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Testbericht

19. Januar 2019

Weil es bei Z4 und Supra viele Gleichteile gibt, müssen wir in diesem Vergleich herausarbeiten, wo sich die beiden Sportwagen unterscheiden. Das offensichtlichste Merkmal ist sicherlich die Karosserieform – Toyota baut ein Coupé, BMW einen Roadster. Während die Bayern den Piloten mehr ins Zentrum rücken, und sich von der Endlos-Haube verabschieden, betont Toyota genau diese Form mit langer Schnauze und kurzem Heck. Wo wir gerade schon beim Thema sind, bleiben wir doch direkt bei den Exterieur-Details.Mit der fünften Generation des Supra – ja, DER Supra, nicht DIE Supra – schwingt das sich das Dach in Double Bubble-Form über den Kopf des Fahrers. Das ist kein reines Style-Element, sondern Teil eines ausgeklügelten aerodynamischen Gesamtkonzepts. Durch diese Bauweise wird nämlich die Stirnfläche des Coupés reduziert, ohne im Innenraum Kopffreiheit einzubüßen. Gut so, denn der Japaner hat etwas weniger Spielraum als sein Stammzellenspender aus München. In der Höhe unterbietet der Supra den BMW um zwölf Millimeter. Der Vollständigkeit halber: In der Breite sind es 10 Millimeter weniger, in der Länge dafür 55 Millimeter mehr. Das unter sportlichen Gesichtspunkten entscheidende Merkmal ist allerdings der Gewichtsunterschied. Ganze 40 Kilo ist der Toyota leichter, was der Dachkonstruktion geschuldet sein dürfte.

Supra ist leichter und geräumiger
Nicht ganz so relevant für einen Sportwagen sind Kofferraumvolumen und Zuladung. Weil sie die beiden hier aber auch unterscheiden, wollen wir es Ihnen nicht vorenthalten: Im Supra-Laderaum finden mit 290 Litern neun Liter mehr Platz als im Z4 (auch hier ist die Dachkonstruktion verantwortlich). Deutlicher ist die Zuladungsdifferenz von 250 Kilo (BMW) zu 320 Kilo (Supra). Ein im Alltag eventuell hilfreiches Detail ist der Zugang zum Ladenraum vom Cockpit aus. Während im BMW zwischen den Rückenlehnen eine kleine Klappe platziert wurde, klafft im Supra dort ein Loch. Einerseits kann man so einfach Gegenstände nach hinten werfen, andererseits ist das in puncto Ladungssicherung vielleicht die weniger glückliche Lösung, Zusammenfassend gesagt, ist das Coupé also leichter und geräumiger – aber macht sich die Diät auch fahrdynamsich bemerkbar? In der Längsdynamik: ja. Oder jein. Naja, laut Hersteller rennt der Supra in 4,3 Sekunden auf 100 km/h. Beim BMW verstreichen 4,9 Sekunden, und jetzt kommt das große ABER. Die 4,9 Sekunden haben wir selbst gemessen, die 4,3 Sekunden müssen sich in der realen Welt erst noch bewahrheiten. Fakt ist dagegen, beide spurten bis auf maximal 250 Stundenkilometer.

Design und technische Details
Das Design können wir jetzt nicht unter messbaren Kriterien beurteilen. Die Gestaltung bleibt Geschmackssache und muss sich dem individuellen Urteil jedes Einzelnen stellen. Ähnlichkeiten gibt es kaum, denn die Hersteller waren bei aller Kooperation natürlich darum bemüht, eigenständige Fahrzeuge auf den Markt zu bringen. Lediglich die Außenspiegel und die Türgriffe sind identisch. Innen emanzipiert sich der Supra ebenfalls vom Z4, allerdings nicht immer zu seinem Besten. So messen das digitale Kombiinstrument und der Infotainmentscreen je nur 8,8 Zoll, während es im Roadster pro Display 10,25 Zoll sind. Ansonsten treten beide mit einer eigenständigen Optik auf, technische Details wie der Dreh-Drück-Steller wurden aber auch im Supra verbaut.

Wenn Sie nach diesem Vergleich nun immer noch mit sich hadern, dann gäbe es ein weiteres Unterscheidungsmerkmal, das wir als Hilfestellung anbieten können. Es ist allerdings ein Kriterium für die spitze Zielgruppe der audiophilen Tontrechniker. Die große Soundanlage im Z4 liefert Harman Kardon. Im Supra wummern optionale Boxen von JBL. Sollte wir damit das klingende Zünglein an der Waage gefunden haben, beglückwünschen wir Sie recht herzlich zur finalen Entscheidungsfindung.

Für die Mehrheit wird aller Voraussicht nach jedoch die Frage „Cabrio oder Coupé“ ausschlaggebend sein. Der Preisunterschied jedenfalls ist eher marginal – mit einem Startgebot von 62.900 Euro ist der Supra nur 850 Euro günstiger als der BMW Z4 M40i.

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Testwertung
3.5 von 5

Quelle: auto-motor-und-sport, 2019-01-19

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