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Testbericht

23. Januar 2014
Autokäufer sind manchmal ganz schön undankbar. Wer weiß, ob es ohne die Pionierarbeit eines Honda CR-V, Toyota RAV4 oder Suzuki Vitara in den Neunzigern heute einen solchen Kompakt-SUV-Boom geben würde. Doch ausgerechnet die Klassiker wie der in vierter Generation gebaute Honda CR-V liegen in der Zulassungsstatistik ganz hinten. Auf ein verkauftes Exemplar des Honda CR-V kommen hierzulande rund zehn VW Tiguan. Neben dem dünnen Händlernetz hat man bei Honda das übersichtliche Motorenangebot als Ursache ausgemacht, das dieselseitig nur aus einem 2,2-Liter mit 150PS bestand. Daher darf der im Civic eingeführte 1,6-Liter-Common-Rail-Motor jetzt auch im SUV ran.

Kleiner Diesel bietet ausreichend Kraftreserven Wer sich im Honda CR-V für den Basis-Diesel entscheidet, spart rund 3.000 Euro. Allerdings ist der 120-PS-Motor ausschließlich mit Frontantrieb und Schaltgetriebe zu haben. Davon abgesehen hält sich der Verzicht in Grenzen: Obwohl er beim Sprint auf Tempo 100 rund zwei Sekunden länger braucht als der Honda CR-V 2.2 i-DTEC 4WD, fühlt sich der fast 1,6 Tonnen schwere Honda CR-V ausreichend motorisiert an. Auch beim Durchzug von 80 bis 120km/h im fünften Gang beträgt die Differenz zum großen Bruder nur zwei Sekunden. Kein Wunder, denn der Diesel kommt auf stattliche 300Nm Drehmoment, die bereits ab 2.000/min zur Verfügung stehen. Zudem wurde das Getriebe etwas kürzer übersetzt. Ohne lang Luft zu holen legt der Bonsai-Motor los und schraubt sich engagiert durchs Drehzahlband. Darüber hinaus überzeugt der Vierzylinder mit seiner Laufkultur und den wirkungsvoll gedämmten Verbrennungsgeräuschen. Selbst auf der Autobahn bleibt der Honda CR-V daher angenehm leise.

Honda CR-V bietet Verzicht ohne Reue Zur entspannten Art des Honda CR-V passt das komfortable Fahrwerk. Im Gegensatz zu Hochsitz-Sportlern à la BMW X1, die sich ihre Agilität mit einer harten Federung erkaufen, nimmt der Honda CR-V Kopfsteinpflastern ebenso die Spitzen wie kurzen Querfugen. Da lässt es sich verkraften, dass er mit seiner gefühlsarmen Lenkung und kräftigen Karosseriebewegungen Kurven etwas träger angeht. Immerhin beweisen Bremswege von rund 36 Metern aus Tempo 100 bei voller Beladung, dass Honda beim Spar-Diesel nicht an der Sicherheit spart. Auch sonst kommen Käufer des Honda CR-V 1.6 i-DTEC in den Genuss sämtlicher CR-V-Vorteile: Mit 589 Litern bietet er einen der größten Kofferräume seiner Klasse, der sich faszinierend einfach erweitern lässt: Auf das Kommando eines Hebels im Kofferraum zieht eine Feder zuerst die Sitzfläche der Rückbank nach oben, dann klappen die Kopfstüzen um, bevor die Rückenlehne nach vorn schwenkt. Mit 1.669 Liter Maximalvolumen und einer nahezu ebenen Ladefläche lässt er manchen Van alt aussehen. Seine Passagiere bringt der Honda CR-V ebenfalls luftig und auf bequemen Sitzen unter, die sich eher durch ein gemütliches Polster denn hohen Seitenhalt auszeichnen. Die mit Tasten überladene Lenkradfernbedienung und teils umständliche Bedienmenüs erfordern jedoch ebenso Gewöhnung wie die mäßige Übersichtlichkeit. An den geringen Verbrauch werden sich Käufer des Einstiegsdiesels hingegen schnell gewöhnen: Mit einem Verbrauch von 7,1 L/100 km fährt der Honda CR-V 1,6-Liter über einen halben Liter sparsamer als der 2.2 i-DTEC.
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Quelle: auto-motor-und-sport, 2014-01-23

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