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Testbericht

3. Oktober 2007

Das knuddelige Wägelchen aus Oxford ist auch in seiner Neuauflage alles andere als ein Pragmatiker. Der Zwergen-Kofferraum, das Liliputaner- Platzangebot und der verquere Fond- Einstieg wurden ihm von Testern wie Besitzern gleichermaßen um die Ohren gehauen. Und so mancher potenzielle Mini-Kunde antwortete auf die Frage, ob er sich einen kaufen würde, seufzend in Radio-Eriwan-Manier: im Prinzip ja, wenn mehr reinpassen würde.

Mini wird vergleichbar

Immerhin größer als ein VW Polo, aber kleiner als ein Renault Clio - die neuen Dimensionen versetzen ihn endgültig in die normale Kleinwagenklasse und kratzen damit am Nimbus des Unvergleichlichen. Optisch weicht der ultraknappe Abschluss des Standard-Mini beim Clubman einem kleinen Bicolor-Bürzelchen. Am steilen Ende öffnet sich die so genannte Splitdoor mit zwei nach außen schwingenden Türen wie ein Kirchenportal. Sieht gut aus, schadet nicht und gibt den Blick frei auf ein ordentliches 260-Liter-Gepäckabteil.

Während die Hecktüren mit sattem Geräusch wieder zufallen, wartet seitlich, aber nur rechts, bereits das nächste Highlight: die - Rolls-Royce lässt grüßen - gegenläufig öffnende Clubtür. Schön für Kontinental-Europäer, denn die einseitige Pforte gewährt im Rechtsverkehr vom Bürgersteig her Einlass, wogegen Briten die hintere Tür zur Straße hin schwingen müssen. Die eigenwillige, kultige Konstruktion passt zum Mini. Nüchtern betrachtet steigen Passagiere aber in viertürige Kleinwagen bequemer ein.

ESP mäßigt Heck-Kicks

Fährt sich der Supersize-Mini auch wie gewohnt? Sogar etwas besser. Auf der Autobahn beruhigt der längere Radstand seine nervöse Vorderhand, und auf Kurvenspielplätzen tollt der mit dickeren Stabilisatoren und auf das höhere Gewicht angepasster Feder-Dämpfer-Kennlinie ausgestattete Clubman genauso ausgelassen und beschwingt wie der kleine Bruder herum. Sensible Piloten spüren, wie seine rund vier Prozent höhere Hecklast seinem Po beim Lastwechsel einen kleinen animierenden Kick versetzt, doch ESP ist hier erstmals serienmäßig zur Stelle.

Kein Kreuzchen verdient das optionale Sport-Fahrwerk, das schon bei Fahrbahnmarkierungen übel aufstößt. Günstige Preise und eine gute Ausstattung waren ebenfalls noch nie eine Mini-Stärke. Die Einstiegs-Version Cooper steht ab dem 10. November für 19.900 Euro bei den Händlern - ohne Klimaanlage. Der Preis dafür, dass der kleine Spaßmacher endlich vernünftiger geworden ist.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2007-10-03

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