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Testbericht

26. Juli 2013
Und dann rumort es doch unter der langen, geschwungenen Motorhaube. Wenige hundert Meter nach dem lautlosen Start springt der 2,1-Liter-Diesel im Mercedes S 300 Bluetec Hybrid an, deutlich sanfter noch als in der E-Klasse, doch mit dem typischen mechanischen Knurren eines Vierzylinders. Bereits im Vorgänger arbeitete das Biturbo-Triebwerk, schaffte ganz allein sensationelle Verbräuche unter sechs L/100 km. Warum also der Hybrid? "Im NEFZ-Verbrauch bringt uns das noch einmal bis zu 15 Prozent Ersparnis", sagt Daimler-Entwicklungsvorstand Thomas Weber. Das drückt den CO2-Ausstoß auf 115 Gramm pro Kilometer (4,4 L/100 km) und macht die Luxuslimousine Mercedes S 300 Bluetec Hybrid so für Märkte interessant, in denen Fahrzeuge mit weniger als 120 g CO2/km oder der Möglichkeit, rein elektrisch zu fahren, begünstigt werden. Der E-Motor mit 20 kW und 250Nm schafft es allerdings bestenfalls rund einen Kilometer lang, den Mercedes S 300 Bluetec Hybrid zu bewegen. Er soll vielmehr in Zusammenarbeit mit dem Selbstzünder den Wunsch nach Leistung der angepeilten Kundschaft befriedigen – kein Kunststück.

Mercedes S 300 Bluetec Hybrid mit gewaltigem Systemdrehmoment Allein der Verbrenner entwickelt ein maximales Drehmoment von 500Nm, das bei 1.600/min anliegt, und würde mit dem rund zwei Tonnen schweren Mercedes S 300 Bluetec Hybrid problemlos fertig. Das System-Drehmoment beträgt sogar 610Nm bei 1.800/min, liegt also auf dem Niveau des S 350 Bluetec mit V6-Diesel. Der Antritt erfolgt allerdings einen Tick spontaner, da das E-Aggregat ab Start mit maximaler Kraft schuftet. Und es ruckt wirklich nichts im Zusammenspiel der Motoren? Nein, sowohl beim Zuschalten des Verbrenners als auch beim Abschalten im so genannten Segel-Modus behelligt der Mercedes S 300 Bluetec Hybrid keinen ihrer Insassen mit den Niederungen der Mechanik – abgesehen vom Laufgeräusch des Verbrenners. Dessen Laufkultur wartet zwar noch immer auf das Prädikat "gut", doch auch hier ist der Fortschritt spürbar. "Vor allem die um 50 Prozent steifere Karosserie hilft, ungewünschte Schwingungen des Motors zu eliminieren", erklärt Weber. Ansonsten herrscht eine geradezu klerikale Stille im Mercedes S 300 Bluetec Hybrid – und irgendwann nimmt der auch ohne Magic Body Control hervorragende Federungskomfort und die Mühelosigkeit des Antriebs die Passagiere so für sich ein, dass sich am Ende der Reise niemand mehr an das leise Rumoren des Vierzylinder-Diesels erinnern kann.
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Quelle: auto-motor-und-sport, 2013-07-26

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