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Testbericht

13. März 2009

Mit hängenden Mundwinkeln blickt die neue E-Klasse von Mercedes dem harten Wettbewerb entgegen. Das neue Modell muss sich der Mode unterwerfen und trägt in Verbindung mit Bi-Xenon-Kurvenscheinwerfern tief unten in der Frontschürze die derzeit angesagten LED-Tagfahrlichter.

E 200 CGI und E 250 CGI ab September Schnickschnack, könnte man meinen, einer "Business-Limousine" (Mercedes-Pressetext) ebenso unwürdig wie ein profaner Vierzylinder-Benziner. Speziell die kleinvolumigen Einstiegsmotorisierungen standen allerdings schon immer in der Gunst der Käufer weit oben. Mit der neuen Generation von Turbo-Triebwerken mit Direkteinspritzung, denen die bisherigen Kompressor-Motoren zum Opfer fallen, wird sich das kaum ändern. Ab September stehen der E 250 CGI mit 204 PS und der E 200 CGI mit 184 PS bei den Händlern. Beide schöpfen ihre Leistung aus einem identischen Hubraum von 1.796 cm³. Der kleinere Benziner ist an ein Sechsgang-Schaltgetriebe gekoppelt und verfügt über eine Start-Stopp-Automatik. Damit soll der immerhin über 1,6 Tonnen schwere Viertürer mit durchschnittlich 6,8 Litern Kraftstoff auskommen und 159 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen. Zum Vergleich: Ein Audi A6 2.0 TFSI verbraucht 7,8 Liter und emittiert 181 Gramm CO2, leistet aber 14 PS weniger. BMW werkelt derweil eifrig an einer neuen Generation aufgeladener Vierzylinder. Dank des ordentlichen Drehmoments 270 Newtonmeter, das bei 1.800 Umdrehungen anliegt, lässt sich der E 200 CGI flott bewegen. Beim gefahrenen Vorserienmodell benötigte der Lader zwar einen kleinen Moment, bis er aufgewacht ist, sorgte dann aber für eine harmonische Leistungsentfaltung, die einer E-Klasse durchaus würdig ist. Einzig der piefige Vierzylinder-Klang stört.

Dagegen helfen nur zwei Dinge: Entweder das ausgewogene, mit einem Aufpreis von 940,10 Euro halbwegs erträglich teure, Soundsystem von Harman Kardon - oder die serienmäßige Start-Stopp-Automatik. Das System agiert effektiv und unauffällig, wenn sich der Fahrer daran gewöhnt hat, beim Anhalten den Fuß von der Kupplung zu nehmen. Doch eigentlich passt schon das Kupplungspedal per se nicht zur E-Klasse. Die Kombination von Start-Stopp und Automatikgetriebe lässt aber noch auf sich warten. Letzte Abstimmungsprobleme Es gäbe da noch einige Abstimmungsprobleme, verrät ein Techniker. Die gibt es auch noch bis zur Markteinführung des handgeschalteten E 200 CGI zu lösen, denn völlig ohne den berühmten Bonanza-Effekt, also das Aufschaukeln beim Einkuppeln, lässt sich auch das neue Modell nicht bewegen.

Bei weniger als 40.000 Euro fängt künftig die Preisliste der E-Klasse an. Die wirklich empfehlenswerten High-Tech-Scheinwerfer mit variabler Lichtverteilung kosten weitere 1.689,80 Euro - leider inklusive des miesepetrigen Tagfahrlichts. Einen Fahrbericht des Mercedes E 250 CDI lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von auto motor und sport, Heft 7/2009 , ab dem 12. März im Handel.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2009-03-13

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