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Testbericht

22. Dezember 2015
Bloß nicht nerven“ lautet das Motto des haptischen Fahrpedals: Wir nähern uns gerade einem langsameren Vordermann, als es zweimal kurz unter dem Gasfuß zuckt. Soll heißen: Wir können ruhig vom Gas gehen, unser Schwung reicht aus, um aufzuschließen. Die dezenten Impulse blenden wir nach kurzer Gewöhnung aus und nehmen intuitiv den Fuß vom Gas. Was deutlich effizienter ist, als ein paar Sekunden später abzubremsen.Überhaupt will uns der Mercedes GLC 350 e nicht mit der geballten Technik seines doppelten Antriebs belasten. Wir schalten daher auf "Hybrid“ und überlassen es der Steuerzentrale, in welchen Situationen der E-Motor im Getriebegehäuse den Vortrieb besorgt und wann der Vierzylinder-Benziner. Der 211PS starke Verbrenner bleibt erstaunlich oft aus, in vielen Fällen reichen die 85 kW des E-Motors: beim Fahren in der Stadt ebenso wie beim gemütlichen und leisen Dahinrollen auf der Landstraße. Beim Kick-down legen sich beide Maschinen ins Zeug und wuchten den 2,1-Tonner in sechs Sekunden auf Tempo 100.

GLC 350 e mit geringer Elektro-Reichweite
Auf Basis des durchschnittlichen deutschen Fahrprofils mit vielen Kurzstrecken errechnet sich so ein Verbrauch von 4,8 Litern Sprit und 15 Kilowattstunden je 100 Kilometer. Voraussetzung ist regelmäßiges Nachladen des Akkus, der im Test eine elektrische Reichweite von 21 km ermöglichte. Bei leerer Batterie betrug der Benzinverbrauch des GLC 350 e 7,7 bis 13 l/100 km - je nach Fahrweise. Wer nicht konsequent nachlädt, fährt mit dem GLC 250 d sparsamer (minimal 5,7 l/100 km).Ansonsten halten sich die Unterschiede zum konventionellen GLC in Grenzen: Das Kofferraumvolumen des GLC 350 e schrumpft durch die Batterie um 200 Liter, im reinen E-Modus ist kaum Heizleistung zu spüren. Zudem ruckt die anstelle eines Drehmomentwandlers eingesetzte Nasskupplung hin und wieder, wenn der Fahrer plötzlich kräftig Gas gibt.

Mercedes GLC 350 e auf gewohnt hohem Niveau
Raumangebot, Federungskomfort und Verarbeitungsqualität beim Mercedes GLC 350 e sind hingegen auf gewohnt hohem Niveau. Darüber hinaus überzeugt auch die Plug-in-Variante des entspannten GLC mit konsequenter Geräuschdämmung, dank derer sich der Vierzylinder nie in den Vordergrund spielt. Den Preis des Teilzeit-Elektrikers gibt Mercedes erst kurz vor Verkaufsstart im ersten Quartal 2016 bekannt.
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Testwertung
3.5 von 5

Quelle: auto-motor-und-sport, 2015-12-22

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