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Testbericht

5. Oktober 2007

Während bei den bisherigen AMG-Angeboten der Prozentsatz an komfortorientierten Mercedes-Stammzellen immer relativ hoch blieb, vollzieht der C 63 AMG eine kräftige Kurskorrektur in Richtung Sportlichkeit. Mit freundlichen Grüßen an den ebenfalls neuen und wieder einmal potenteren BMW M3.

Mercedes an der Grenze

So sportlich, so dynamisch war noch nie ein Mercedes zu fahren, auch keiner mit dem AMG-Label am Heck. Weil es auf dieser Welt nur selten Wunder gibt, bedeutet diese Auslegung naturgemäß Zugeständnisse beim Federungskomfort. "Wir sind hier", sagt Tobias Moers, der Leiter der Entwicklung, "an die Grenze dessen gegangen, was wir für den normalen Straßeneinsatz noch für vertretbar halten." Das bedeutet, dass Bodenwellen aller Art spürbar werden, aber - ein Rest Mercedes muss schließlich sein - nicht zu heftigen Vertikalbewegungen des Aufbaus führen.

Auch der C 63 bietet somit noch ein Komfortniveau, das ihm eine gute Langstreckentauglichkeit sichert. Zumal er über eine Getriebe-Automatik mit sieben Gängen verfügt, wie es bei Mercedes derzeit state of the art ist. Hartnäckigen Fahrdynamikern wird jetzt vor Schreck die Kaffeetasse aus der Hand fallen. Aber keine Bange: Was AMG aus der Automatik gemacht hat, ist geeignet, die Grenzen zu einem herkömmlichen oder sequenziell geschalteten Schaltgetriebe zu verwischen.

Hochleistungsmotor setzt Maßstäbe

Wenn es nicht um das Feilen an Sekundenbruchteilen auf der Rennstrecke geht, muss man ohnehin nicht oft schalten - dafür spricht schon die Zahl 63, die in Erinnerung an den legendären 300 SEL 6.3 gewählt wurde, obwohl der aktuelle AMG-Achtzylinder tatsächlich nur über 6,2 Liter Hubraum verfügt. Diese Großkolbenmaschine ist der Nachfolger des aufgeladenen 5,5-Liters und setzt Maßstäbe im Segment der Hochleistungsmotoren.

So stark wie die Kompressor-Modelle ist der V8 im C 63 nicht. 457 PS müssen genügen, womit der Erzrivale BMW M3 aber auf Distanz gehalten wird. Der üppig eingeschenkte Hubraum sorgt gleichzeitig für ein gewaltiges Drehmoment von 600 Newtonmetern. Auf der anderen Seite ist das Triebwerk in der Lage, mühelos bis über 7.000/min hinauszudrehen. Die 250 km/h, bei denen elektronisch die Grenze gezogen wird, sind im Handumdrehen erreicht. Für einen AMG-gemäßen Aufpreis gibt es allerdings eine tolerantere Elektronik und damit 280 km/h.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2007-10-05

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