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Testbericht

27. September 2007

Nur wer ganz genau hinschaut, kann vielleicht noch die Formensprache von Mercedes identifizieren – ansonsten ist der GL 500 nicht wiederzuerkennen. EDAG, Spezialist für Sonderfahrzeugbau und Fertigungsanlagen aus Fulda, hat ab hier seine eigene Handschrift hinterlassen.

Im Vergleich zum Basisfahrzeug wurde der LUV (Luxury Utility Vehicle) kräftig gestreckt. Der Radstand wächst um 51 Zentimeter, und in der Länge (5,75 Meter) sind sogar 66 Zentimeter hinzugekommen. Trotz aller Veränderungen stammen 90 Prozent der Teile aus dem Regal des Ausgangsprodukts. Doch wo beim GL hinter der Rückbank ein Kofferraum beginnt, bietet der LUV eine Pickup-Ladefläche im maritimen Look.

Computer fahren mit

Passend zur Außenlackierung empfängt der Innenraum seine bis zu fünf Passagiere mit hochwertigen, weißen Brabus-Ledersitzen und schwarz abgesetzten Nähten und Kedern. Instrumentierung, Platzangebot und Cockpitgestaltung blieben hingegen unverändert und präsentieren sich im aktuellen Mercedes-Stil. Einzig in die Mittelkonsole wurde viel Chrom eingebracht, der nun mit dem tief gezogenen Kühlergrill um die Wette blitzt.

Richtig luxuriös wird es in der zweiten Reihe. In den Lehnen der Vordersitze sind vollwertige mobile PC installiert. Auf Knopfdruck klappen elektrisch Tastaturen hervor. Dass Fahren die eigentliche Bestimmung des LUV ist, gerät darüber fast in Vergessenheit. Dabei zeichnet Brabus neben dem Interieur auch für Fahrwerk und Motor verantwortlich. Der Bottroper Tuner hat sich vor allem den serienmäßigen Achtzylinder des GL 500 zur Brust genommen und ihm mit einer Hubraumerhöhung auf 6,1 Liter eine ordentliche Kraftspritze verabreicht. 462 Pferdestärken und 615 Newtonmeter Drehmoment beflügeln den LUV trotz 2.500 Kilogramm Eigengewicht.

Der permanente Allradantrieb bringt die Motorkraft über die 22-Zoll-Räder zuverlässig auf die Straße. So lange, bis die Hochleistungsbremsanlage mit Zwölf-Kolben-Aluminium-Bremssätteln vorn und Sechs-Kolben-Festsätteln hinten die Fuhre sicher wieder einbremst. Der Verbrauch liegt laut Brabus übrigens 0,5 Liter über dem der Serienversion mit 13,9 Liter auf 100 Kilometer.

Bald ein Wüstenschiff?

Wer Kapitän an Bord des EDAG LUV werden möchte, muss zirka eine halbe Million Euro für das Exemplar einer Kleinserie auf den Tisch blättern. Erste Interessenten aus Wüstenstaaten soll es schon geben.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2007-09-27

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