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Testbericht

14. Mai 2016
Hand aufs (Sportler-)Herz: Wann haben Sie als Mittelklasse-Käufer zuletzt einen Alfa Romeo in die engere Wahl genommen? Lag der Griff zu einem Audi A4, einem BMW 3er, einer Mercedes C-Klasse oder jüngst einem Jaguar XE nicht näher? Das könnte sich künftig ändern - mit der neuen Giulia. (Zum Fahrbericht der 510-PS-Variante)

Nicht umsonst wählt der italienische Hersteller einen traditionsreichen Namen, will an den glorreichen Zeiten anknüpfen, die in der Mittelklasse allerdings spätestens mit der 75-Reihe endeten; der 155 kam unter der Führung von Fiat mit Frontantrieb, seine Nachfolger ebenfalls. Nun wischt Alfa Romeo die unrühmliche Vergangenheit mit einer Plattform namens Giorgio - ja, nicht Giulia - weg. Und die hat es in sich: Sie lässt sich vom Kompaktmodell bis zur Fünf-Meter-Limousine stauchen oder strecken – und treibt entweder ausschließlich die Hinterräder an oder alle Viere.

Giulia mit guter Verarbeitung
Ab sofort ist die Giulia bestellbar, zunächst zu Preisen ab 34.100 Euro. Dafür gibt es den 2,2-Diesel mit 150 PS, gegen einen Aufschlag von 3.300 Euro alternativ den hier gefahrenen 2.2 JTDm 16V mit 180 PS. Die Preise liegen leicht unter denen vergleichbarer Audi- und BMW-Modelle, allerdings gibt Alfa Romeo der Giulia eine bessere Ausstattung mit. Das fängt ja schon gut an. Der Innenraum lädt klar gegliedert und mit angenehmen Materialien ein; das Qualitätsniveau liegt etwa zwischen 3er BMW und Audi A4. Für zwei Erwachsene reicht der Platz auf der Rückbank aus, setzt aber keine neuen Maßstäbe. Eher schon beeindruckt die sportliche Ergonomie: Der Fahrersitz lässt sich so einstellen, dass die Arme wie von selbst Lenkrad und Bedienelemente erreichen. Selbstverständlich? Vielleicht, aber bei Alfa darf man das durchaus als lobenswerte Abkehr von der Tradition verstehen. Das wichtigste Bedienelement, der Startknopf, befindet sich im Lenkradkranz. Über einen Dreh-Drückregler sind die Fahrmodi anwählbar, ebenso die Infotainment-Funktionen.

Alfa Romeo Giulia 2,2 JTDm 16V mit leichtfüßigem Fahrverhalten
Start: Etwas rumorig erwacht der Diesel, läuft dann vernehmlich, aber kultiviert. Sanft lässt das optionale Achtgang-Automatikgetriebe von ZF die Giulia anrollen und wechselt die Fahrstufen nahezu unmerklich. Eine angenehme Selbstverständlichkeit bestimmt das Fahren – als würde man die Giulia bereits lange kennen. Leichtfüßig nimmt der direkt übersetzte 1,5-Tonner die erste Kurvenkombination, wirkt dabei kürzer und schmaler als die tatsächlich ausgewiesenen 4.639 Millimeter Länge und 2.024 Millimeter Breite. Hält man etwas zu optimistisch in eine Kurve hinein, dann schiebt die Giulia sanft über die Vorderräder, was ein sicheres Gefühl vermittelt. Beruhigend auch das Wissen um serienmäßigen elektronischen Helfer wie die autonome Notbremsfunktion mit Fußgänger-Erkennung, Spurhalteassistent und Tempomat. Optional kommen Rückfahrkamera, Fernlichtassistent, Totwinkelwarner sowie Einparkhilfen hinzu.

Alfa Romeo Giulia bald mit günstigerem Einstiegsmodell
Ab Mitte Juni wird die Motorenpalette um eine 136PS-Einstiegsversion des 2.2 JTDm erweitert – zu Preisen ab 33.100 Euro. Diese dürfte den Kreis der Interessenten noch vergrößern, ebenso die später folgenden Vierzylinder-Benziner.
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Testwertung
4.5 von 5

Quelle: auto-motor-und-sport, 2016-05-14

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