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Testbericht

10. Juli 2014
Die ganze Downsizerei war in letzter Zeit vorhersehbar geworden: Bei Kompakt- und Kleinwagen ging es immer mehr zum Dreizylinder-Vierventiler mit Benzin-Direkteinspritzung und kleinem Turbolader für frühes Ansprechen. Jetzt kurvt der Nissan Note um die Ecke, der in seiner stärksten Version einen aufgeladenen Dreizylinder mit Benzin-Direkteinspritzung unter der Haube trägt. Aber: Es ist ein Kompressor. Dieses Aufladeprinzip, schon im späten 19. Jahrhundert erdacht, schien seine besten Tage mal wieder hinter sich zu haben. Bis vor ein paar Jahren feierte der Kompressor noch einen dritten Frühling, der auch vom Ruhm der sportlichen Erfolge in Vorkriegsrennwagen und den Gruppe-B-Rallye-Monstern der 80er lebte. An seinem grundsätzlichen Vorteil hatte sich über die Jahre nichts geändert: Er spricht früher an, als es einst die Turbos konnten. Allerdings zapft er sich bei höheren Drehzahlen immer mehr Kraft ab, um sich selbst anzutreiben. Deshalb kuppelte sich schon im Lancia Delta S4 der Kompressor, der für frühes Drehmoment sorgte, bei mittleren Drehzahlen ab. Ein Turbo kümmerte sich dann um Leistung.

Nissan Note mit viel Platz und großem Kofferraum Beim 1.2 DIG-S des Nissan Note dagegen schaltet sich der Kompressor per Magnetkupplung erst bei rund 1.600/min zu. Darunter arbeitet der mit 12:1 hoch verdichtete Dreizylinder als Sauger – das soll vor allem auf niedertourigen Stadtfahrten die Effizienz verbessern. So legt der Nissan Note etwas müde los, erst recht wenn der leistungs- und drehmomentmindernde Eco-Modus aktiviert ist. Ohne Rucken schaltet sich schließlich der Kompressor zu und sorgt für homogene Kraftentfaltung. Allerdings zieht der Nissan Note schwächlich durch, liegt das maximale Drehmoment doch trotz Aufladung erst bei 4.400/min an. Überhaupt erwartet man bei einem knapp 1,2 Tonnen leichten Auto mit 98PS ein vehementeres Vorankommen – oder einen niedrigeren Verbrauch. Mit 7,3 l/100 km liegt der Note auf einem Niveau mit dem größeren, kultivierteren und eiligeren Peugeot 308 SW mit 1,2-Liter-Turbobenziner. Wobei am Nissan Note ohnehin kein Temperamentsbolzen verloren gegangen ist, biegt er doch besonnen und mit wenig Rückmeldung in der indirekten Lenkung um Kurven. Auch die rumpelige Federung und das hakelige Fünfganggetriebe entsprechen nicht dem restlichen Niveau des Note, der mit cleverer Variabilität, viel Platz, großem Kofferraum und umfassendem Assistenz-Arsenal eine Kompakt-Alternative sein könnte. So kommt die Topversion Tekna serienmäßig mit Spurhaltehelfer, Kollisionswarner, der Rundumkamera und als 1.5 dCi nur 950 Euro teurer. Dafür mit dem überzeugenderen Diesel – einem Turbo.
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Quelle: auto-motor-und-sport, 2014-07-10

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