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Testbericht

5. November 2007

Stolz zeigt Henrik Fisker, der ehemalige BMW und Aston Martin-Designer, die Verwirklichung eines Traumes: das Coupé unter seinem Namen - die eigene Marke verspricht Unsterblichkeit. Lebende Klassiker hat der Däne bereits hinterlassen. Den BMW Z8. Oder den Aston Martin V8 Vantage. Eine Alternative zum BMW Sechser und Mercedes CL will er bieten. "Es gibt doch kaum elegante Coupés im Drei-Box-Design", sagt Fisker und tritt damit den Branchen-Größen selbstbewusst vors Schienbein.

Limitierte Kleinserie

Dieser Fisker Latigo CS ist keine Fingerübung, sondern erstes Exemplar einer Kleinserie. Sie ist auch in Europa erhältlich und soll 150 Stück nicht überschreiten. "Unser Top-Modell kostet nicht drei Millionen, sondern nur etwa 300.000 Dollar", scherzt Fisker und spielt damit auf den Glickenhaus-Ferrari an. Der Latigo trägt das Firmenlogo wie einen Schönheitsfleck auf seiner Fronthaube. Darunter der martialische Charakter-Grill. Er ist der Silhouette des Kampfjets F/A 22 Raptor nachempfunden.

Bis zu 654 PS statt der 507 im M6 sollen erwachen, wenn man den Startknopf drückt. Denn für 54.000 Euro bietet Fisker ein Performance-Paket mit Motortuning von Racing Dynamics an. 5,6 statt fünf Liter Hubraum, erweiterter Ansaug- und Auspufftrakt - mehr Luft rein und schneller wieder raus. Das ändert auch den Klang des V10 dramatisch. Der heiß gemachte Motor sägt eigensinnig, nimmt aber willig Gas an. Erstaunlich tief grollt der Zehnzylinder. Bass statt Bariton.

US-Schicksal: Cruiser statt Sportler

Dank des US-Tempolimits wird den Latigo CS aber wohl nur das Schicksal des Boulevard-Brenners ereilen. Legales Grenzbereich- Schnuppern? Bleibt nur die S-Auffahrt zum Highway. Kurz blendet die Vorstellungskraft eine Hügellandschaften ein, es folgt ein euphorischer Dreh am Lenkrad. Der Latigo gehorcht. Nicht gierig, aber neugierig. Die Reifen jauchzen, es scheint ihnen zu gefallen. Natürlich darf man von einem 1,8-Tonner selbst mit Sportfahrwerk keine ballettartige Wendigkeit erwarten, athletische Kraft sehr wohl.

Begeistert nimmt der Fisker den Wechselschwung, setzt im Scheitelpunkt satt um, platziert seine Leistung motiviert am Ausgang - und lässt sich erst vom ASR einbremsen. Die Traktion des Basis-M6 ist endlich, die des Latigo folglich auch. Da stört es kaum, dass zur ersten Ausfahrt der Power-Knopf und damit 100 Zusatz-PS nicht aktiviert waren. Zumal der gesetzestreue rechte Fuß bei 60 Meilen lupft. Ohnehin verkauft sich ein Fisker über seine optische und nicht die tatsächliche Performance.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2007-11-05

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