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Testbericht

18. Oktober 2013
Als wir dem herbeigeeilten Produktmanager des Peugeot 308 unsere positiven Eindrücke über "sein" Auto schildern, ist ihm die Erleichterung durchaus anzusehen. Kein Wunder, denn nachdem die Vorgänger gegen VW Golf, Opel Astra und Ford Focus bislang nichts reißen konnten, muss dieser Peugeot 308 jetzt sitzen. Nur von 208 und 2008 allein kann Peugeot eben nicht leben. Womit anfangen? Vielleicht mit dem bislang größten Kritikpunkt am Peugeot 308: dem mäßigen Fahrkomfort. Hier haben die Ingenieure mächtig nachgearbeitet und ein wunderbar ausgewogenes Fahrwerk entwickelt, das seine Insassen vor jeglichem Stuckern, Rumpeln oder Nachwippen verschont und den Peugeot 308 dennoch nicht zur Schaukel werden lässt. Im Gegenteil: Der mit schüchternen 16-Zoll-Eco-Reifen bestückte Peugeot 308 wirkt unerwartet sportlich, prescht neutral und präzise durch Kurven und zickt auch nicht, wenn der Fahrer auf die standfeste Bremse geht.

Peugeot 308 mit neuem Bediensystem Nicht ganz unbeteiligt an der homogenen Abstimmung ist die direkt ansprechende Lenkung inklusive kartmäßig kleinem Lenkrad, das den Fahrspaß nochmals erhöht. Wie beim 208 sitzen die Instrumente im Peugeot 308 im Blickfeld oberhalb des Lenkrads, was durchaus Vorteile bietet. Die edel anmutenden Anzeigen werden vom Lenkradkranz nicht verdeckt und sind gut ablesbar. Irritieren könnte höchstens der Drehzahlmesser, dessen Nadel von rechts unten nach links oben wandert. Ungewöhnlich fällt auch das Bedienkonzept des Peugeot 308 im solide gefertigten Cockpit aus. Denn gleichgültig ob Radio, Navi oder Klimaautomatik: Nahezu alle Funktionen müssen über einen 9,7 Zoll großen Touchscreen angesteuert werden. Knöpfe und Schalter finden sich dagegen insgesamt nur sechs, beispielsweise für Defroster oder Lautstärke. Ansonsten bleibt der Peugeot 308 ein klassischer Kompakter mit ausreichend Platz für seine Passagiere, einem mit 420 Liter beachtlich großen Kofferraum und einer gesunden Basisausstattung. Schon die einfache Access-Variante (ab 16.450 Euro) wartet mit Klimaanlage, Tempomat, CD-Radio mit Bluetooth-Audiostreaming und geteilt umklappbarer Rücksitzlehne auf. Darüber rangieren die nobleren Ausstattungslinien Active (2.000 Euro mehr) und Allure (ab 22.700 Euro). Als einer der wenigen Kompaktwagen lässt sich der Peugeot 308 zudem mit einem adaptiven Tempomat inklusive Frontkollisionswarner ausrüsten, der selbstständig abbremst (450 Euro). Ebenso lobenswert: exzellent ausleuchtende LED-Scheinwerfer, die beim Allure bereits serienmäßig sind, aber nur da. Weil im Mehrpreis von 1.850 Euro zugleich ein schnell rechnendes Navi mit guter Kartendarstellung sowie Sportsitze an Bord sind, geht der Preisaufschlag in Ordnung. Für alle, die gerne in den Himmel gucken, offeriert Peugeot ein Panoramadach für 450 Euro.

Neuer Benziner mit schwachem Durchzug Als Antriebsquellen stehen im Peugeot 308 zunächst drei Benziner (82 bis 156PS) sowie ein 1,6-Liter-Diesel mit 92 und 115PS parat. Die Selbstzünder locken mit hohem Drehmoment (230/ 270Nm) und NEFZ-Verbräuchen unter vier L/100 km, laufen jedoch etwas rauer als die leisen Benziner. Neu hinzugekommen ist eine 125PS starke Variante des bekannten THP 155. Wirklich überzeugen konnte uns der sehr kultivierte Vierzylinder allerdings nicht. Den Sprint auf 100km/h erledigt der Peugeot 308 THP 125 zwar in passablen 10,1 Sekunden. Harmlose Zwischenspurts von 80 auf 120km/h im fünften Gang erfordern mit 16,6 Sekunden hingegen viel Geduld. Ein Seat Léon 1.4 TSI mit 122PS war hier beispielsweise schon mal fünf Sekunden schneller. Wer ähnlich flott vorankommen möchte, sollte also lieber zu dem zugstarken 156-PS-Turbo greifen. Anfang nächsten Jahres folgen dann ein neu entwickelter Dreizylinder-Turbobenziner 1.2 e-THP (110 und 130PS) sowie Euro 6-konforme Diesel (Blue HDi) mit bis zu 150PS. Eine sportliche R-Version (siehe IAA-Neuheiten) und ein Kombi-Ableger sind übrigens ebenfalls angedacht – die Info gab uns der Peugeot 308-Manager noch zum Abschied. Dann bis demnächst.
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Quelle: auto-motor-und-sport, 2013-10-18

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