationen sowie den massiven Drehreglern der Klima- und Infotainmentsteuerung ein Schalter so gar nicht nach "Super-Premium" anfühlt: der Lautstärkeregler. Er schwimmt in seiner Fassung, leitet aber auch gleich ein kleines Ablenkungsmanöver ein als er auf Druck eine Blende vor das 10 Zoll große Infotainmentdisplay schiebt und bei erneuter Betätigung wieder öffnet. Und spätestens beim Eintauchen der linken Hand in das Ablagefach und der darauf reagierenden Ambientebeleuchtung weicht der klitzekleinen Enttäuschung wieder das Gefühl in einem echten Luxusauto zu sitzen. Apropos sitzen. Natürlich fällt die vordere Bestuhlung ebenso prächtig aus wie die in der zweiten Reihe. Schließlich wird der Rolls Royce nicht nur von Menschen mit privatem Chauffeur, sondern auch von Selbstfahrern gekauft. Und die können sich, sollten angesichts der schier unendlichen Elektronik-Funktionen ein mal Fragen aufkommen, über das virtuelle Handbuch im Infotainementsystem genauestens informieren - bebildert und höchst detailreich. Bleibt nur noch die Frage: Was kostet der Spaß eigentlich? Nun, eine viertel Million Euro sollte man für derartigen Luxus schon auf der hohen Kante haben. Dafür fährt man dann auch einen mächtigen Zwölfzylinder spazieren - und wie der sich anfühlt, klärt in Kürze der auto motor und sport-Test. Den kompletten Luxus im Innenraum des Rolls Royce Ghost haben wir in einer großen Fotoshow eingefangen. Durchklicken!
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Quelle: auto-motor-und-sport, 2013-05-12

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