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Testbericht

8. November 2012

Die Mittelklasse von Mazda war früher ein echter Knüller. So zeigte der 626 der Konkurrenz aus Deutschland und Europa, dass auch Japaner gute Autos bauen können. Sein Nachfolger, die erste Generation des Mazda 6, konnte den guten Ruf mit schickem Stil und solider Technik ausbauen. In der zweiten Generation vertändelte man sich dann ein wenig, sah mit wenig fortschrittlicher Technik gegen die erstarkte Konkurrenz etwas blass aus. Mazda 6 Kombi sieben Zentimeter kürzer als Limousine Damit soll der Neue aufräumen. Mit frischem Design - erkennbar etwa an der zehn Zentimeter nach hinten versetzten A-Säule - sowie aufgefrischter Technik soll er wieder nach vorn fahren. Kurios: Der Mazda 6 Kombi ist sieben Zentimeter kürzer als die preisgleiche Limousine (mit Zweiliter-Benziner ab 24.990 Euro) und besitzt zudem acht Zentimeter weniger Radstand. Grund dafür ist die Marktorientierung. Mazda erwartet in Europa einen Kombi-Anteil von 70 Prozent, während die Limousine vor allem für Märkte gedacht ist, wo Status und Größe gefragt sind – ablesbar an der Außenlänge von 4,87 Metern und fürstlicher Beinfreiheit im Fond.

522 und 1.664 Liter nehmen es mit allem auf Wobei man sich auch beim Mazda 6 Kombi fragt, ob jemand wirklich mehr Raum braucht. Auf den vorderen Plätzen logiert es sich ebenso luftig wie auf der Rückbank. Und erst der Gepäckraum: Zwischen 522 und 1.664 Liter nehmen es mit allem auf. Fahrer und Beifahrer dürfen ruhig größer sein, die Sitze bieten selbst für die Schultern ordentliche Unterstützung. Auch die restliche Ergonomie passt. Klar gezeichnete Rundinstrumente informieren eindeutig, das optionale Infotainment wird mittels eines Drehdrück-Stellers in der Mittelkonsole gesteuert. Lediglich die grob auflösende Grafik des preisgünstigen Navigationsgerätes fällt etwas ab. Nach dem Start verfliegen kritische Gedanken, wenn der 2,2-Liter-Diesel ebenso gleichmäßig wie wuchtig vorwärtsschiebt. So wuchtig, dass sich manchmal zarte Antriebseinflüsse in die leichtgängige und präzise Lenkung schmuggeln. Die stärkere Variante schickt sogar 175 PS und 420 Newtonmeter an die Vorderräder. Doppelaufladung mit zwei unterschiedlich großen Turbinenrädern besitzen beide, die so genannte Skyactiv-Technik ebenfalls. Dazu gehört, dass der 2,2-Liter sein Gemisch mit 14:1 für einen Diesel extrem niedrig verdichtet, was ihm zu besonders sauberen Abgasen verhilft. So schafft der Mazda 6 die Euro 6-Norm auch ohne spezielle Stickoxid-Nachbehandlung. Hinzu kommt ein Normverbrauch von 4,4 L/100 km für den 150-PS-Diesel mit Schaltgetriebe (Limousine).

Mazda 6 Kombi mit Abstandsregel-Tempomat Das Fahrwerk hat kein Problem, die gebotene Leistung umzusetzen. Es federt und dämpft gekonnt, vermeidet unnötige Härten und Pseudo-Sportlichkeit. Neu ist der radarbasierte Abstandsregeltempomat mit Notbremsfunktion. Bei niedrigen Geschwindigkeiten hilft ab der mittleren Ausstattungslinie serienmäßig ein mit Laser arbeitendes City-Notbremssystem dabei, einen Aufprall zu vermeiden oder zumindest dessen Schwere zu verringern. Es wäre ja auch schade, die elegant gezeichnete Frontpartie das Mazda 6 Kombi zu verknittern.

 

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Testwertung
3.0 von 5

Quelle: auto-motor-und-sport, 2012-11-08

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