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Testbericht

5. Juni 2003
"Das erste Cabrio, mit dem man eine Waschmaschine kaufen kann" – so charakterisiert Citroën-Pressesprecher Thomas Albrecht den C3 Pluriel. Nachmacher sind die Ingenieure und Designer von Citroën nun wirklich nicht gewesen, als sie 1999 das Konzept für den Pluriel entwarfen.

Völlig neues Fahrzeugkonzept
Ein Cabrio mit abnehmbaren Seitenholmen, das sich zum Pick-up verwandeln lässt: Wie bei nur wenigen Autos – uns fallen auf Anhieb der Smart oder der Peugeot 206 CC ein – war das Konzept vollkommen neu. Außer vielleicht, dass es ein paar Anleihen beim legendären Citroën 2CV, der Ente gibt. Nun hat es die damalige Technikstudie in die Verkaufsräume der Autohäuser geschafft. Wir waren neugierig, wie sich das hochvariable Fahrzeug verwandeln lässt und wie es sich fährt.

Hohe Variabilität
Pluriel ist das französische Wort für Mehrzahl. Und vielfältig sind die Variationsmöglichkeiten des C3 Pluriel. Zunächst präsentiert sich das Auto fast wie eine normale Schräghecklimousine. Das elektrisch betätigte Rolldach lässt sich jedoch bis weit nach hinten öffnen. Das kann so weit gehen, dass sich die Lamellen des Rolldachs auf die gläserne Heckscheibe legen. Ähnliches konnte man früher mit der Ente machen - aber von Hand. 

Pizzicato heißt "ohne Bögen"
Außerdem lassen sich die rund 12 Kilo schweren Bögen abnehmen, so dass man ein viersitziges Cabrio erhält. Der Nachteil: Die Bögen lassen sich nicht im Auto verstauen. Wenn man mit dem Cabrio unterwegs unversehens in den Regen gerät, kann man nass werden. Empfehlenswert ist daher ein Ausstattungspaket für 150 Euro, das unter anderem eine Regen-Persenning enthält und das Auto vor Nässe schützt. Schließlich lassen sich noch die Rücksitze umlegen, wobei man eine Art Kreuzung zwischen Roadster und Pick-up erhält.

Vorher üben Den ganzen Umbau sollte man einmal bei sicheren Wetterverhältnissen geübt haben. Denn bei einem aufziehenden Gewitter kann es in Stress ausarten, wenn die Handgriffe zum Schließen des Verdecks nicht "sitzen".

Trick der schwenkbaren Heckscheibe
Der Trick, der die vielen Wandlungen des Pluriel ermöglicht, besteht darin, dass das Glasdach an einer Schwenkvorrichtung nach unten gleitet. Es verschwindet mitsamt dem Verdeck im unteren Teil des Kofferraums und stört nicht mehr.

Innenraum à la C3
Der C3 Pluriel bietet auf den Vordersitzen alles, was man von Kleinwagen gewohnt ist. Armaturenbrett, Instrumente und auch sonst alles im Blickfeld des Fahrers gleicht den aus der Limousine bekannten Elementen. Eine Ausnahme sind nur die Türinnenseiten, die mit einer grauen Strebe verschönert wurden. Die Sitze bieten eine angenehm lange Auflagefläche für die Beine, aber etwas wenig Seitenhalt. 

Enge auf den Rücksitzen
Auf den Rücksitzen geht es beträchtlich enger zu. Wird der Fahrersitz für eine Person mit 1,75 Metern Körpergröße eingestellt, so kann sich eine gleichgroße Person gerade noch dahinter zwängen. Von Sitzen kann nur die Rede sein, wenn der Vordermann etwas nach vorne rutscht. Für einen Blitztransport zum nächsten Kino reicht die Rückbank aber wohl. Die Kopfstützen hinten sind nicht verstellbar. Grund: Sie fungieren als Überrollbügel und tragen bei einem Überschlag die ganze Karosserie. Da sie für einen 1,75 Meter großen Passagier jedoch schon einige Zentimeter zu kurz sind, klappt das eigentlich nur bei Kindern.

Dicker Querträger
Der Grund für die Enge im Fond liegt darin, dass ein extrem dicker Querträger im Heckbereich eingeplant werden musste. Wenn man bei einem Auto wie dem C3 nur das Dach absägen würde, käme ein Cabrio mit stark eingeschränkter Steifigkeit heraus. Dieses Manko musste durch zusätzliche Streben im Unterbau kompensiert werden. Deshalb konnte die Rückbank nicht so weit hinten eingebaut werden wie beim Fünftürer.

Bis zu 266 Litern Kofferraum
Das Kofferraumvolumen von bis zu 266 Litern wirkt auf den ersten Blick nicht besonders üppig – ein Smart Cabrio kann auch bis zu 260 Litern einladen. Doch in den Smart passt keine Waschmaschine. Der Stauraum im Pluriel lässt sich in jedem Fall sehr gut nutzen. Er misst 103 Zentimeter in der Breite und ist 61 bis 135 Zentimeter tief. 

