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Testbericht

5. Dezember 2007

Der neue Mini Clubman und der Peugeot 207 SW sind die jüngsten Sprösslinge, die beides sein wollen - sportlich- schick und praktisch zugleich. Und doch könnten die beiden kaum unterschiedlicher sein. Das gilt nicht nur für den offensichtlichen, optischen Eindruck. Schon beim ersten Platznehmen auf dem Fahrersitz offenbaren sich weitere Unterschiede. Während man im Peugeot wie in jedem anderen Kombi der Welt recht hoch hinter einer weit vorn angesetzten, flach stehenden Windschutzscheibe sitzt, hockt der Fahrer im Clubman wie in einem Sportwagen deutlich tiefer über dem Asphalt.

Die Oberflächen und Materialien im Innenraum des Mini wirken durchweg hochwertiger als im Peugeot. Angesichts des saftigen Mehrpreises von rund 3.000 Euro darf man das wohl erwarten. Zusätzlich muss beim Clubman vieles, was beim 207 SW in der getesteten Sport-Version serienmäßig ist, extra bezahlt werden. Beispiele gefällig? Klimaanlage: 960 Euro. Bordcomputer: 150 Euro. Beheizbare Außenspiegel: 60 Euro.

Antriebs-Patt

Antriebsseitig herrscht dagegen nahezu Gleichstand. Beide verwenden den gleichen, von Peugeot gefertigten und mit Schmankerln aus München wie Doppel-Vanos und Valvetronic verfeinerten 1,6-Liter-Benziner mit 120 PS, der im Mini jedoch kerniger klingt als im 207 SW. Der Vierzylinder reißt mit seinen 160 Nm maximalem Drehmoment zwar keinen vom Hocker, ermöglicht aber ordentliche - beim Mini etwas bessere - Fahrleistungen, sofern man vor häufigen Gangwechseln nicht zurückschreckt.

Auch als Clubman legt der Mini deutlich mehr Fahrspaß an den Tag. Er reagiert direkter auf Lenkbefehle, untersteuert weniger, und seine Karosserie neigt sich bei flotter Kurvenfahrt weniger zur Seite. Der Mini-Kombi ist also so sportlich wie sein kleiner Bruder, zeigt vor allem im Fond aber mehr innere Größe, als man auf den ersten Blick vermutet.

Das Türkonzept bietet keine funktionalen Vorteile gegenüber dem konventionellen Peugeot 207 SW, der vor allem mit seinem großen Laderaum, der üppigen Ausstattung und dem niedrigen Preis punktet. Da er sich zudem bis auf die Fahreigenschaften in keinem Kapitel eine Blöße gegenüber dem teuren Mini leistet, hat er in diesem Vergleich am Ende die Nase vorn.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2007-12-05

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