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Testbericht

19. August 2015
Wir überspringen einfach den üblichen Anfang, philosophieren nicht über den Sinn von SUV-Coupés, sondern schauen, wie das neue Mercedes GLE 450 AMG 4MATIC Coupé so fährt. Schließlich sollte der Flachdach-GLE agiler werden als seine gemütliche Ausgangsbasis und mit X6 und Cayenne um die Wette wedeln.

Mercedes GLE 450 AMG 4MATIC Coupé dreht auf
Doch von Wedeln kann hier im Autobahn-Berufsverkehr noch keine Rede sein. Also Fahrdynamik-Schalter im Test erst mal auf Komfort stellen und mitschwimmen. Schon knapp über 80km/h legt die Automatik sanft, kaum spürbar die neunte Stufe ein. Der Dreiliter-Biturbo des Mercedes GLE 450 AMG Coupé flüstert mit 1.200/min vor sich hin, um dennoch willig und ruckfrei Gas anzunehmen. Ruckfrei ist auch das Stichwort für die Luftfederung, deren Adaptivdämpfer trotz gigantischer 21-Zoll-Walzen sensibel auf die kurzen Querfugen ansprechen. Sehr unspektakulär, das Ganze.Was sich jedoch mit zwei Klicks am Dynamic-Select-Drehrad ändert: Kurz nach der Ausfahrt bürsten wir die Systeme auf Sport , wofür sich die Automatik gleich mal mit einem launigen Gangwechsel bedankt. Gut so, ab mittleren Drehzahlen wird der V6 nämlich seinem AMG-Logo gerecht.

In der AMG Version 34PS stärker
Dank höherem Ladedruck mobilisiert das Mercedes GLE 450 AMG 4MATIC Coupé 34PS mehr als sein Großserienkollege im GLE 400 und stemmt 40 Extra-Newtonmeter auf die Kurbelwelle. Entsprechend leichtfüßig dreht der Sechszylinder hoch, wuchtet den 2,3-Tonner in 5,9 Sekunden auf Tempo 100 – begleitet von herrlichen Auspuff-Fanfaren und hübsch inszeniertem Lastwechselschmatzen. Vom Federungskomfort ist auf "Sport" jedoch nicht mehr viel übrig, das Sumo-Coupé rumpelt jetzt plump über Unebenheiten, um dafür Kurven seitenneigungsarm und leicht beherrschbar zu durcheilen. Mit der im Vergleich zum normalen GLE direkter übersetzten Lenkung (17,5 : 1 statt 19 : 1) stellt das Mercedes GLE 450 AMG Coupé intensiven Fahrbahnkontakt her, ohne die Mercedes-typische Gelassenheit aufzugeben.

SUV-Coupé mit großem Kofferraum aber hoher Ladekante
Ansonsten halten sich die Unterschiede zur Basis in Grenzen: Trotz flacherer Silhouette reicht die Kopffreiheit auf der bequemen und neigungsjustierbaren Rückbank für große Mitfahrer aus, ebenfalls üppig das Kofferraumvolumen mit bis zu 1.720 Litern. Als konzeptbedingte Nachteile bleiben die schlechte Übersichtlichkeit infolge der kleinen Heckscheibe, die hohe Ladekante und der Coupé-Mehrpreis je nach Motor von rund 6.000 Euro. Aber über den Sinn von SUV-Coupés wollten wir ja nicht philosophieren.
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Testwertung
3.5 von 5

Quelle: auto-motor-und-sport, 2015-08-19

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