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Testbericht

28. Dezember 2011

So ein Mazda-Designer hat es auch nicht leicht. Da ereilt ihn der Auftrag, die bislang schon sportliche Optik des Mazda 3 zu verfeinern. Hurra, denkt er sich und skribbelt los - bekommt dann wenig später aber den Anruf: "Nur die Stoßfänger verändern." Das Resultat ist hier zu sehen und doch wieder nicht, denn die optischen Änderungen sind marginal. Vorne fallen die seitlichen Lufteinlässe nun markanter aus und umfassen serienmäßig Nebelscheinwerfer. Und am Heck verliert der Stoßfänger seine kleine Spitze. Auffälliger wirken sich da schon die Veränderungen am Fahrwerk des Mazda 3 aus. Mazda verspricht, durch Optimierungen an Lenkung, Dämpfern und Querstreben seien Fahrkomfort und die Handlingeigenschaften besser geworden. Letzteres hat bestens geklappt. Präziser, leichtfüßig und flott lässt sich der Japaner durch Kurvengeschlängel aller Art dirigieren und wirkt dabei überraschend sportlich.

Mazda 3 mit wenig Komfort aber kultiviertem Motor Nur haben die Ingenieure den Aspekt Fahrkomfort etwas aus dem Blickfeld verloren. Ob über Querfugen in der City oder auf der neu asphaltierten Autobahn gen Karlsruhe - der Mazda 3 rollt extrem trocken ab, informiert seine Insassen ausführlich über jegliche Straßenschäden, die sich als störende Vertikalstöße oder gar als Versetzer auswirken können. Hoher Federungskomfort fühlt sich in jedem Fall anders an. Schade, denn der im Testwagen eingebaute 2,2-Liter-Common-Rail-Diesel gibt sich mit 150 PS und 360 Newtonmeter Drehmoment ausreichend kräftig sowie ausgesprochen kultiviert und hätte auch ein ansprechenderes Fahrwerk verdient. Freude macht zudem das knackige Sechsgang-Getriebe, das mit seinen kurzen Wegen an die Schaltbox des MX-5 erinnert. Reichlich Ausstattung für unter 20.000 Euro Immerhin: Die neue Ausstattungslinie Edition (neben Prime-, Center-, Sports Line), mit der der Testwagen versehen war, präsentiert sich üppigst ausgestattet. Klima-automatik, Sitzheizung, Freisprechanlage, Parkpiepser hinten, Tempomat, ja selbst eine beheizbare Frontscheibe sind bereits Serie (ab 19.990 Euro). Neu ist zudem ein ins Cockpit integriertes Navigationssystem mit 5,8 Zoll großem Touchscreen auf Tom Tom-Basis, das seine Insassen auch mit Infos aus dem Internet versorgen kann. Mit 720 Euro bleibt es dennoch deutlich unter den sonst aufgerufenen Preisen. Die Feinarbeit an Karosse und Ausstattung hat dem Mazda also gut getan. Nur das Fahrwerk hätten sie nicht ganz so stramm ziehen müssen.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2011-12-28

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