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Testbericht

25. Juli 2008

Um es gleich vorwegzunehmen: Nein, er hat kein ESP. Wie auch, schließlich basiert der neue Dacia Sandero auf dem größeren Logan, und der war einst ausschließlich für Osteuropa und Südamerika gedacht. Für Länder also, in denen sich Autos nicht über die Sicherheitsausstattung verkaufen, sondern über den Preis. Doch die Geschichte ist bekannt: Inzwischen geht das Konzept, mit Renault-Technik von gestern das Preisgefüge von heute durchzuwirbeln, so gut auf, dass die Rumänen kaum noch mit der Produktion nachkommen.

Auch ohne elektronischen Schleuderschutz dürfte der Sandero für weiteres Wachstum sorgen. Schließlich liegt er mit 7.500 Euro für die Basis 1.000 Euro unter einem durchschnittlichen Gebrauchten - ohne schon von weitem nach Billigheimer auszusehen. Dank stämmiger Kotflügel, großen Lampen sowie geschwungener Seitenlinie ist der Ostblock-Mief des Logan Stufenheck passé. Und über das Hartplastik-Armaturenbrett zu lästern wäre angesichts des Preises mehr als unfair.

Platz für vier Personen und 320 Liter Gepäck

Mit 4,02 Meter Länge liegt der Sandero näher am Clio als am Mégane. Trotzdem sitzen vier Erwachsene kommod und freuen sich über praktische Ablagen, viel Kopffreiheit sowie einen bequemen Einstieg. Üppig auch der 320 Liter große Gepäckraum, der durch Umklappen der Rücklehne (ab Lauréate geteilt) auf 1.200 Liter wächst.

Doch ganz klar: Insgesamt lässt sich wenig entdecken, was nicht schon an einem Golf III von 1991 zu finden war. Mit langen Federwegen und weicher Abstimmung kassiert das Dacia-Fahrwerk dafür selbst fiese Schlaglöcher. Die starke Seitenneigung in Kurven gepaart mit kräftigem Untersteuern erstickt allerdings sportliche Ambitionen des Fahrers schon im Keim.

Auto mit Neunziger-Jahre-Charme

Eine gemütliche Gangart legen auch die beiden Renault-Benziner nahe (Diesel ab 2009). Da der 1,6-Liter kaum lebendiger wirkt als die 75-PS-Basis, kann man sich den Aufpreis sparen - etwa um die Serienausstattung aufzupeppen, die ebenfalls dem Stand des ausgehenden 20. Jahrhunderts entspricht. Mit Klimaanlage, Servolenkung, Radio und vier Airbags kommt ein Sandero dann auf 10.000 Euro. Das Argument, angesichts von so viel Neunziger-Jahre-Charme gleich einen Gebrauchten zu nehmen, kontert Dacia: mit drei Jahren Garantie bis 100.000 Kilometer. Fehlt nur noch ESP.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2008-07-25

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