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Testbericht

30. Juni 2016
"Denken Sie an Reisen, dann denken Sie an den Zafira“, heißt es bei der Präsentation. Damit sind natürlich nicht Palmen und Strand, sondern lange Fahrten gemeint. Der erste Eindruck hinter dem Steuer: Ja, hier lässt es sich in der Tat über längere Zeit aushalten. Von den bequemen Sitzen aus blickt der Fahrer auf eine, dank 7-Zoll-Touchscreen, tastenbereinigte Cockpit-Landschaft. Weiche Kunststoffe und Zierelemente sind hochwertig verarbeitet, einzig die Tasten bleiben etwas hinter dem guten Gesamteindruck zurück.Konnektivität haben sich die Opelaner groß auf die Fahne geschrieben. An Bord lassen sich die führenden Smartphone-Systeme einbinden und über den Touchscreen steuern, inklusive Navi-Funktion und Musik-Streaming. Mit dem optionalen Onstar kommt ein LTE-Hotspot für bis zu sieben Endgeräte obendrauf. Vor dem Losfahren noch ein Blick rundum – die Übersichtlichkeit wird an keiner Stelle empfindlich geschädigt.

Fahrwerk im Zafira überzeugt
Also Schlüssel rum und der Zweiliter-Topdiesel mit seinen 170 PS und 400 Nm Drehmoment erwacht sanft zum Leben. Verbindlicher wird das Aggregat ab 2.500 Umdrehungen und schiebt den 1.748 Kilo schweren Van souverän über den Asphalt, sodass auch Überholmanöver keinen Schweißausbruch provozieren. Das im Testwagen verbaute mechatronische Flexride-Fahrwerk bietet drei Modi: Normal, Tour und Sport. Während letzterer für Segment-untypischen Fahrspaß in schnellen Kurven gut abgestimmt ist, federt der Tour-Modus Unebenheiten weg, ohne den Eindruck vom völligen Straßenkontakt-Verlust zu erwecken.Drei kleine Dämpfer muss sich der Rüsselsheimer dann aber doch gefallen lassen. Die Gassen des manuellen Sechsgang-Getriebes sind nicht präzise genug, um schnelle Schaltvorgänge zuzulassen. Zudem nehmen die Windgeräusche ab Tempo 130 aufwärts deutlich Fahrt auf. Der Motor bleibt dagegen ruhig und kultiviert. Zu ruhig ist er nur, wenn die Start-Stopp-Automatik ihren Dienst antritt, denn bis der Motor wieder startet vergehen ein paar Zehntel zu viel.

Bekannt gute Flexibilität
Der Opel Zafira verdient seine Lorbeeren beim Kundenstamm jedoch traditionell nicht mit Kurvenräuberei und einer Hatz nach der Höchstgeschwindigkeit. Der Kompaktvan soll flexibel und funktional sein, und das ist er. Der Kofferraum in der Fünfsitzer-Konfiguration schluckt respektable 710 Liter. 1.860 Liter werden es, wenn die Sitze umgelegt werden. Die hinteren Sitze lassen sich aber nicht einfach nur umlegen, auch einen Lounge-Modus hat Opel, getreu der eingangs erwähnten Betitelung dazugepackt. Dabei wird der mittlere Fond-Sitz nach vorne geklappt und dessen Seitenwangen nach oben. Die beiden äußeren Sitzplätze können dann nach innen eingerückt werden, was für zusätzliche Schulterfreiheit sorgt. Das klappt intuitiv und ohne Gefummel. Nur die flexible Mittelkonsole zwischen Fahrer- und Beifahrersitz sollte dann nicht ganz zurück geschoben werden, sonst lässt sich die Mittelarmlehne hinten nicht ganz so problemlos arretieren.

Familiengesicht für den Opel Zafira
Rein äußerlich hat Opel den Zafira an das aktuelle Markengesicht angepasst. Zusammen mit den optionalen AFL-LED-Leuchten und der Chromspange im Grill wirkt der Van tatsächlich satter und breiter, wie von Chefdesigner Uwe Müller versprochen. Die neuen Lichter beinhalten keine beweglichen Teile mehr. Die LED-Bänder passen sich automatisch an die Straßen- und Licht-Verhältnisse an. Der Linienschwung der frisch gestalteten Front findet sich auch im Innenraum wieder. Etwa in der Form der Türöffner, oder dem Armaturenbrett. Damit wirkt der "Multi Purpose Van“, wie Opel ihn getauft hat, konsequent gestyled. Jetzt muss den Kunden der Look nur noch gefallen. Die Preise des neuen Zafira wurden gegenüber dem Vorgänger moderat angehoben, und zwar um 40 Euro. Los geht’s mit dem 1,4 Liter Turbobenziner mit 120PS für 21.990 Euro. Den von uns gefahrenen Spitzen-Selbstzünder gibt es ab 30.795 Euro. 1,6-Liter-Diesel werden im Sommer noch nachgelegt. Ende September kommt der Zafira in die Autohäuser.
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Testwertung
4.0 von 5

Quelle: auto-motor-und-sport, 2016-06-30

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