Schwankendes Fahrwerk
Das Fahrwerk ist im Prinzip das der C3-Limousine. Da das Cabrio jedoch 130 Kilo schwerer ist, mussten die Federn angepasst werden. Auf unebener Fahrbahn wirkt das Fahrwerk nun etwas holprig. In Kurven und vor allem bei Spurwechseln auf der Autobahn bei hoher Geschwindigkeit macht sich das Schwanken der Karosserie etwas unangenehm bemerkbar. Dafür fühlt sich die Lenkung erfreulich direkt an.

Zwei Motoren
Es gibt zwei Motorisierungen für den C3 Pluriel: einen 1,4-Liter-Benziner mit 73 PS und einen Ottomotor mit 1,6 Litern Hubraum und 109 PS, der mit einem automatisierten Schaltgetriebe kombiniert wird. Mit beiden Versionen haben wir Fahreindrücke gesammelt.

73 PS
Der 73-PS-Motor ist gewiss keine zu starke Motorisierung für den C3 Pluriel. Der wichtigste Kniff: Man sollte nicht nach Gehör schalten, sonst schaltet man zu früh hoch und landet im höheren Gang bei zu niedriger Drehzahl. Dann steckt man fest. Besser, man dreht das Aggregat bis etwa 3.500 Touren. Dann landet man nach dem Hochschalten bei etwa 2.500 U/min und hat genügend Kraft, um den Beschleunigungsvorgang fortzusetzen. In allen Drehzahlbereichen klingt das Aggregat ein wenig wie ein Staubsauger. 

109 PS
Die 109 PS starke 1,6-Liter-Version des Pluriel ist stets mit dem automatisierten Schaltgetriebe Sensodrive und Schaltwippen an der Lenksäule ausgerüstet. Mit diesem Aggregat ist der Pluriel gut motorisiert. Doch auch dieser Motor ist eher für Leute geeignet, die gerne hoch drehen.

Automatik mit Schaltpausen
Stellt man bei der 109-PS-Variante den Automatik-Modus ein, so schaltet das Auto von selbst. Wie bei automatisierten Schaltgetrieben anderer Hersteller stören dabei die Schaltpausen: Wenn das Getriebe heraufschaltet, fällt man unwillkürlich mit dem Oberkörper nach vorne, da der Beschleunigungsvorgang unterbrochen wird.

Manuelles Schalten ohne Kupplungspedal
Im manuellen Modus schaltet man entweder am Wahlhebel herauf oder herunter, oder man nutzt die Schaltwippen am Lenkrad. Das Kuppeln übernimmt das Auto selbst. Bei zu hohen Drehzahlen schaltet das Getriebe automatisch, und beim Ausrollen an der Ampel legt es von selbst den ersten Gang ein. Mit den Schaltwippen schaltet es sich gut. Sie sind an der Lenksäule angebracht und machen einen Lenkradeinschlag nicht mit.

Diesel kommt im Jahr 2004
Wem keiner von den beiden Benziner zusagt – zum Beispiel, weil er lieber niedrigtourig fährt – sollte abwarten. Im Jahr 2004 soll noch ein 1,4-Liter-Diesel mit 68 PS hinzukommen.
 
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Technische Daten
Motor Bauart:Vierzylinder-Reihenmotor
Hubraum:1.360
Leistung:54 kW (73 PS) bei UPM
Drehmoment:118 Nm bei 3.300 UPM
Preis
Neupreis: 15.850 €
Fazit
Fazit: Günstiges Cabrio mit viel VariabilitätEin wenig pummeliger als ein klassischer Roadster wirkt das Cabrio schon. Doch im Vergleich etwa zu dem deutlich teureren Peugeot 206 CC ist es ein überzeugendes Angebot.

1.000 Euro weniger als der 206 CC Für 15.850 Euro erhält man die Einstiegsversion, die wenig Motorspaß, aber schon den vollen Fahrspaß bietet. Für Fahrer, die gern auch mal mehr Gas geben als unbedingt nötig, ist die 109 PS starke Variante zu empfehlen. Dann bezahlt man 17.350 Euro – das sind immer noch rund 1.000 Euro weniger als beim 206 CC. Waschmaschinentransport Mit einem Cabrio oder Roadster eine Waschmaschine mitnehmen zu können – das gibt der Autowahl völlig neue Perspektiven. Damit rückt der C3 Pluriel in den Gesichtskreis von Leuten, die immer von einem Cabrio geschwärmt haben, aber ab und zu etwas transportieren müssen und sich nur ein Fahrzeug leisten können oder wollen. Riskant: Pizzicato unterwegs Dass man die Seitenbögen nicht im Auto mitnehmen kann, nimmt dem Auto einen Teil seiner Alltagstauglichkeit. Aber vielleicht liegt darin ja ein auch tieferer Sinn: So bleibt der urwüchsige Cabriospaß ein wenig mit den Risiken verknüpft, die Fahrer in der Frühzeit des Automobilismus eingingen.

Realistischer Ehrgeiz Vom Pluriel will Citroën 10.000 bis 12.000 Stück pro ganzem Verkaufsjahr absetzen. Der Anteil des Pluriel am gesamten C3-Kuchen soll in Deutschland um 50 Prozent liegen. Eine ehrgeizige, aber realistische Planung, wenn man den günstigen Preis und die hohe Variabilität des C3 Pluriel bedenkt.

Quelle: auto-news, 2003-06-05

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