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Testbericht

20. Mai 2009

Das digitale Instrumentenboard rausschmeißen? Na, das wäre ja, als ob Monsieur Sarkozy im Ballonseidenanzug beim Büdchen Bier holen würde. Also bleibt es im Cockpit des Renault Grand Scénic beim grafischen Mix, nun allerdings in hochauflösender Bildqualität (TFT-Monitor) samt wählbaren Darstellungen. Gralshüter klassisch runder Uhren rollen mit den Augen, Frankophile lächeln versonnen. Zumal auch der Rest der Inneneinrichtung französischen Chic bewahrt.

Weg vom Kunststoff-Charme des ersten Scénic Angereichert mit aktuellen Renault -Markenzeichen wie den Bedieninseln für Klimaanlage und Navigation sowie hochwertigen Oberflächen, erfüllt das Interieur durchaus gehobene Ansprüche - meilenweit entfernt vom groben Kunststoff-Charme der ersten Scénic-Generation und noch einen Tick feiner als beim direkten Vorgänger. Von diesem unterscheidet sich der wie gehabt als Fünf- und Siebensitzer erhältliche Neue nicht nur durch moderates Wachstum (sieben Zentimeter mehr Außenlänge), sondern auch durch einen Tick mehr Luft im Innenraum. Überdies bieten die drei zusammenfalt-, verschieb- und verstellbaren Einzelsitze in Reihe zwei trotz schmalem Schnitt genug Komfort für längere Trips. Ganz hinten (dritte Reihe gegen 700 Euro Aufpreis) geht es wie üblich spartanischer zu, für mittellange Ausflüge von Menschen bis 1,75 Meter Größe genügen die beiden Faltsitze dennoch. Mehr als genügend: das Ladevolumen Je nach Bestuhlung (die drei rund 16 Kilogramm schweren Einzelsitze lassen sich mit etwas Körpereinsatz herausnehmen) stehen beim Fünfsitzer bis zu 2.083 Liter zur Verfügung, verbunden mit einer maximalen Ladelänge von 2,76 Metern. Neben kompletten Baumarkt-Beuten bietet der Grand Scénic auch dem täglichen Malheuer Unterschlupf: Dinge verstecken und vergessen in den Bodenstaufächern. Praxistauglicher zeigen sich allerdings die zahlreichen Ablagen und das Maxi-Handschuhfach (elf Liter).

Grand Scénic Dynamique mit umfangreicher Ausstattung Ab der Ausstattung Dynamique - bei den stärkeren Motoren Standard - kommt ein so genanntes Vario-Modul hinzu, ein zwischen erster und zweiter Reihe verschiebbarer Staufach-Container. Apropos Ausstattung: Ohne Stereo- und Klimaanlage, elektrische Parkbremse sowie sechs Airbags verlässt kein Grand Scénic das Werk im französischen Douai, ab 130 PS kommen Parkhilfe, 17- Zöller und Tempomat dazu. Alles verstaut? Dann darf der Fahrer seinen neuen Arbeitsplatz entdecken, den die Renault-Ergonomen mittels veränderter Positionen von Sitz, Pedalen und Lenkrad auf Zack brachten. Vorbei die Zeit des Bus-Gefühls, der Neue schielt Richtung Mégane. Der schlechten Übersicht nach schräg vorn kam man mit schlankeren A-Säulen bei, der mangelnden Lenkpräzision mit einem stärkeren Servomotor plus neuem Steuergerät und schnellerem Drehmomentsensor. Wie beim Mégane ist zwar der Fortschritt spürbar, aber auch der Abstand zu den Besten im Feld. Kaum Nachholbedarf beim Federungskomfort Der Neue - immer noch mit einer kostengünstigen und platzsparenden, jetzt steifer ausgelegten Verbundlenker-Hinterachse - setzt die Tradition sanften Anfederns und Abrollens fort, reagiert aber eine Spur verbindlicher, rückmeldungsfreudiger. Auch wenn es nicht zum messerscharfen Ideallinien-Scanner langt: Der wankige Eindruck ist passé. Wozu auch der neue, steife Tragrahmen beitragen dürfte, der die Vorderachse mit der Karosserie verbindet. Nebenbei entkoppelt dieser Rahmen auch den Motor akustisch effektiver, was wiederum den Antriebskomfort erhöht.

Top-Diesel mit 160 PS überzeugt So überzeugt der zwei Liter große Top-Diesel mit 160 PS durch gediegene Laufkultur und homogene Kraftentfaltung. Der 106 PS starke 1,5-Liter-dCi wird sich jedenfalls mehr strecken müssen, um den 1,5-Tonner in Schwung zu halten. Vielleicht hat er es ab Ende 2009 etwas leichter, dann ist er optional mit Doppelkupplungsgetriebe zu haben.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2009-05-20

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