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Testbericht

5. Mai 2010

Als Porsche seine Fans vor acht Jahren das erste Mal mit dem Cayenne konfrontierte, dominierte eine große Sorge: Ist der denn wirklich sportlich genug? Bis zum Debüt der zweiten Generation veränderte sich die Fragestellung deutlich: Ist er denn nun wirklich effizient genug?

Der Porsche Cayenne Hybrid umweltfreundlicher denn je Im Zuge der Klimadiskussion sollte der Porsche Cayenne Hybrid sogar als Symbol für schmelzende Polkappen herhalten. Tatsächlich schmolzen höchstens die Restwerte, da sich der Offroader als Gebrauchtwagen manchmal schwer tat - ein Novum für das verwöhnte Vertriebsnetz. Der Modellwechsel wird es für den Vorgänger nicht leichter machen. Das liegt nicht nur am bis zu 180 Kilogramm geringeren Gewicht, das zusammen mit den überarbeiteten Motoren eine Verbrauchsreduktion um maximal 23 Prozent mit sich bringt. Viel Platz im neuen Porsche Cayenne Durch den Längenzuwachs um fast fünf Zentimeter auf 4,85 Meter und das Plus von vier Zentimetern beim Radstand ergibt sich endlich ein der stattlichen Größe des Fahrzeugs adäquates Platzangebot innen. Speziell Mitreisende in der zweiten Reihe dürfen im Porsche Cayenne Hybrid nicht mehr nur breit, sondern gerne auch lang sein, da die Beinfreiheit spürbar zugenommen hat. Darüber hinaus variiert die Lehnenneigung bei Bedarf um bis zu sechs Grad. Ist dagegen mehr Laderaum gefragt, kann die im Verhältnis 60 zu 40 geteilte Rückbank um 16 Zentimeter in der Länge verschoben werden. Zudem wurde der Umklappmechanismus deutlich vereinfacht. Ein Zug am seitlich an der Sitzfläche angebrachten Griff reicht, um eine nahezu ebene Ladefläche zu schaffen. Damit erreicht der Porsche Cayenne eine für die Marke bislang unbekannte Dimension der Variabilität.

Mehr Qualität im neuen Cockpit des Porsch eCayenne Bei der Wertigkeit registriert der Fahrer einen ähnlichen Sprung nach vorn. Das neue Cockpit verlor an Wuchtigkeit - trotz der unverändert breiten Mittelkonsole - und gewann gleichzeitig deutlich an Qualität. Kühles Aluminium, hochwertige Kunststoffe und edles Leder schaffen ein standesgemäßes Ambiente. Die typischen fünf, enger zusammengerückten Rundinstrumente und das kleine, griffige Dreispeichen- Lenkrad verdeutlichen dagegen unmissverständlich, dass der Porsche Cayenne noch porschiger sein möchte als sein Vorgänger. Dabei passiert nach dem Dreh am weiterhin links positionierten Zündschlüssel erst einmal nichts. Es surrt und tickt ein bisschen, das Infotainment-System sortiert seine Bits und Bytes, vom typischen Klang großvolumiger Motoren ist jedoch nichts zu hören - schließlich handelt es sich um die neue Porsche Cayenne Hybrid-Variante. Sie trägt das S in der Modellbezeichnung, um fahrdynamische Nähe zum V8-Saugmotor zu demonstrieren. Tatsächlich sorgt ein Druck auf das Gaspedal für eine geradezu explosionsartige Beschleunigung, da das maximale Drehmoment von 580 Newtonmetern bereits bei 1.000 Umdrehungen zur Verfügung steht.

Fahrbericht: Weniger Fahrleistung im Porsche Cayenne Hybrid Leider flacht die Drehmomentkurve kurz darauf ab, während der Achtzylinder weiter Druck aufbaut. Daher reichen die Fahrleistungen des Porsche Cayenne S Hybrid im Fahrbericht nicht ganz an die des konventionell angetriebenen Bruders heran - was auch am 175 Kilogramm höheren Leergewicht liegt. Beim Porsche Cayenne Hybrid mangelndes Spurtvermögen zu beklagen bedeutet allerdings Stöhnen auf hohem Niveau. Zumal das agile Handling selbst mit der auf dem Testwagen für den Fahrbericht montierten Serienbereifung so manchen dynamischen Mittelklassewagen das Fürchten lehrt. Optimistisch angegangene Kurven werden gleichmäßig über alle vier Räder schiebend durchpflügt, bei noch mehr Optimismus greift das ESP sanft ein, ohne dem Porsche Cayenne Hybrid völlig den Wind aus den Segeln zu nehmen. Beim Herausbeschleunigen steht naturgemäß immer ausreichend Traktion zur Verfügung, für die nun ausschließlich die aus dem Panamera bekannte Elektronik zuständig ist. Schweres Geländezubehör für die Hardcore-Fraktion wie ein Reduktionsgetriebe wurde aus Gewichtsgründen wegrationalisiert. Porsche Cayenne Hybrid-Fahrer werden jedoch eher Emotionen vermissen, die mit einem Porsche verknüpft sind. Die Geräuschkulisse besteht vorwiegend aus dem Singen des Kompressors, der dem V6-Triebwerk zu 333 PS verhilft. Zudem fühlt sich das von Audi stammende Triebwerk eher rau als rockig an. Wenn man es ruhig angehen lässt, kann man dagegen dem fantastischen Klang des optionalen Burmester-Soundsystems das Kitzeln der Trommelfelle überlassen. Bei lässiger Fahrweise federt der Porsche Cayenne Hybrid im Fahrbericht zudem sehr komfortabel, die neue Achtstufen-Automatik sortiert sanft die Gänge. Nur so rückt der Normverbrauch von 8,2 L/100 km überhaupt in greifbare Nähe von solchen Werten wollte vor acht Jahren niemand etwas hören.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2010-05-05

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