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Testbericht

16. Oktober 2008

Der Mazda 2 ist mit dem Modellwechsel nicht nur 40 Millimeter kürzer geworden, sondern soll auch deutlich weniger Gewicht auf die Waage bringen. Möglich wurde die Abspeckkur durch ein Bündel an Maßnahmen, wie die Verwendung neuer, hochfester Stahlsorten, die bei gleicher Festigkeit spürbar leichter sind. Ganz wie beim Menschen Mit 1.031 Kilogramm hält der 103 PS starke getestete Mazda 2 zwar nicht ganz sein Gewichtsversprechen von unter einer Tonne, den 95-PS-Mini One unterbietet er dennoch um fast zwei Zentner. Beim Sprint auf Landstraßentempo macht das gleich mal eine Sekunde Differenz, beim Durchzug profitiert er sogar deutlicher, als es die Messwerte suggerieren.

Die ausgeprägte Seitenneigung wirkt zudem nicht sehr vertrauenerweckend. Und je enger die Radien werden, desto dickköpfiger schiebt die Mazda-Front geradeaus, worauf das ESP nur hilflos die Motorleistung zurückfährt. Mini-Piloten fühlen sich in ihren tief montierten Sportsitzen (310 Euro Aufpreis) hingegen schon nach wenigen Kurven, als hätten sie ihre Kindheit auf einer Kartbahn verbracht. Verbesserungsbedarf Auch feinste Nuancen an der stoßfreien und mitteilsamen Lenkung setzt der Brite ohne Interpretationsspielraum in Richtungswechsel um. Das aufwendige Mini-Fahrwerk mit der Mehrlenker-Hinterachse bringt querdynamisch also mehr als der Mazda-Leichtbau. Verbesserungsbedarf besteht bei den Bremsen beider Kandidaten. Auf einseitig glattem Untergrund (?-split) steht vor allem der Mazda viel zu spät. Mit seiner konsequenten Sport-Abstimmung handelt sich aber auch der kleine Engländer Nachteile ein: Vor allem kurze Stöße werden ungefiltert durchgereicht, und selbst eben wirkende Autobahn-Abschnitte regen seine Karosserie zu ständigen Bewegungen an.

Komfortableres Reisen Der Mazda federt da deutlich geschmeidiger und sorgt für ein komfortableres Reisen. Das Gefühl der Entspannung tritt bei Mini-Passagieren in Reihe zwei ohnehin nie ein. Mit eingezogenem Kopf und quer gelegten Beinen ertragen erwachsene Mitfahrer nur kurze Etappen. Da das Kofferräumchen zudem keine größeren Gepäckstücke aufnimmt, darf die Rückbank eher als Ablage denn als Sitzmöbel betrachtet werden. Der gut 18 Zentimeter längere Mazda bietet nicht nur ausreichend Platz für vier Personen nebst Wochenend-Gepäck, sondern auch den bequemeren Einstieg und praxisgerechtere Ablagen. Preis- und Verbrauchsvorteil Ist der happige Anschaffungspreis erst einmal verdaut, kommt der Mini aber sogar einen Tick günstiger als der Mazda. Zu den niedrigeren Versicherungsprämien gesellt sich ein etwas geringerer Verbrauch. Am Sieg des Mazda ändert dies aber nichts mehr. Sein Leichtbau macht ihn zwar nicht so dynamisch wie erhofft, dafür fährt es sich mit ihm geräumiger, komfortabler und billiger.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2008-10-16

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