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Testbericht

Götz Leyrer, 28. Januar 2008

Die jüngste Ausführung der Mittelklasse-Limousine kostet 1.172 Euro mehr als die alte Ausführung ohne den Zusatz CGI für Charged Gasoline Injection. Und mehr Leistung: Der Sechszylinder mit Direkteinspritzung liefert mit 292 PS genau 20 Pferdestärken mehr als die Version mit Kanaleinspritzung. Zu verdanken ist dies der extrem hohen Verdichtung (12,2 statt 10,7:1), aber auch dem gesteigerten Drehzahlniveau.

Die Höchstleistung fällt nun erst bei 6.400 statt 6.000/min an. In der Praxis sind die Auswirkungen messbar, wenn auch nicht von Belang für den Durchschnittsfahrer. Für den Sprint von Null auf 100 km/h erzielt der CGI den höchst beachtlichen Wert von 6,6 Sekunden, ein früher von auto motor und sport geprüfter E 350 kam auf 6,9 Sekunden. Allein dies würde den technischen Aufwand allerdings kaum rechtfertigen.

Piezo-Injektoren zur Kraftstoffdosierung

Denn der ist hoch: Neue Zylinderköpfe, bei denen so genannte Piezo-Injektoren im Zentrum des Brennraums sitzen. Diese Injektoren spritzen das Benzin pro Arbeitstakt mehrmals mit extrem hohem Druck ein, was eine gleichmäßigere und fast vollständige Verbrennung ergibt. Darum geht es letztlich schon immer beim Benzinmotor, denn je exakter der Kraftstoff dosiert werden kann, desto geringer wird der Verbrauch.

Tatsächlich kommt der 350 CGI bei verhaltener Fahrt auf erstaunlich niedrige Verbrauchswerte. Auf der auto motor und sport-Normrunde konsumiert er 7,6 Liter/100 Kilometer, der E 350 kam noch auf 8,0 Liter. Je schneller man fährt, desto mehr schmilzt die Differenz zusammen. Der Verbrauch über die gesamte Distanz lässt trotzdem die Verbesserung klar erkennen: 11,5 statt 12,4 Liter, wobei es besonders hervorzuheben gilt, dass auch der Direkteinspritzer trotz seines hohen Verdichtungsverhältnisses nicht auf das teure Super Plus angewiesen ist. Die Schadstoff-Einstufung bleibt Euro 4 - irgendwelche steuerlichen Vorteile gibt es also nicht.

Und sonst?

An der sehr guten Laufkultur des Sechszylinders hat sich nichts geändert, zusammen mit der Siebengang-Automatik ergibt sich eine ebenso komfortbetonte wie starke Antriebseinheit. Damit geht die E-Klasse wohlgerüstet in ihre letzte Runde. Der Nachfolger kommt 2009. Und dann werden auch die Vierzylinder Direkteinspritzung haben.

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Testwertung
4.0 von 5

Quelle: auto-motor-und-sport, 2008-01-28

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