12neuwagen de12gebrauchtwagen de

Unsere Partnerseiten:

Testbericht

3. Mai 2007

Was können die drei großvolumigen Turbodiesel-Allrad-Kolosse von Land Rover, Mercedes und VW besser als ein Alfa Romeo Brera 3.2 JTS, ein Lexus LS 460 oder ein Audi S4 Avant? Mal ganz abgesehen von ihrer Geländetauglichkeit: Sie verbrauchen allesamt weniger.

Der Musterschüler in der Superschwergewichtsklasse ist dabei der Mercedes ML 420 CDI. Mit 2.365 Kilogramm schleppt er über sieben Zentner weniger als seine Kontrahenten mit sich herum und vertilgt mit 13,3 Liter Diesel auf 100 Kilometer auch am wenigsten Kraftstoff. Und weil das größte Sparpotenzial immer noch im Gasfuß des Fahrers und nicht im Konzept steckt, kann man den großen Sternträger sogar mit deutlich weniger als neun Litern bewegen.

Bei aller Kritik an den automobilen Dickschiffen: Für alle, die sich noch an die üblichen Verbräuche Anfang der neunziger Jahre erinnern, ist das ein Wort. Ganz so genügsam treten seine Konkurrenten nicht auf. Besonders der Touareg mit seinen zehn Zylindern und 313 PS schluckt nicht nur einen Liter mehr als der ML, sondern auch einen halben Liter mehr als der fast gleich schwere Range Rover TDV8. Dessen Rußverhalten offenbart sich dafür als Umweltärgernis: Der fehlende Dieselpartikelfilter ist ein fetter schwarzer Fleck auf dem weiß lackierten Range. Genug von Verbräuchen.

Wie bewegen sich die Riesen?

Zumindest auf der Straße fährt das SUV-Boliden-Leichtgewicht ML den beiden anderen eindrucksvoll davon. Nicht nur, dass er ganz objektiv die Hundertermarke mindestens eine Sekunde früher passiert und auch bei der Höchstgeschwindigkeit mit 235 km/h den Bestwert setzt. Vor allem die majestätische Souveränität, mit der er seine immense Kraft in Vortrieb umsetzt, begeistert - fast unerheblich, ob ein schwerer Anhänger dranhängt oder nicht.

Der Range Rover Sport versucht dagegen, mit elektronisch geregelten Fahrwerkseingriffen seine 2,7 Tonnen zu kaschieren. Das im TDV8 serienmäßige Dynamic-Response-System stemmt sich mit elektronisch versteifenden Stabilisatoren vehement gegen Seitenneigung in den Kurven, und die straffe Dämpfung suggeriert Sportlichkeit. Doch das gefühlte Tempo liegt deutlich höher als das reale. Zudem wird aus dem anfangs vergnüglichen Antriebssturm bei hohem Tempo nur noch ein laues Lüftchen.

Auch bei VW hatte die Verbesserung der Straßenfähigkeiten höhere Priorität beim Facelift als die sowieso schon guten Geländeeigenschaften. So bestückten die Ingenieure die V10-Version serienmäßig mit einer Wankstabilisierung und präzisierten das Lenkgefühl. Auch wenn jetzt nur noch das rhythmische Leerlauf-Wummern des Zehnzylinder-Pumpe-Düse-Diesels Schiffsgefühle weckt, kommt der spürbar agiler und wankärmer gewordene Touareg nicht an das Handling und die Lenkpräzision des Mercedes heran. Dafür eignet sich der V10 mit seinen mächtigen 750 Newtonmetern ab 2.000/min vorzüglich als Drehmoment-Bulle.

Weiterlesen

Quelle: auto-motor-und-sport, 2007-05-03

Getestete Modelle
Ähnliche Testberichte
Autoplenum
4.0 von 5

Autoplenum, 2018-12-06

Test: VW Touareg V6 TDI - Souverän der LandstraßeTest: VW Touareg V6 TDI - Souverän der Landstraße
Souverän der Landstraße Test: VW Touareg V6 TDI Ganzen Testbericht lesen
Autoplenum
4.0 von 5

Autoplenum, 2018-10-24

Fahrbericht: VW Touareg - Salonlöwe auf AbwegenFahrbericht: VW Touareg - Salonlöwe auf Abwegen
Salonlöwe auf Abwegen Fahrbericht: VW Touareg Ganzen Testbericht lesen
Autoplenum
4.0 von 5

Autoplenum, 2018-10-17

Neue Lichtsyteme bei Volkswagen - Sprung ins LichtNeue Lichtsyteme bei Volkswagen - Sprung ins Licht
Bisher haben sich mit ihren innovativen Lichtsystemen in erster Linie Autohersteller wie BMW, Mercedes und Audi einen...Ganzen Testbericht lesen
Autoplenum

Autoplenum, 2017-08-08

VW- und Audi-Umweltprämie - Bis zu 10.000 Euro VW- und Audi-Umweltprämie  - Bis zu 10.000 Euro
Bis zu 10.000 Euro VW- und Audi-Umweltprämie Ganzen Testbericht lesen
auto-motor-und-sport
5.0 von 5

auto-motor-und-sport, 2017-03-17

12 Sportler im Handling-Check: Der Fahrdynamikwettstreit ...
Einmal im Jahr begeben wir uns auf die Suche nach der Perle der Fahrdynamik – dem Handling. Zwölf steigen diesmal zu ...Ganzen Testbericht lesen