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Testbericht

16. Oktober 2009

Design ist Geschmacksa­che, und was teuer ist, muss noch lange nicht schön sein - speziell bei Autos lässt sich trefflich diskutieren. Bei den Modellen der Renault -Tochter Dacia dürfte jedoch weitgehend Einigkeit bestehen: Deren Verpackung fällt ausge­sprochen nüchtern und unauf­fällig aus.

Der Dacia Sandero zählt 2009 zu den begehrtesten Importautos Das hat ihrer Beliebtheit bis­lang nicht geschadet - speziell der Dacia Sandero ( zum Fahrbericht des Dacia Sandero ) zählt 2009 mit 38.062 Neuzulassungen bis Ende August zu den be­gehrtesten Importautos. Mit dem Stepway schiebt Dacia ab Oktober eine Variante im SUV-Look nach. Das Rezept ist nicht neu, aber wirkungs­voll: Die Anbauteile - umlau­fende, schwarze Kunststoffleisten sowie Seitenschweller und ein angedeuteter Unter­fahrschutz an Front und Heck in mattem Chrom - verstärken den robusten Auftritt des Kleinwagens und werden durch 16-Zoll-Aluräder mit stämmiger 195/55-Bereifung sowie eine Dachreling ergänzt. 20 Millimeter mehr Bodenfrei­heit mindern die Gefahr, dass die Fahrzeugunterseite auf ausgewaschenen Feldwegen frühzeitig Schaden nimmt, aber mehr Geländetauglichkeit sollte man dem Fronttriebler nicht abverlangen. Ganz ne­benbei bringt die höhergelegte Karosserie einen bequemeren Ein- und Ausstieg mit sich. Der Dacia Sandero Stepway bietet ausreichend Platz für vier Personen Innen unterscheidet sich der Stepway dagegen kaum von seinen zivilen Brüdern, spezi­fische Akzente beschränken sich auf weiße Ziernähte an schwarzen Sitzbezügen und die in "Steingrau" gehaltene Mittelkonsole. Somit herrscht hier dem günstigen Preis ge­schuldetes, aber routiniert ver­arbeitetes Hartplastikambiente und - was den meisten Kun­den viel wichtiger sein dürfte - ausreichend Platz für vier Personen und immerhin 320 Liter Gepäck unter der serien­mäßigen Abdeckung. Obwohl das Lenkrad nicht verstellbar ist, finden auf den langstreckentauglichen Vordersitzen selbst groß gewachsene Fahrer eine passende Position. Der Blick auf den oberen Teil der Instrumentenskalen bleibt ih­nen jedoch verwehrt, auch die tief platzierten Drehregler für Heizung und Lüftung sowie die Leuchtweiteneinstellung sind schlecht erkennbar.

Der Dacia Sandero Stepway basiert auf der bewährten Renault-Plattform Ansonsten bereitet die Bedie­nung keine Probleme - viel zu bedienen gibt es ohnehin nicht. Auch das Umlegen der Rücksitzlehne zum Erweitern des Gepäckraums gelingt kin­derleicht und ohne Ausbau der Kopfstützen. Allerdings gibt sich der Dacia Sandero mit seinem simplen Entriegelungshebel und der zweckorientierten Aus­kleidung von Innen- und Ge­päckraum keine Mühe, seine kostengünstige Machart zu verbergen. Aber: Alles funktio­niert und nichts klappert. Diese Ehrlichkeit weckt Sym­pathien, die der Stepway mit seiner bewährten Renault-Plattform beim Fahren nicht verspielt. Unebenheiten müs­sen schon kräftig ausfallen, damit die Passagiere sie als störend wahrnehmen. Dacia Sandero Stepway: ESP ist nicht verfügbar Für Komforteinbußen ist eher der kernige Diesel zuständig, der im Testdurchschnitt 6,3 Liter auf 100 Kilometer verbrennt. Das Temperament reicht aus, zumal der Softroader ohnehin keine dynamischen Ambiti­onen weckt. Falls doch, bleibt der Fronttriebler selbst in kniff­ligen Situationen meist gutmü­tig. Die Servolenkung liefert aber nur wenig Rückmeldung, und Unterstützung durch ESP bietet der Sandero nicht einmal gegen Aufpreis. Das ist bei Dacia trotz Renault-Technik leider so üblich. Der Stepway muss unverständlicherweise sogar ohne Seitenairbags aus­kommen, die für die anderen Sandero-Varianten zumindest optional lieferbar sind. Mit diesen Einschränkungen müssen sich Stepway-Interes­senten arrangieren. Den Mehr­preis gegenüber dem norma­len Dacia Sandero verschleiert Dacia in schwer vergleichbaren Mo­tor- und Ausstattungskombinationen.

Die Preise für den Dacia Sandero Stepway 1.5 dCi beginnen bei 11.290 Euro Aber teuer ist der Rumäne auch in Freizeit-Gar­derobe nicht. 11.290 Euro kostet er mit dem filterlosen Diesel; inklusive Klimaanlage, CD-Radio, vorderen elek­trischen Fensterhebern und Zentralverriegelung klettert der Preis auf 12.440 Euro.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2009-10-16

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