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Testbericht

21. Februar 2008

Armer Alpina. Mit sechs Zylindern, drei Liter Hubraum und 360 PS den beiden PS-Monstern von Mercedes AMG und der BMW M GmbH klar unterlegen, muss er trotzdem gegen die Platzhirsche in den Vergleichstest-Ring. Kanonenfutter für die Spitzen-Athleten der Werks-Sportabteilungen? Nein, der leistungsgestärkte 3er hinterließ schon im Einzeltest eine eindrucksvolle Duftmarke und schnappte sich locker fünf Sterne.

Wie alle Alpinas steht auch der B3 gut im Futter. Seine offizielle PS-Zahl darf als Minimalwert gelten. Geänderte Kolben und Einspritzung sowie vor allem eine Ladedrucksteigerung auf 1,1 bar geben dem Dreiliter-Reihensechszylinder (Basis: BMW 335i) seine Kraft. Eher klassisches Tuning, also wirklicher Motorenbau.

Alpina mit turbodieselähnlicher Gewalt

Der Biturbo holt spürbar Atem und schiebt sich dann gleichmäßig aus dem Drehzahlkeller heraus nach vorne. Unter 3.000/min, wo der M3 noch döst und der AMG ein leichtes Phlegma pflegt, tritt der Alpina schon mit turbodieselähnlicher Gewalt an. Die Sechsgang-Automatik hat spürbar leichtes Spiel mit dem hohen Drehmoment. Auf freien Autobahnen jagt der nur von den Fahrwiderständen abgeregelte Alpenvorländer mit 285 km/h an seinen elektronisch gedrosselten Kollegen vorbei.

Sein Werksbruder M3 bietet weder phänomenales Drehmoment noch schiere Leistung. Dafür spricht sein High-Tech-V8 die Gourmets unter den rechten Füßen an, die spüren, wie acht Einzeldrosselklappen, variable Nockenwellenverstellung (Doppel-Vanos) und eine ionenstromkontrollierte Zündung das Vierliter-Aluminium-Aggregat auf Gas zubeißen lassen wie eine gereizte Kobra. Bis zu 8.300 Touren brüllt der Sechsgang-Handschalter mit einem herrlich bassig-sirrenden Verbrennungs-Techno, wie man ihn so von keinem anderen V8 auf der Welt kennt.

Power-C-Klasse hat das Nachsehen

Der C 63 kämpft in der Gischt des nassen Asphalts verzweifelt darum, seine 457 PS ohne Sperrdifferenzial auf den Asphalt zu bringen, und muss mitansehen, wie ihm der 37 PS schwächere, aber fast vier Zentner leichtere M3 mit 1,5 Sekunden Abstand die TÜV-Plakette am Heck zeigt. Bei aller Kraft und dem brachialen Motorgetöse wirkt der Mercedes speziell bei ruhiger Gangart distanzierter. Einen Eindruck, den auch das schnörkellose Interieur unterstreicht.

Den Vergleich gewinnt der B3 mit ebenbürtigen dynamischen Leistungen, dem besten Komfort und niedrigsten Verbrauch. Ach ja, und er kostet trotz serienmäßiger Lederausstattung einen edlen Dacia Logan weniger als die Premium-Platzhirsche.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2008-02-21

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