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Testbericht

7. März 2014
Sie liebäugeln mit dem Kauf eines Dacia Duster? Dann warten Sie besser noch ein wenig – so zehn, fünfzehn Jahre vielleicht. Das klingt wie ein sehr unnützer Tipp? Ist es natürlich auch. Doch die Kernaussage ist richtig. Denn obwohl Dacia sein Low-Budget-SUV nun aufgewertet hat, entspricht der Preis exakt dem von Anfang 2013. Damals kostete das Topmodell wie heute 18.490 Euro, das nun serienmäßige ESP aber erforderte noch einmal 300 Euro extra. Und 2011 war der Preis sogar höher. Wenn das so weitergeht …

Dacia Duster mit geringerem Spritverbrauch Kann es natürlich nicht, doch der ohnehin attraktive Preis des Dacia Duster ist nach der Modellpflege noch heißer als zuvor. Denn mit der Renovierung kam auch eine Eco-Taste. Die ändert die Kennfelder des Motormanagements und drosselt die Leistung der Klimaanlage. Das soll den Durst des 110PS starken Turbodiesels um rund zehn Prozent senken, geht aber mit einem deutlich trägeren Ansprechen auf Gasbefehle einher. Wer das akzeptiert, kann mit kaum mehr als dem vom Werk genannten Normverbrauch von 5,2 Liter durch den Alltag kommen. Es gibt also durchaus sparsamere Autos in dieser Klasse, doch sparen kann man bei Dacia ja bereits beim Kauf. Und fürs sauer verdiente Geld gibt es im Falle des Dacia Duster einen beachtlichen Gegenwert. Nach wie vor genügend Platz für bis zu fünf Mitfahrer etwa, einen mit wenigen Handgriffen von 443 auf 1.604 Liter vergrößerbaren Kofferraum mit ebener Ladefläche sowie 1.500 Kilogramm Anhängelast.

Fahrer hat die Wahl beim Allradantrieb Auch der Allradantrieb zählt natürlich dazu, der dem Fahrer die Wahl lässt zwischen reinem Vorderradantrieb, variabler Kraftübertragung zwischen Vorder- und Hinterachse und gesperrter 50:50-Balance für ernsthaftere Geländeprüfungen. Die kann der Dacia Duster dCi 110 4x4 dank 21 Zentimeter Bodenfreiheit und kurzer Überhänge sogar chancenreich in Angriff nehmen. Im Zuge der Modellpflege spendierte Dacia seinem Duster nicht nur ein feineres Bugdesign mit neu gestalteten Scheinwerfern, deren Lichtausbeute allerdings unzeitgemäß funzelig ist. Der Fahrer blickt nun auch auf drei statt zwei Rundinstrumente, deren rechtes ein Multifunktionsdisplay mit gar nicht mal so vielen Anzeigeoptionen ist. Die Fensterheberschalter wanderten aus der Mittelkonsole in die Türverkleidung des Dacia Duster und sind dort besser zu bedienen; sie machten Platz für ein berührungsempfindliches Display, das zum in der Ausstattung Prestige serienmäßigen Navigationsgerät mit Bluetooth-Freisprecheinrichtung und Anschlüssen für externe Musikquellen gehört.

Dacia Duster mit ungenügend ausgeformten Vordersitzen Nichts getan hat sich allerdings am schütteren Komfort der Vordersitze. Sie tragen zwar wie die bequeme Rückbank im Prestige Leder (eine Sitzheizung wäre nett, zumindest gegen Aufpreis), doch sie sind ungenügend ausgeformt und nerven beim Fahrerwechsel mit einem kaum erreichbaren Hebel zur Justierung der Lehnenneigung. Auch die Leistung der Heizung, deren Drehregler tief unter dem Navi-Monitor schlecht erreichbar sind, könnte besser sein. Viel Abwärme des 1,5-Liter-Diesels scheint sie jedenfalls nicht abzubekommen. Dafür lässt der langhubige Zweiventiler umso mehr von sich hören. Mit hartem Nageln absolviert er den Kaltstart, und unüberhörbar verdichtend und selbstzündend verrichtet er dann sein Tagwerk. Dabei assistiert ihm ein Sechsganggetriebe mit unpräziser, teigiger Schaltung, das jedoch gut auf die Leistungscharakteristik des nicht sonderlich drehfreudigen Motors abgestimmt ist. So lässt es sich dank guter Beschleunigungselastizität schaltfaul fahren – mit ordentlichem Temperament diesseits hoher und lauter Drehzahlen. Ein Liebhaber zügiger Kurvenzirkelei ist der komfortabel federnde Dacia Duster auch in der aktuellen Ausgabe nicht. Dazu agiert die Lenkung zu teilnahmslos mit wenig Rückmeldung und unpräzisem Ansprechen, dazu wankt er auch zu stark und gerät früh in den Regelbereich des wenig diskret agierenden ESP. Wer den Dacia-SUV dynamisch bewegen will, hat ihn ohnehin falsch verstanden. Denn Agilität in dieses Auto hineinzukonstruieren, wäre wie die Optimierung anderer Schwächen teure Ingenieurskür. Der Dacia Duster aber ist gedacht als Pflichterfüller. Damit hat er genug zu tun.
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Testwertung
3.5 von 5

Quelle: auto-motor-und-sport, 2014-03-07

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