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Testbericht

20. September 2007

Die Zugkraft moderner Oberklasse-SUV lässt sich nicht nur in Newtonmeter (Drehmoment) oder Kilogramm (Anhängelast) messen, sondern vor allem in Stückzahlen. Unbeeindruckt von Klimadiskussion und hohen Kraftstoffkosten legte die Kletterfraktion in Deutschland 2006 um weitere 16,5 Prozent zu. Der erst im Frühjahr eingeführte Audi Q7 erreichte sogar auf Anhieb Platz sechs dieser Klasse.

Q7 sprengt den Rahmen

Während Touareg und Cayenne noch eine gewisse Rücksicht auf europäische Verhältnisse erkennen lassen, schwelgt der Q7 in US-amerikanischer Opulenz. Neben dem Plus an Länge (rund 30 Zentimeter) und Breite (fünf Zentimeter) sind vor allem der riesige Kühlergrill und die gestreckte, hochbordige Silhouette dafür verantwortlich, dass der Audi eine halbe Klasse größer wirkt. Dies ist im Großstadtdschungel ein echtes Handikap, zumal man mit der extrem unübersichtlichen Karosserie stets Gefahr läuft, Wichtiges zu übersehen.

Die Einstandspreise um 50.000 Euro für die V6-Benziner sind nur als fiktive Unterkante zu verstehen. Sogar Selbstverständlichkeiten wie Nebelscheinwerfer (VW) oder Klimaautomatik (Porsche, VW) kosten extra, und wer den relativ günstigen Touareg mit Luftfederung haben will, muss zwangsweise Xenonscheinwerfer, Tempomat und Multifunktionslenkrad mitordern - macht summa summarum 4.605 Euro. Trotz serienmäßiger Lederbezüge schießt der Cayenne freilich bei den Kosten den Vogel ab, ohne diesen Zuschlag durch sichtbar mehr Stil, Material- oder Verarbeitungsqualität zu rechtfertigen.

Porsche-Feeling im SUV-Format

Mit seinem Plus an Leistung (290 PS) und Drehmoment (385 Nm) hält der Cayenne sowohl den lendenlahmen Vorgänger als auch die beiden Rivalen in Schach. Dass der Q7 in puncto Dynamik dem Porsche sogar Paroli bietet, ist vorwiegend seiner leichtgängigeren, präziseren Lenkung und dem agilen, fast Pkw-mäßigen Handling zu verdanken. Beides hat der Touareg nur in eingeschränktem Maße zu bieten. Allerdings sind die beiden Porsche-Rivalen nicht nur billiger, komfortabler und vielseitiger begabt, sondern auch mit sparsamen, durchzugsstarken Dieselmotoren zu haben. Damit haben Audi und VW zwar immer noch kein zugkräftiges Wappen-Pferd auf der Haube, aber die besseren Pferdchen darunter.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2007-09-20

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