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Testbericht

14. Juni 2007

Zumindest im Innenraum hinterließen die 100.000 Kilometer sichtbare Spuren. Die durchaus hochwertigen, genarbten Kunststoffe zeigten früh Kratzspuren und ließen sich schlecht reinigen. Der Lederbezug des Fahrersitzes war sogar schon nach 70.000 Kilometern verschlissen und musste ersetzt werden.

Mit der elektrischen Sitz- und Lenkradverstellung fanden selbst größere Insassen eine passende Position. Auf längeren Etappen wurden jedoch eine Lordosenstütze und eine Sitzbelüftung vermisst, denn bei sommerlichen Temperaturen bewahrt die Klimaautomatik nicht vor schweißnassen Rücken.

Bisweilen übrigens auch nicht vor mangelndem Durchblick: Mehrmals beschlug die Frontscheibe aus heiterem Himmel, so dass erst ein Druck auf die Defroster-Taste nach einigen Sekunden wieder für freie Sicht sorgte. Überhaupt gelang die optimale Temperierung des relativ kleinen Innenraums selten auf Anhieb. Bei großer Hitze reichte die Kühlleistung kaum aus, in anderen Situationen strömte kalte Zugluft an die Füße. Im Gegenzug machte sich die anfangs belächelte, bisher einzigartige Nackenheizung schnell Freunde. Für ein anderes Komfort-Extra des Testwagens konnten sich indes nicht alle Redaktionsmitglieder erwärmen.

Siebenstufen-Automatik und V6-Motor

Während Christian Bangemann die Siebenstufen-Automatik passend fand und keine Handschaltung vermisste, stört sie für Marcus Peters empfindlich den Sportwagen-Charakter. "Für komfortables Gleiten ist sie gut geeignet, aber beim Passfahren und Überholen muss man stets manuell eingreifen", lautet nicht nur sein Fazit. Auch die beiden Automatik-Schaltprogramme stellen nicht rundum zufrieden: Im C-Modus werden die Gänge zu träge gewechselt, in S zu ruppig. Vor allem die harten Schaltrucke bei Kälte und beim Anbremsen vor Kurven trüben den insgesamt positiven Gesamteindruck.

Einhelliges Lob gibt es hingegen für den 3,5-Liter-V6, der den 1.500 Kilogramm schweren Zweisitzer (leer) durchaus sportlich motorisiert. Der 272 PS starke Vierventiler klingt und geht gut, ist kultiviert und obendrein genügsam.

Im Testmittel liegt der Verbrauch bei 11,4 Liter pro 100 Kilometer, doch selbst ohne große Zurückhaltung kommt man mit weniger als zehn Liter aus. In Verbindung mit dem 70-Liter-Tank sind lange Strecken ohne Stopp kein Problem, zumal auch von der Federung kaum Einschränkungen drohen. Einen "guten Kompromiss zwischen Sportlichkeit und Komfort" attestiert etwa Redakteur Alexander Bloch dem SLK-Fahrwerk, obwohl speziell kurze Bodenwellen nicht eben geschmeidig überrollt werden. Als Entschädigung winken eine ausgeprägte Handlichkeit und Agilität, die anders als beim BMW Z4 ohne übertriebene Härte auskommt.

Trotzdem: Zum Jubeln besteht wenig Anlass

Denn obwohl der Testwagen nach der Dauertest-Distanz noch proper da steht und praktisch die gleichen Fahrleistungen wie zu Beginn bringt, hat er mit der Zeit an Solidität und Steifigkeit eingebüßt. Auch die schwankende Verarbeitungsgüte, die aus vielen Leserbriefen hervorgeht, zeigt deutlich, dass Premium-Preise bei Mercedes nicht immer Premium-Qualität bedeuten.

<!----><!----> Wie so oft folgte vor allem bei SLK-Käufern der ersten Stunde Ernüchterung auf die anfängliche Begeisterung. Da kann Mercedes nur hoffen, dass viele Sportwagenfahrer auch die Probleme und Schwierigkeiten beim SLK sportlich sehen.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2007-06-14

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