12neuwagen de12gebrauchtwagen de

Unsere Partnerseiten:

Testbericht

Christian Bangemann, 27. Oktober 2008

Der neue Fiesta ist gemessen am Vorgänger, kaum gewachsen: gerade einmal zwei Zentimeter in die Länge, vier in die Breite und fünf Zentimeter in die Höhe. Und an Gewicht hat er auch nicht zugelegt, im Gegenteil. Immerhin bringt er 20 Kilogramm weniger auf die Waage als der letzte Fiesta 1.6, der bei auto motor und sport zum Test antrat. Beide Viertürer waren übrigens sehr gut ausgestattet, im aktuellen Fall steht die Titanium-Version parat. Der Preis ist entsprechend hoch: 17.000 Euro. Nur ein Radio fehlt, kostet mindestens 805 Euro Aufpreis. Der Blick nach vorn offenbart die erste Schwäche der neuen Karosserie. Dass das vordere Ende eines Autos sich kaum einschätzen lässt, ist ein Schicksal, das der Fiesta mit vielen anderen Wagen teilt. Einparken macht trotz der angenehm kompakten Außenabmessungen keine rechte Freude, zumal der Blick nach hinten durch die ansteigende Fensterlinie und die breiten C-Säulen behindert wird. Auch beim Fahren auf der Landstraße stört die Unübersichtlichkeit, hervorgerufen durch die extrem flach stehenden A-Säulen, die den Blick in Kurven erschweren.

Keine Selbstverständlichkeit bei Kleinwagen Als Entschädigung bietet der Fiesta für seine Passagiere in der ersten Reihe ein angenehm großzügiges Platzangebot. In der zweiten Reihe geht es erwartungsgemäß nicht ganz so luftig zu. Aber Kopffreiheit ist mehr als ausreichend vorhanden und der Platz für die Beine reicht gut.Besonders löblich ist die üppige Länge der Fond-Sicherheitsgurte, mit denen sich auch sperrige Kindersitze ohne Mühe anschnallen lassen. Die hohe Kante der sehr breiten Ladeöffnung erschwert vor allem das Ausladen von Wasserkisten oder anderen schweren Gegenständen. Klappt man die asymmetrisch geteilte Sitzbank nach vorn, kommt eine zweite Kante dazu, einen ebenen Ladeboden gibt es nicht. Quell steter Freude Das der 120 PS-Motor die Werksangabe für den Sprint aus dem Stand auf 100 km/h nicht erreicht, spielt im täglichen Leben keine große Rolle. Auf der Autobahn im fünften und letzten Gang des gut schaltbaren Getriebes dreht der Motor locker an die 6.000er-Markierung. Der Tacho zeigt dann 200 km/h.

Der Testverbrauch von 7,6 Liter/ 100 km ist für einen ganz neuen Kleinwagen kein guter Wert. Auf der ökonomisch gefahrenen auto motor und sport-Normrunde sind es immerhin noch sechs Liter/100 km. Der Kleine ist agil und ohne Tücke Auf der Habenseite des Fiesta stehen wiederum die sehr guten Bremsen, die Verzögerungswerte wie bei einem Sportwagen ermöglichen, und sein Handling. Denn der Kleine ist agil und ohne Tücke. Auf Lastwechsel reagiert er mit einem kecken, aber harmlosen Heckschwenk. Kurven umrundet er mit großer Neutralität. Liegt nasses Laub im Scheitelpunkt, beginnt er, mild zu untersteuern.

Weiterlesen
Testwertung
4.0 von 5

Quelle: auto-motor-und-sport, 2008-10-27

Getestete Modelle
Ähnliche Testberichte
auto-motor-und-sport
4.0 von 5

auto-motor-und-sport, 2018-10-16

Ford Fiesta ST gegen VW Polo GTI: Vom Jäger und GejagtenFord Fiesta ST gegen VW Polo GTI: Vom Jäger und Gejagten
Ganzen Testbericht lesen
Autoplenum
3.0 von 5

Autoplenum, 2018-10-11

Ford Fiesta Sondermodelle - Schwarz, schnell, rotFord Fiesta Sondermodelle - Schwarz, schnell, rot
Schwarz, schnell, rot Ford Fiesta Sondermodelle Ganzen Testbericht lesen
Autoplenum
4.0 von 5

Autoplenum, 2017-10-14

Test: Ford Fiesta - Knapper Platz – großer SpaßTest: Ford Fiesta - Knapper Platz – großer Spaß
Knapper Platz – großer Spaß Test: Ford Fiesta Ganzen Testbericht lesen
Autoplenum
3.5 von 5

Autoplenum, 2017-10-09

Ford Fiesta Vignale - Läuft Luxus auch im Kleinformat?Ford Fiesta Vignale - Läuft Luxus auch im Kleinformat?
Läuft Luxus auch im Kleinformat? Ford Fiesta Vignale Ganzen Testbericht lesen
Autoplenum

Autoplenum, 2017-07-12

Das Wettrüsten bei den Kleinwagen - Der KlassenkampfDas Wettrüsten bei den Kleinwagen - Der Klassenkampf
Der Klassenkampf Das Wettrüsten bei den Kleinwagen Ganzen Testbericht lesen