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Testbericht

13. September 2014
16 Zentimeter länger als der ebenfalls noch frische Zweitürer, bietet er für 900 Euro Aufpreis rund sieben Zentimeter mehr Platz zwischen den Achsen. Platz, der direkt den Fondpassagieren in Form von Beinfreiheit zugutekommt. Gemeinsam mit mehr Luft für Schultern und Kopf springt ein erträglicher Komfort im Fond heraus. Vorbei ist es mit wundgeschubberten Knien und ausgeklinkten Wirbeln beim schlangenmenschigen Einsteigen in den Zweitürer. Der ziemlich exakt vier Meter lange neue Mini bietet zwar keine Scheunentore nach hinten, der Einstieg klappt aber problemlos. Und mehr Kofferraum gibt es obendrein, inklusive nicht zu hoher Ladekante, verstellbarem Boden und senkrecht arretierbaren Fondlehnen Zwischen 278 und 941 Liter machen den Mini fit für das Konkurrenzumfeld.

Mini Viertürer ab 18.000 Euro
Wobei – so groß ist der Mini Viertürer ja gar nicht. Ernsthaft balgt sich der quirlige Typ ja nur mit Audi A1 und vielleicht noch dem VW Polo. Anderen steht die Preishürde im Weg. Los geht es bei gut 18.000 Euro für den Einstiegsbenziner im One, der schmackigere Cooper, ebenfalls mit dem neuen 136PS starken Dreizylinder-Turbobenziner kommt schon auf 20.600 Euro, der Topbenziner Cooper S steht mit 24.700 in der Liste.Und dann beginnt erst die Options-Orgie. Da macht es der Mini Viertürer seinen Fans schwer, Ruhe zu bewahren. Zu groß die Vielfalt von Farben und Varianten. Ob Sitze, Stoffe oder Technisches: es gibt fast alles Etwa LED-Scheinwerfer mit City-Funktion, Head-up-Display mit einer ausfahrbaren Plexi-Scheibe, kamerabasierter Abstandregeltempomat, der auch vor Hindernissen und Personen warnt und wenn nötig anbremst. Von Verkehrsschilderkennung wollen wir gar nicht reden. Es gibt sie ebenso wie ein auffällig schnell arbeitendes Infotainment-System mit scharfer, detaillierte Bildschirmdarstellung (8,8-Zoll-Monitor) sowie problemloser Bedienbarkeit. Wie bei Plattform und den komplett neu entwickelten Motoren schmiegt sich Mini hier enger als bisher an die Mutter BMW, übernimmt das i-Dive-Konzept mitsamt Drehdrück-Steller. Auf diesem kann man sogar Buchstaben kritzelnd eingeben. Soziale Netzwerke und Online-Funktionen jongliert das System mit links, spielt Musik von entsprechenden Anbietern.

Fahrspaß, trotz nicht mehr ganz so wildem Benziner
Und wie fährt der Neue? Spaßig, wie gehabt. Etwa mit dem Zweiliter-Turbobenziner im Cooper S, der neben 192PS und kräftigem Antritt auch tolle Laufkultur bietet. Sie ist einen Tick besser als die des drehmomentstarken Zweiliter-Diesel im Cooper SD mit 170PS und 360 Newtonmetern Drehmoment. Auch wenn der Benziner nicht mehr ganz so wild loslegt wie seine 1,6-Liter-Ahnen, treibt den Mini Viertürer zackig voran. Gern auch in Kombination mit der Sechsgang-Wandlerautomatik, die so schnell gangwechselt, dass Unbedarfte sie für ein Doppelkupplungsgetriebe hielten.Die elektromechanische Lenkung geht präzise mit passender Unterstützung, je nach gewähltem Fahrprogramm. Der Mini Viertürer fährt sauber geradeaus, hält entspannt den gewünschten Kurs, nimmt Kurvenkommandos aufmerksam an und setzt sie präzise um. Nicht zu viel und nicht zu wenig Dynamik. Immer feinnervig aber niemals nervig, das ist es, was ihn von so manchem gelangweilt, bisweilen bräsig einlenkenden Kleinwagen-Mitbewerber unterscheidet. Hier spürt man auch den Aufwand, den man bei Mini mit Multilenker-Hinterachse und sorgfältiger Abstimmung inklusive hohem Aluminium-Anteil am Fahrwerk treibt. Heftige Lastwechsel-Quersteher muss man nicht befürchten, wer will, kann das Heck jedoch schon zum Mitlenken animieren. Wer das nicht will, wird in Ruhe gelassen. Ein Ziel, dem auch die Stoßdämpfer dienen. Sie offerieren gegen Aufpreis zwei unterschiedliche Kennlinien, verbessern nach Wunsch Dynamik oder Komfort. Und letzeren beherrscht der Mini Viertürer besser als früher. Immer noch keine Sänfte kassiert er Unebenheiten mittlerweise ziemlich gelassen. Fondpassagiere werden jedoch etwas stärker rangenommen als vorn Sitzende. Sie genießen körpergerechte Polster mit viel Schulter- und Seitenführung sowie ausziehbarer Sitzfläche. Hinten logieren lediglich Gutwillige und/oder schmale Menschen zu dritt noch akzeptabel. Was den neuen Mini-Viertürer mit der kompletten Kleinwagenklasse eint. Herzlich Willkommen!
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Quelle: auto-motor-und-sport, 2014-09-13

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