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Testbericht

3. August 2007

Der Name Gran Turismo ist Programm. Ein schneller Reisewagen also, kein Sportwagen. Die technische Basis liefert der Quattroporte, der in seiner jüngsten Version eine bemerkenswerte Reife an den Tag legt.

Déjà-vu-Belanglosigkeit

Für das Coupé wurden Radstand (minus 125 Millimeter) und hinterer Überhang (minus 66 Millimeter) gekürzt. Heraus kam dabei ein 4,88 Meter langer Zweitürer mit einem mächtigen Kühlermaul, das den Namen Maserati geradezu herausschreit. Das ist die Schokoladenseite des neuen Gran Turismo, während sich das mächtige Heck in zeitgenössischer Déjà-vu-Belanglosigkeit verliert.

Schärfere Grenzen

Maserati vermag mit Geschmeidigkeit zu federn, und er plagt seinen Fahrer nicht mit einer Cambiocorsa genannten Sequenzial-Schaltung. An den hinter die Vorderachse gerückten und damit für eine ausgeglichene Gewichtsverteilung sorgenden Motor schließt sich jene Sechsgang-Automatik an, für die ZF verantwortlich zeichnet und die beispielsweise auch Jaguar und Aston Martin verwenden.

Sie bietet das übliche Programm: automatisch schalten, dann sportlich mit verkürzten Schaltzeiten, manuelles Schalten mit dem Wählhebel oder mit Wippen am Lenkrad. Das funktioniert sehr gut, wenn man die Fahrweise des distinguierten Herrn pflegt, und nicht ganz so gut, wenn man der Ansicht ist, dass schon der Name Maserati einen sportlichen Fahrstil verlangt.

Ruckelnde Automatik

Im Sportmodus wechselt das Getriebe zwar blitzschnell die Übersetzungen, produziert aber beim Zurückschalten im gehobenen Drehzahlbereich unfeine Rucke, die man von einer Wandlerautomatik nicht erwartet. Denn auf eine Zwischengas-Funktion, wie sie etwa die Jaguar-Version des Getriebes bietet, hat Maserati verzichtet. Auch dass das Getriebe selbst in der Manuell-Position noch Automat bleibt und bei Kickdown oder Maximaldrehzahl selbsttätig schaltet, wirft die Frage auf, ob Maserati die Grenze zwischen Schalter und Automatik hätte schärfer ziehen müssen.

Vergleichsweise geringer Hubraum und entsprechend hohe Drehzahlen für Leistung und Drehmoment zeigen, dass stets ein Blick auf den Tourenzähler notwendig ist, wenn das Feuer lodern soll. Das bedeutet fleißiges Schalten, denn unter 4.000 Umdrehungen wirkt der Achtzylinder so, als sei er noch nicht recht ausgeschlafen. Die versprochenen Fahrleistungwerte sind durchaus beachtlich, fallen dem Fahrer aber nicht in den Schoß wie bei der mit mehr Hubraum gesegneten Konkurrenz.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2007-08-03

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