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Testbericht

18. Januar 2008

Zu Zeiten, in denen die verschiedenen Kraftstoffsorten fast gleich viel kosten, darf man auch schon mal einen Benziner gegen einen Diesel ins Rennen schicken. Die Rede ist von Porsche Cayenne GTS und VW Touareg R50, bei dem man das Kürzel TDI am Auto allerdings vergeblich sucht.

Sprinter gegen Schwer-Athlet

Die Porsche-Entwickler haben den Cayenne S ins Fitness-Studio geschickt und dem 385 PS starken 4,8-Liter-V8- Benzindirekteinspritzer 20 zusätzliche PS bei 6.500 Touren antrainiert. Das Drehmoment liegt mit 500 Newtonmeter auf dem Niveau des Basis-Motors. Diese Werte weisen den GTS als Sprinter aus, während die 850 Nm des zehnzylindrigen Fünfliter-TDI den Touareg R50 eher als Schwer-Athleten qualifizieren, obwohl die Leistung von 313 auf 350 PS gesteigert wurde.

Obwohl beide im Schwergewicht antreten, bringt der R50 nochmals satte 336 Kilogramm mehr auf die Waage. Beim Sprint katapultieren sich beide aus den Startblöcken wie Carl Lewis bei seinem legendären 100-Meter-Weltrekord 1991 in Tokio. Als erster schiebt sich der Porsche über die 100-km/h-Marke. Außerdem rennt der Porsche mit 251 km/h Höchstgeschwindigkeit noch schneller als der mit 235 km/h ebenfalls nicht langsame VW.

Verbrauch ist deutlich zu hoch

Der R50 besitzt jedoch mehr Ausdauer, denn während der GTS auf der Langstrecke bereits nach 546 Kilometern nach neuer Nahrung lechzt, muss der VW erst nach 685 Kilometern sein Energiedepot aufladen. Das entspricht einem Verbrauch von 14,6 Litern je 100 Kilometer - Diesel wohlgemerkt -, während der GTS unvorstellbare 18,3 Liter Superplus konsumiert.

Auch abseits der Fahrdynamik, ist der Cayenne das deutlich agilere Auto. Seine Lenkung ist spürbar direkter übersetzt, was in Kurven sowohl den Lenkaufwand reduziert als auch die Zielgenauigkeit verbessert. Beim Touareg geht hingegen zu viel Rückmeldung durch die höhere Servounterstützung verloren. Abgesehen davon ist das Kurvenverhalten dank permanentem Allradantrieb beim R50 genauso sicher und weitgehend neutral wie beim GTS. Nur bei schnellem Einlenken in engen Kehren schieben beide Kolosse etwas über die Vorderräder.

Sportlichkeit contra Gelassenheit

Beide sind von Kopf bis Fuß - sprich vom Dachkanten-Spoiler an der Heckklappe bis zu den 21-Zöllern mit 295/35er-Sportsocken - ähnlich angezogen. Zusammen mit einer speziellen Innenausstattung und jeweils hervorragenden Sportsitzen kostet der Touareg R50 knapp 11.000 Euro mehr als der konventionelle V10 TDI. Porsche verlangt 79.367 Euro für den GTS mit Tiptronic, rund 10.000 mehr als für den Cayenne S. Allerdings ist der VW im Unterhalt deutlich günstiger. Er ist zwar nicht ganz so sportlich wie der agile Cayenne GTS, besitzt aber jene Gelassenheit, die hohe Leistungsreserven mit sich bringt.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2008-01-18

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