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Testbericht

1. Juni 2009

Liebe Citroen-Fans, es bringt nichts, von diesem Wagen zu träumen oder sich gar über ihn aufzuregen, weil er durchaus formale Parallelen zu einem BMW X6 aufweist - der Citroën Hypnos kommt so nicht. Er ist eine reine Studie, ein Ideen- und Technologieträger für kommende Serienautos.

Citroen Hypnos bleibt ohne fahrdynamische Beurteilung Schon auf dem Pariser Autosalon im Herbst letzten Jahres präsentierte sich der SUV-Limousinen-Zwitter der Öffentlichkeit. Jetzt konnte ihn auto motor und sport erstmals fahren. Wobei fahren ein großes Wort ist. Konzeptautos wie der Citroen Hypnos sind fragile Konstrukte, aus Designer-Ton geformt, von Hand zusammengebaut und auf lasergeschnitzten Reifen-Unikaten rollend. Hübsch anzuschauen mit einer bullig-leckeren Heckansicht und einem verzwirbelten Interieur, das mit seiner fließenden Farbenpracht jeden Regenbogen vor Neid erblassen lässt. Eine fahrdynamische Beurteilung verbietet sich indes völlig. Wenn dieses extravagante Gefährt mit rustikal nagelndem Dieselmotor auf einen zukommt, ist das kein Hinweis auf die schlechte Laufkultur seines Zweiliter-HDi mit 200 PS. Es ist einfach ein Zeichen, dass hier im Gegensatz zu einem Serienauto das Selbstzünder-Geräusch kaum unterdrückt wird, weil die Dämmung fehlt. Der Hypnos ist ein Citroen Hybrid , in dem nicht nur besagter Turbodieselmotor, sondern auch ein 37-Kilowatt (50 PS)-Elektromotor steckt. Während der Verbrenner nur die Vorderräder antreibt, kümmert sich ein asynchroner Drehstrommotor allein um den Antrieb der Hinterachse. Allradantrieb aus E-Motor und Diesel Die Verbindung zwischen den beiden Antriebswelten übernehmen ein Steuergerät und Kabel. So wird aus dem Hypnos auch ein Allradler. Der Saft für die E-Mobilität kommt aus einer 50 Kilogramm schweren Nickel-Metallhydrid-Batterie hinter der Hinterachse. Obwohl scheinbar die gesamte Automobilwelt gerade im Lithium-Ionen-Fieber liegt, setzt Citroën auf diese Batterietechnik. Vor allem bei der Sicherheit und Zuverlässigkeit sieht Projektleiter Frédéric Poil den Vorteil des bei der Energiedichte eher durchschnittlichen NiMH-Akkus. Nur bis zu 60 Prozent seiner maximal verfügbaren Kapazität zapft der Citroen Hypnos aus dem 220-Volt-System ab. Dieser eingeschränkte Ladehub garantiert eine geringe Alterung der Batterie. Theoretisch fährt der Mega-Citroën damit bei maximal 20 km/h bis zu drei Kilometer rein elektrisch im so genannten Null-Emissions-Modus. In der Serie soll dies sogar bis zu 50 km/h möglich sein.

Hybrid-Antrieb ist für Citroen ein alter Hut Aber auch dem vorderen HDi-Motor hilft ein Start-Stopp-System mit stärkerer Lichtmaschine und Riemenantrieb elektrisch auf die Sprünge. Technisch ist der Hybrid-Antrieb für Citroen schon fast ein alter Hut. Denn mit Citroen Berlingo und Citroen Saxo Dynavolt sowie dem Citroen Xsara Dynactive hat der französische Hersteller vor rund zehn Jahren entsprechende Studien vorgestellt, damals jedoch mit Benzinmotor. "Inzwischen ist der Dieselmotor für uns die Basis aller Hybrid-Maßnahmen", sagt Pressesprecher Thomas Albrecht. Citroen Hypnos mit 200 PS und 4,5 Liter Diesel-Verbrauch Trotz seines hohen Gewichts und 200 PS soll der Citroen Hypnos damit nur 4,5 Liter pro 100 km verbrauchen und umgerechnet 120 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen. Das wäre fast die Hälfte weniger als bei vergleichbaren Diesel-SUV derzeit. Konkrete Pläne, wann diese Antriebskonfiguration in Serie geht, gibt es bereits: 2011 startet sie als Kraftquelle eines flachen Luxus-Vans namens DS5. Weitere Emissions-Reduzierungs- Maßnahmen wie ein Stickoxid-Katalysator mit Harnstoffeinspritzung sind zu Anfang nicht geplant.

Keine Euro 6-Konformität für den Citroen Hypnos Die ab dem 1. September 2014 wirksame Euro 6-Abgasnorm erfüllt der Citroen DS5 daher nicht: "Wir sehen derzeit keinen Grund, die Euro 6-Konformität vorzuziehen", heißt es bei Citroen. Bei der Serien-Einführung des Hybridantriebs sollte dann auch der rumpelige Übergang vom Diesel- zum Strombetrieb geglättet sein. Vom sämig-ansatzlosen Zusammenspiel eines Toyota -Benzin-Hybriden ist zumindest der Hypnos noch so weit entfernt wie Paris von Tokio. Im Gegensatz zu den japanischen Hybrid-Vorreitern ermöglicht Citroën dem Fahrer verschiedene Fahrmodi von Automatisch über Sport bis zu Null-Emission. Der für den Hypnos verantwortliche Designer Domagoj Dukec freut sich auf die kommende Elektrifizierungswelle: "Wir Designer haben es in Zukunft einfacher. Je mehr Elektroantrieb, desto mehr Flächen können wir schließen."

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Testwertung
3.5 von 5

Quelle: auto-motor-und-sport, 2009-06-01

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