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Testbericht

22. Oktober 2007

Der Klang schwillt mit der Leistung: Bis 3.000/min rumort der Achtzylinder unterschwellig. Dann öffnet die Auspuffklappe und damit der Loudness-Modus. Deutlich ernsthafter als im F430 übernimmt das Drehmoment die Dynamik. Bei 5.250/min und 470 Nm Maximum schalten sich ein fiktiver Lader und durchdringende Mitten zu. 7.000/min: Der 4,3-Liter kreischt wie der Formel 1-V8 leiser, dennoch voluminöser. Die anregende Ästhetik des Lärms - wie ein Süchtiger erwartet man im Scuderia den finalen Kick bei 8.500/min. 510 PS als hohes C des Vierventilers, vorgetragen mit der Gelassenheit des jungen Pavarotti.

430 Scuderia als Enzo light

Die Frage, ob sich die Faszination eines F430 noch steigern lässt, ist damit beantwortet. Der 100 Kilogramm leichtere Scuderia ist mehr als ein verbesserter F430. Er ist ein Neuzeit-GTO, ein Enzo light zum Preis von 206.300 Euro. Generaldirektor Amedeo Felisa forderte die Zeiten des bislang schnellsten Serien-Ferrari auf der Teststrecke von Fiorano - und zwar ohne glamouröse Gesten oder heldenhafte Heckschwenks. Und tatsächlich zeigt die Uhr exakt die geforderten 1,25 Minuten des Enzo an, wenn das Manettino auf Race steht.

Das Hebelchen am Lenkrad bietet fünf voreingestellte Setups von der prozessorgesteuerten Stabilitäts-Garantie bis hin zur freien Wahl zwischen Dynamik oder Dreher. Beeinflusst werden die Motorkennlinie, das elektronisch gesteuerte Differenzial, die Traktionskontrolle, ESP, die Stoßdämpfer - und das automatisierte Schaltgetriebe F1-Superfast 2. In 60 Millisekunden rammt die Schaltmuffe den nächsten Gang hinein. Fast würde man das Getriebe bedauern, wäre da nicht die anmachende Formel 1-Akustik.

Komfortabel-sportliches Schumi-Set-Up

Vergessen ist das unvorhersehbare Fahrverhalten früher Mittelmotor-Haudegen. Feinsinnige Korrekturen der Lenkung werden auch dann noch willig umgesetzt, wenn sich Beifahrer bereits hilfesuchend an den wulstigen Sitzwangen festklammern. Michael Schumacher sei Dank. Ferraris berühmtester Angestellter stimmt GT-Sportwagen jetzt ebenso akribisch ab wie früher seinen F1 und brachte eine brillante Idee mit: ein zusätzlicher Knopf in der Mittelkonsole. Damit lassen sich die Stoßdämpfer milde stimmen - selbst wenn in der Race-Vorwahl alle Systeme unnachgiebig maximiert sind.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2007-10-22

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