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Testbericht

24. Februar 2010

Steht man erst einmal auf der Piste und schaut ins Tal, ist so ein Wintersport-Ausflug ja herrlich. Wenn bloß die ganzen Vorbereitungen nicht immer wären: Ausrüstung auf Vordermann bringen, Berge von Klamotten stapeln, Thermoskannen mit Kaffee füllen und dann auch noch morgens um sechs alles irgendwie ins Auto quetschen. Das kann selbst den ruhigsten Zeitgenossen in den Wahnsinn treiben.

Nur die Mercedes E-Klasse bietet mehr Volumen wie der Skoda Superb Beruhigend, wenn wie im Falle von Ford Mondeo Turnier und Skoda Superb Combi wenigstens die aufnahmefreudigsten Gepäckräume der gesamten Mittelklasse zur Verfügung stehen. Also einfach Superb-Heckklappe elektrisch nach oben surren lassen (340 Euro Aufpreis) und rein mit dem ganzen Zeug. 1.835 Liter Maximalvolumen werden momentan nur vom T-Modell der Mercedes E-Klasse getoppt - und die schwebt preislich in anderen Sphären. Doch nicht nur beim Raumangebot, auch bei der Detail-Qualität nähert sich der tschechische VW -Ableger Mercedes-Regionen: Auf der glänzenden Edelstahl-Ladeleiste hinterlassen selbst frisch geschliffene Snowboard-Kanten keine Spuren, während ein variables Schienen-Zurrsystem Skistiefel bei Vollbremsungen an Blindflügen hindert. Verschwenderische Plätzverhältnisse im Skoda Superb Combi Hinzu kommen hochwertige Verkleidungen und jede Menge weiterer praktischer Details wie große, sauber entgratete Taschenhaken, seitliche Zusatzfächer, eine herausnehmbare LED-Taschenlampe oder der aufstellbare Ladeboden zur Kofferraumaufteilung. Die verschwenderischen Platzverhältnisse gehen auch im Innenraum weiter: Dank hinterer Beinfreiheit einer Chauffeur-Limousine und bequem geformter Rückbank stecken Mitfahrer selbst die längsten Anfahrten zur Liftstation locker weg. Nur wer direkt vom Skoda Superb Combi umsteigt, wird bemerken, dass es im nahezu gleich langen Ford Mondeo Turnier etwas weniger luftig zugeht. Doch auch im Ford reisen vier Erwachsene mehr als bequem - vorn sogar auf nochmals körpergerechter geformten Sitzen mit mehr Seitenhalt. Ein Blick unter die Heckklappe erinnert an die lange Ford Turnier-Tradition bis zurück zum seligen Granada: Das glattflächige und gut nutzbare Abteil schluckt nicht nur besonders langes und breites Transportgut, auch die Zuladung liegt drei Zentner über der des Skoda Superb Combi. Der Skoda Superb Combi ist hochwertiger verarbeitet als der Ford Mondeo Turnier Dass er nicht nur Freizeitbegleiter sein möchte, sondern tüchtig einstecken kann, macht der Ford Mondeo Turnier auch durch seine schlichtere, robuste Kofferraumauskleidung deutlich. Mit seinen teils einfachen Plastik- Bedienelementen, unkaschierten Schweißpunkten rund um den Heckklappen- Ausschnitt oder dem blechernen Tür-Geräusch wirkt der seit 2007 gebaute Ford Mondeo Turnier auch insgesamt weniger hochwertig. In seinem Umfeld muss er sich zwar nicht schämen, unterhalb der Premium-Marken setzt jedoch inzwischen der Skoda Superb den Maßstab, der in einigen Details an seinem Plattformspender VW Passat vorbeigezogen ist.

Der Ford Mondeo Turier dreht spürbar wuchtiger hoch Doch der Ford Mondeo Turnier kontert mit seinem Common-Rail-Diesel. Dank höherem Drehmoment legt sich der gerade mal fünf PS stärkere 2,2-Liter schon ab 1.500/min motiviert ins Zeug und dreht spürbar wuchtiger hoch. Der Zweiliter des Skoda Superb Combi fährt dafür einen halben Liter sparsamer und läuft im oberen Drehzahlbereich kultivierter. Verbräuche von sieben und 7,5 Liter/100 Kilometer sind angesichts der gebotenen Transportkapazitäten absolut angemessen. Immerhin setzt Skoda beim Top-Diesel ebenfalls auf moderne Common-Rail-TDI von VW, während die 140-PS-Variante im schwächeren Bruder noch nach rustikaler Pumpe- Düse-Art nagelt. Beide Kombis schaffen den Bremstest vollbeladen nach 40 Metern Passend zu den kräftigen Motoren zeigen die beiden auch, warum passionierte Autofahrer mit erhöhtem Platzbedarf lieber Kombi als Van fahren: Mit einem Schwerpunkt auf Limousinen-Niveau und ohne böse Eigenlenk-Überraschungen lassen sich Kurven schnell und sicher durcheilen. Ein gutes Gefühl, das auch für die Wintereigenschaften gilt. Dank feinfühliger ESP-Eingriffe und elektronisch optimierter Traktion sorgen selbst geschlossene Schneedecken nicht für zusätzliche Schweißflecken im Ski-Unterhemd. Ebenfalls gut zu wissen, dass die schweren Kombis selbst vollbeladen in deutlich unter 40 Meter stehen - auf trockener Straße.

Übertrieben direkte Lenkung beim Ford Mondeo Turnier In Sachen Komfort bleibt jedoch noch Luft nach oben: So erkauft sich der Skoda Superb Combi die sicheren Fahreigenschaften samt geringer Seitenneigung mit steifem Abfedern auf kurzen Stößen. Der geschmeidiger abgestimmte Ford Mondeo Turnier sorgt dafür mit seiner übertrieben direkten Lenkung für Unruhe, da sie zu häufigen Korrekturen zwingt. Sein größerer Wendekreis und die schlechtere Übersicht erschweren zudem Rangier-Manöver auf engem Raum. Umso ärgerlicher, dass die unbedingt erforderlichen Parkpiepser für vorn und hinten 505 Euro Aufpreis kosten. Denn ansonsten hat die getestete Titanium-Variante mit Alufelgen, CD-Radio, Klimaautomatik oder beheizbaren Sportsitzen alles Wesentliche an Bord. Und auch die Ford-Spezialität der beheizbaren Frontscheibe wird auf der Heimfahrt nach einem langen Ski-Tag geschätzt - selbst wenn die dünnen Heizdrähtchen das Licht entgegenkommender Fahrzeuge streuen und damit zu Lasten der Kontrast-Wahrnehmung gehen. Der Ford Mondeo Turnier punktet beim Preis Neben seinem günstigeren Basispreis kann der Ford Mondeo Turnier ( der Ford Mondeo Turnier im Dauertest ) noch mit dem etwas geringeren monatlichen Unterhalt punkten. Dennoch reicht es bei den Kosten nur zum Patt mit Fahrbericht-Sieger Skoda Superb Combi, da dieser über einen geringeren Verbrauch und die deutlich bessere Ausstattung aufholt: Als Elegance kommt er zwar rund 2.500 Euro teurer, dafür bringt er die Parksensoren mit und macht den Nachhauseweg mit Bi-Xenon-Scheinwerfern, Ledersitzen oder Tempomat angenehm. Zudem sorgt seine Stereoanlage samt CD-Wechsler für Entspannung. Ein bisschen Kraft zu sammeln kann auch nicht schaden. Wer tüchtig eingepackt hat, muss am Ende des Tages schließlich auch wieder viel auspacken.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2010-02-24

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