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Testbericht

17. April 2008

Zwei Dinge kann man den Franzosen-Vans nicht vorwerfen: einen übertriebenen Hang zum Konformismus und das Streben nach teutonischer Perfektion. Allein schon wegen ihrer Cockpitlandschaften. Auch wenn die Gralshüter umfassender DIN-Normung im Dreieck springen - irgendwie haben sie ja was. Mit ihrem Hauch Anarchie, dem Missachten ergonomischer Regeln und gewohnter Bedienschemata.

Der Renault Espace etwa beglückt seine Fahrer nicht nur mit einem mittig montierten, fitzeligen Digitaldisplay, bei dessen Betrachtung man zig Meter im Blindflug zurücklegt, sondern auch mit einem Tempomat-Einschaltknopf vor dem linken Fahrerknie. Er verteilt seine Infotainment-Bedienung zudem auf das hinter einer Klappe postierte Radio, eine zwischen den Sitzen liegende Bedieninsel sowie den bekannten Satelliten an der Lenksäule.

Ähnlich läuft es beim Peugeot. Auch hier wohnen die Instrumente - mit runden Uhren im Küchenwaagen-Stil - im Zentrum der Armaturenbrett-Topografie. Sie machen Platz für große Ablagefächer mit Deckel, die gemeinsam mit üppigen Türtaschen gefühlsmäßig bereits das Kofferraumvolumen eines Roadsters ergeben. Im Gegensatz zum kunststoffaffinen Stil des Espace lockern Alcantara-Oberflächen den 807-Innenraum etwas auf.

Peugeot-Van mit Aufwertung

Überdies erhielt der Peugeot-Van jüngst eine kleine Aufwertung inklusive Chrom-Kosmetik und verbesserten Materialien. Das optionale Infotainment mit Festplattenspeicher und 30-Gigabyte-Musikbox gab es bereits vorher, ebenso wie den 170 PS starken HDi. 2,2 Liter groß und von zwei Turbos in Schwung gebracht, schiebt er schon bei niedrigen Drehzahlen an. Die beiden gleich großen, parallel-sequenziell arbeitenden Lader pusten je nach Drehzahl und Last einzeln oder gemeinsam mit maximal 1,4 bar.

Wer vom Biturbo allerdings rabiate Reifenschäler-Fähigkeiten erwartet, wird enttäuscht. Der Vierzylinder verkneift sich ein schwarzes Turboloch ebenso wie brandende Mitten oder blitzende Höhen. Typisch Franzose möchte man meinen, zumal sich der 173 PS starke Common-Rail-Zweiliter des Renault ähnlich verhält. Er kompensiert sein Hubraummanko mit höherem Ladedruck, während die schnellen Piezo-Elemente der Einspritzung die Laufkultur fördern. Unter 2.000 Touren noch etwas müde, mimt der dCi in mittleren Lagen glaubhaft den Benziner. Ohne dessen Drehfreude, dafür aber mit ordentlichem Durst. Auf der verhalten absolvierten Normrunde zieht er 7,3 Liter durch die Sechslochdüsen, während dem Peugeot 5,9 Liter/100 km genügen. Im zügigeren Testbetrieb relativiert sich das Verhältnis, beide bleiben unter der Zehn-Liter-Marke, was Reichweiten von fast 900 Kilometern ermöglicht.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2008-04-17

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