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Testbericht

25. September 2007

Alle drei, auch der Skoda als Jüngster im Feld, kratzen mittlerweile an der Vier-Meter-Grenze. Jener Marke also, die einst der selige Käfer als Raummaß für das deutsche Familienauto setzte. Dennoch bleiben die Kandidaten Kleinwagen: Für die große Ferienreise mit der Familie würde es in allen dreien knapp. Doch das ist auch nicht ihre wahre Bestimmung. In der Praxis sind Variabilität und Alltagsnutzen gefragt. Mit teil- und klappbaren Rücksitzlehnen können alle drei punkten.

Clio betont komfortabel

Für ESP muss man im Clio dagegen 500 Euro extra investieren. Unverständlich, dass ein so sicherheitsorientierter Hersteller diesen wichtigen Unfallschutz nicht serienmäßig offeriert. Die fahrdynamischen Qualitäten des Clio sind ansonsten gut. Selbst ohne elektronischen Eingriff umrundet er stramm angegangene Kurven problemlos. Sanft untersteuernd und gut beherrschbar entwickelt er so etwas wie Kurvenfreudigkeit, ohne dabei den Komfortanspruch in Sachen Federung aufzugeben.

Corsa und Fabia nehmen die Sache mehr von der sportlichen Seite. Während der Corsa mit nachsichtiger Dämpfung noch Milde einstreut, lässt der Fabia keinerlei Zweifel an der Beschaffenheit des Untergrunds aufkommen. Gleiches gilt für die Lenkung - hier zu leichtgängig um die Mittellage, dort erfreulich präzise und handlich. Beim Bremsen hat sich der neue Skoda deutlich verbessert. Er setzt sich in diesem Kapitel von seinen Konkurrenten ab, insbesondere vom Renault, dessen Anhalteweg sich in allen Disziplinen merklich in die Länge zieht.

Skoda punktet beim Antrieb

Nicht unerwartet kann der Skoda dank seinem Plus an Hubraum und Leistung seine Pole-Position verteidigen. Er hängt willig am Gas, kann aber nahe der Höchstgeschwindigkeit das Trommelfell der Insassen ordentlich strapazieren. Und er setzt seinen Leistungsüberschuss von elf PS gegenüber den 75 PS des Renault weniger wirkungsvoll in Szene als erwartet. Der Franzose glänzt zudem mit dem geringsten Testverbrauch. Da lässt sich leichter darüber hinwegsehen, dass das Durchschalten seiner fünf Gänge mitunter etwas hakelig vonstatten geht.

Ohne wirklich gravierende Schwächen bewegt sich der 80-PS-Motor des Opel wie ein unauffälliges Neutrum zwischen den Polen. So bestätigt sich am Ende der Gesamtsieg des Newcomers Fabia, der in einem gelungenen Kompromiss aus Fahreigenschaften und Raumnutzung kaum Schwächen zeigt. Freilich muss sich der Clio in seinem ausgewogenen Charakter nicht verstecken. Dem Corsa fehlt in nahezu allen Disziplinen des olympischen Mehrkampfs fast immer eine Nasenspitze, daher bleibt ihm nur die - ehrenvolle - Bronzemedaille.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2007-09-25

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